19.11.2012 12:04
Bewerten
 (0)

Bundesbank: Deutsche Wirtschaft verliert 'spürbar an Schwung'

Zuversicht fehlt
In Deutschland verliert die Konjunktur nach Einschätzung der Bundesbank "spürbar an Schwung". "In weiten Teilen der Wirtschaft fehlt es an der Zuversicht, dass kurzfristige neue Konjunkturimpulse zu erwarten seien".
So heißt es im Monatsbericht der Bundesbank, der am Montag veröffentlicht wurde. Im Zentrum der Konjunkturschwäche stehe weiterhin die Euro-Schuldenkrise. Zuletzt hätten aber auch Rückschläge in der konjunkturellen Dynamik großer Schwellenländer wie China der deutschen Wirtschaft einen Dämpfer versetzt.

   Mit Blick auf die kommenden Monate können die deutschen Unternehmen auch nur mit wenig Rückenwind durch die Weltwirtschaft rechnen. Für das Winterhalbjahr 2012/2013 erwartet die Bundesbank bei der globalen Konjunktur allenfalls eine leichte konjunkturellen Belebung. Als Folge dürften sich die Unternehmen mit Investitionen weiter zurückhalten. Nach einer "fulminanten Investitionskonjunktur" 2010 und einer positiven Entwicklung 2011 hätten die Investitionen der deutschen Unternehmen "zuletzt einen erheblichen Rückschlag erlitten".

  Die vergleichsweise geringen Investitionen der Firmen zeigen, dass rekordtiefe Zinsen kein Selbstläufer für einen Aufschwung der Wirtschaft darstellen. Eine expansive Geldpolitik liefert nach Einschätzung der Bundesbank nicht automatisch einen Wachstumsimpuls. Vielmehr hätten sich die Konjunkturerwartungen der Unternehmen trotz der expansiven Geldpolitik der EZB eingetrübt und das Investitionsklima werde von einer "anhaltend hohen Unsicherheit belastet".

   Eine Ausnahme bilde allerdings der Wohnungsbau. Hier "wirken die ausgesprochen vorteilhaften Zinskonditionen (...) eindeutig belebend." Ein weiteres Hoffnungszeichen für die konjunkturelle Entwicklung sieht die Bundesbank auch beim privaten Konsum. Vor allem die gute Arbeitsmarktlage und die zuletzt kräftigen Lohnsteigerungen hätten die Kauflaune gestützt.

    FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Christian Mueller / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- Staatsschulden: Ukraine verkauft massenweise Gold -- US-Börsen schließen im Plus -- Chinas Notenbank senkt überraschend Leitzinsen -- Alibaba im Fokus

GDL und Bahn verhandeln weiter. Megafusion in der britischen Versicherungsbranche. Angebot an Hawesko-Aktionäre jetzt offiziell. RBS besteht Stresstest trotz Rechenfehler. Burger King schaltet im Streit um Filialen Gericht ein. Porsche vermietet seine Sportwagen künftig auch. Deutsche-Bank-CFO empfiehlt Alternative zum Sparbuch.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind Deutschlands Global Player

träger

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der Gesetzentwurf zur Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen stößt in der Union auf wachsenden Widerstand. Wie stehen Sie zu diesem Thema?