10.07.2013 11:20
Bewerten
(6)

S&P senkt Kreditbewertung Italiens

Rom: 'kleinlich und falsch': S&P senkt Kreditbewertung Italiens | Nachricht | finanzen.net
Rom: 'kleinlich und falsch'
Italiens Regierung hat die Senkung der Kreditbewertung des Euro-Krisenlandes durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) als falsch und kleinlich kritisiert.
Die Analysten der Agentur berücksichtigten die bereits vorbereiteten Maßnahmen der neuen Regierung unter Enrico Letta nicht, hielt das Wirtschaftsministerium in Rom am Dienstagabend der Herabstufung der Bonität Italiens entgegen. S&P hatte das Rating für das Land wegen der schwachen Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung von "BBB+" auf "BBB" gesenkt. Italien steckt in einer anhaltenden Rezession.

Mit der Senkung liegt die Kreditbewertung für die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone jetzt nur noch zwei Stufen über dem "Ramsch-Niveau", mit dem gemeinhin spekulative Anlagen gekennzeichnet werden. Außerdem setzte die Agentur den Ausblick auf "negativ", so dass in den kommenden Monaten weitere Herabstufungen möglich sind. Rating-Abstufungen können die Folge haben, dass das Land höhere Zinsen bieten muss, um sich Geld bei Investoren zu leihen.

Letta, Chef einer von einer großen Koalition getragenen Regierung, sprach von "engherzigen Bewertungen". Wer gedacht hätte, dass (auf internationaler Ebene) alles gelöst sei, habe sich getäuscht, sagte er dem TV-Sender RAI. "Italien wird weiterhin "besonders überwacht"", fügte er an. Die liberale Turiner "La Stampa" meinte am Mittwoch, der unerwartete Pessimismus in dem Urteil der Agentur sollte Italien aber nicht sehr schaden, denn alle drei großen Ratingagenturen hätten sich durch Fehlurteile in den vergangenen Jahren selbst diskreditiert.

Nach Einschätzung der Experten von S&P in London haben sich die Aussichten für Italiens Wirtschaft zuletzt weiter verschlechtert. Die Wirtschaftsleistung sei im ersten Quartal weiter gesunken und sie befinde sich derzeit unverändert in einem Abschwung. S&P senkte daraufhin die Prognose für das italienische Bruttoinlandsprodukt.

Die Experten gehen von einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 1,9 Prozent in diesem Jahr aus, nachdem sie zuvor nur einen Rückgang um 1,4 Prozent erwartet hatten. Letta bereitet eine Reihe von Maßnahmen, darunter steuerliche Erleichterungen, vor, um die Wirtschaft anzukurbeln und die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Ein weiteres Problem sehen die S&P-Experten in den vergleichsweise hohen Zinsen, die italienische Firmen für Kredite zahlen müssen. Insgesamt wird die Verschuldung des Landes auf einem gefährlich hohen Niveau verharren, so die Einschätzung. S&P geht davon aus, dass der Anteil der öffentlichen Verschuldung am Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahresende bei 129 Prozent liegen wird.

Mit der neuen Bewertung hat sich S&P den Urteilen anderer führender Agenturen teilweise angepasst. Bei Moody's hat Italien ebenfalls ein Rating, das zwei Stufen über dem Ramsch-Niveau liegt. Bei Fitch liegt das Rating weiter noch drei Stufen über Ramsch./ka/jkr/DP/hbr

LONDON (dpa-AFX)
Bildquellen: tkachuk / Shutterstock.com, Vladimir Korostyshevskiy / Shutterstock.com
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX leichter -- Dow Jones im Minus -- Mögliches Kartell: Druck auf Autobauer steigt -- Deutsche Bank und JP Morgan wollen Libor-Klagen beilegen -- Ryanair im Fokus

Ausverkauf im Autosektor. Philips nach Leuchtenabspaltung mit Gewinneinbruch. Trump bringt in Russland-Affäre Recht auf Begnadigung ins Spiel. Brexit treibt Bank of America von London nach Dublin. EZB-Direktor Mersch: Notenbank-Krisenpolitik wird nicht notwendig bleiben

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

E-Autos: Kein Zwang zum Tesla-Kauf
Diese Tesla-Konkurrenten sind auf dem Vormarsch und billiger als der Model 3
So schnitten die DAX-Werte im ersten Halbjahr 2017 ab
Tops und Flops
BlackRock Beteiligungen
In diese Unternehmen investiert der Fondsgigant
Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
Jobs mit Zukunft und hohem Gehalt
Hier wird man auch künftig noch gut bezahlt
mehr Top Rankings

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Porsche Holding SE VzPAH003
Nordex AGA0D655
Allianz840400
TeslaA1CX3T
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
BASFBASF11
Siemens AG723610