14.11.2012 22:07
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Zusammenstöße und Schüsse bei Protesten gegen Sparpläne in Portugal

    LISSABON (dpa-AFX) - Eine Protestkundgebung von Tausenden von Menschen am Rande des Generalstreiks in Portugal ist am Mittwochabend in Gewalt ausgeartet. Nachdem Demonstranten auf dem Vorplatz des Parlamentsgebäudes in Lissabon Polizisten mit Steinen, Flaschen, Böllern und Farbbeuteln beworfen hatten, gingen die Beamten massiv gegen die Demonstranten vor. Dabei wurden Hunde, Schutzschilder und Schlagstöcke eingesetzt. Danach hätten Polizisten in der Nähe des Parlaments sogar Schüsse in die Luft gefeuert, um Demonstranten auseinanderzutreiben, berichtete die Nachrichtenagentur Lusa.

 

    Im Zentrum der Hauptstadt seien mehrere Feuer gelegt worden, verletzte Demonstranten seien auf der Stufen des Parlaments behandelt worden, berichteten Medien. Kurz vor 21.00 Uhr Ortszeit (22.00 MEZ) sei die Lage in Lissabon noch gespannt gewesen, hieß es.

 

    Im Gegensatz zu Anti-Spar-Protesten in Spanien und Griechenland waren die Kundgebungen in Portugal bisher von Gewalt weitgehend verschont geblieben. Der Chef der Mitte-Rechts-Regierung, Pedro Passos Coelho, sagte, er habe den Einsatz der Polizei nicht gesehen und wolle ihn deshalb vorerst nicht kommentieren. Polizeisprecher Jairo Campos rechtfertigte unterdessen den Einsatz: "Die Beamten wurden 45 Minuten lang provoziert", sie seien "in Gefahr" gewesen. Es habe mehrere Festnahmen gegeben, teilten die Behörden mit./er/DP/he

 

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