14.11.2012 19:50
Bewerten
 (0)

Zentralbanken des Eurosystems wollen zentrale Aufsicht über Euribor

   Von Riva Froymovich

   BRÜSSEL--Nach dem Manipulationsskandal im Sommer fordern die 17 Zentralbanken des Eurosystems die zentrale Überwachung des europäischen Referenzzinses Euribor und anderer wichtiger Benchmark-Sätze. Die Notenbanken sprechen sich auch dafür aus, dass die Referenzzinsen nicht mehr durch Schätzungen ermittelt werden sollen, sondern auf der Basis aktueller Geschäfte zwischen den Banken.

   Die Währungshüter empfehlen außerdem, dass der Euribor und der Libor durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) und die Bankenaufsichtsbehörde (EBA) überwacht werden. Die Referenzzinssätze sind ihrer Ansicht nach zu einem öffentlichen Gut geworden, die einer Überprüfung bedürfen. Die Banken sollen zur weiteren Sicherheit "chinesische Mauern" zwischen den Abteilungen hochziehen, damit eine Manipulation aus Geschäftsinteressen ausgeschlossen werden kann. Außerdem empfehlen die Zentralbanken Preiskontrollen, um den Euribor unabhängiger von den Banken zu machen.

   Die EU-Kommission hatte nach dem Skandal um die Manipulation des Libor-Zinssatzes im Juni, der in London ermittelt wird, um Reformvorschläge gebeten. Seinerzeit war am Fall der britischen Großbank Barclays bekannt geworden, das eine ganze Reihe von internationalen Geldhäusern falsche Zinssätze an den britischen Bankenverband gemeldet hatten. Der Libor wurde als Durchschnitt der gemeldeten Sätze gebildet.

Kontakt zur Autorin: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/chg/ros (END) Dow Jones Newswires

   November 14, 2012 13:19 ET (18:19 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 19 PM EST 11-14-12

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.

Heute im Fokus

DAX geht tiefrot ins Wochenende -- US-Börsen schließen schwächer -- Carl Icahn steigt bei Apple aus -- Öl- und Gaspreise belasten BASF -- LinkedIn, Postbank, PUMA im Fokus

S&P droht Großbritannien mit Herabstufung. Annäherung im Tarifstreit um den öffentlichen Dienst. Moody's senkt Ausblick für MTU-Rating. Singapur wird neuer Großaktionär bei alstria. Eurokurs legt Höhenflug hing. Medivation lehnt Milliarden-Offerte von Sanofi ab. Ölpreisverfall lässt Exxon-Gewinn weiter einbrechen.
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten
Die schönsten Geldscheine der Welt

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Unternehmen sind fantastisch erfolgreich
IT-Gründer ohne Technik-Know-How
Welcher amerikanische Investor ist am vermögendsten?
Wer hatte das größte Emissionsvolumen?
Diese Top 20 haben zur Verbessung der Welt beigetragen
mehr Top Rankings

Umfrage

Daimler will am Diesel als Kraftstoff für Autos trotz Kritik an Abgasmanipulationen festhalten. Wie stehen Sie zum Diesel?