01.02.2013 12:50
Bewerten
(0)

Daimler beteiligt sich an chinesischem Partner BAIC

Zwölf-Prozent-Anteil: Daimler beteiligt sich an chinesischem Partner BAIC | Nachricht | finanzen.net
Zwölf-Prozent-Anteil
Daimler hat in China erneut einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht: Die Stuttgarter kaufen sich bei ihrem Joint-Venture-Partner BAIC ein, um das Geschäft auf dem mittlerweile weltweit wichtigsten Automobilmarkt zu stärken.
Damit ist Daimler nach eigenen Angaben das erste ausländische Unternehmen, das sich an einem chinesischen Autobauer beteiligt.

Daimler werde 12 Prozent der Pkw-Sparte der Chinesen übernehmen. Der Vertrag, der noch von den Behörden genehmigt werden muss, sieht vor, dass Daimler zwei Sitze im Verwaltungsgremium von BAIC Motor erhält.

"Nach der technischen Zusammenarbeit mit BAIC Motor und dem Aufbau unserer integrierten Vertriebsgesellschaft, zünden wir nun die nächste Stufe in unserer Zusammenarbeit und bauen unsere gute Beziehung zu BAIC deutlich aus", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Die Investition sei ein klares Zeichen für das große Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

BAIC-Chef Xu Heyi erklärte, die Partnerschaft sei im Interesse beider Seiten vertieft worden und habe nun "eine ganz neue Qualität" erreicht. Daimlers Investition in BAIC werde die Entwicklung des Unternehmens "deutlich voranbringen". Gleichzeitig erhalte die Geschäftsentwicklung von Mercedes-Benz in China weiteren Schwung. BAIC gehört zu den größten Autobauern Chinas und verkaufte 2011 mehr als 1,5 Millionen Wagen.

Für die Schwaben ist die Beteiligung an BAIC in der Tat ein Schritt in die richtige Richtung in China. Das Reich der Mitte war zuletzt so etwas wie die Achillesferse von Daimlers Pkw-Tochter Mercedes-Benz. Die Edelmarke mit dem Stern verlor in China den Anschluss an die Konkurrenten BMW und Audi. Wuchsen die Rivalen im abgelaufenen Jahr in China prozentual jeweils deutlich zweistellig, legten die Mercedes-Benz-Verkäufe gerade einmal um magere 1,5 Prozent zu. Das lag nicht nur an den bislang ineffizienten Vertriebsstrukturen sondern auch daran, dass wichtige Volumenmodelle wie die B-Klasse in dem Land wegen der Einführung einer neuen Generation nicht das ganze Jahr über voll verfügbar waren.

Da die Volksrepublik mittlerweile der größte Automobilmarkt der Welt ist und vor allem für die Premiumhersteller enorm wichtig, verlor Mercedes-Benz auch weltweit gesehen den Anschluss an die Konkurrenten. Die Stuttgarter verkauften global gesehen 1,32 Millionen Autos der Marke Mercedes-Benz - ein Plus von knapp 5 Prozent - während Branchenprimus BMW den Absatz der Kernmarke mit dem blau-weißen Emblem um fast 12 Prozent auf 1,54 Millionen Stück steigerte. Die Verkäufe der VW-Tochter Audi kletterten im etwa gleichen Maße auf rund 1,46 Millionen.

Um der Probleme Herr zu werden, hatte Daimler in den vergangenen Wochen bereits einiges unternommen. Erst Mitte Dezember beriefen die Stuttgarter den ehemaligen Lkw-Manager Hubertus Troska in den Vorstand, der dort fortan die Verantwortung für das immens wichtige Geschäft im Reich der Mitte innehaben wird. Nur wenige Tage später bündelten die Schwaben die Vertriebsaktivitäten für importierte und lokal produzierte Pkw in einem Joint Venture mit BAIC. Zwei separate Gesellschaften hatten hier in der Vergangenheit für Reibungsverluste gesorgt.

Will Mercedes-Benz wie von Daimler-Chef Dieter Zetsche geplant bis 2020 wieder die Nummer Eins der Luxusautobauer sein, müssen die Schwaben in China zweifelsohne Vollgas geben. 2015 peilt Mercedes-Benz einen China-Absatz von 300.000 Pkw an - 2012 waren es gut 196.000, nur weniger als die Hälfte der Verkäufe des Marktführers Audi. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, wollen die Stuttgarter ihr im Wettbewerbsvergleich kleines Händlernetz ebenso deutlich ausbauen wie das Produktportfolio. Alleine bis 2015 sollen rund 20 neue und modellgepflegte Fahrzeuge auf den Markt gebracht werden.

BAIC ist seit geraumer Zeit Partner von Mercedes-Benz. 2006 begannen die Konzerne, in einem Gemeinschaftsunternehmen in China eine Vorgängerversion der E-Klasse zu bauen. Im Frühjahr 2008 startete dann als zweite Baureihe die C-Klasse. Seit Mai 2010 läuft außerdem die aktuelle E-Klasse in einer Langversion vom Band, im Dezember 2011 kam dann der SUV GLK hinzu. Im Spätsommer vergangenen Jahres legten Daimler und BAIC den Grundstein für eine Erweiterung des Werks in Peking, wo ab 2014 zusätzlich Kompaktwagen von Mercedes-Benz gebaut werden sollen.

Kontakt zum Autor: nico.schmidt@dowjones.com

DJG/ncs/bam Dow Jones Newswires - Von Nico Schmidt

Bildquellen: Bloomberg, Frank Gartner / Shutterstock.com
Anzeige

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
16.08.2017Daimler OutperformBernstein Research
09.08.2017Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
09.08.2017Daimler OutperformBernstein Research
07.08.2017Daimler UnderperformJefferies & Company Inc.
04.08.2017Daimler HaltenIndependent Research GmbH
16.08.2017Daimler OutperformBernstein Research
09.08.2017Daimler OutperformBernstein Research
02.08.2017Daimler buyDeutsche Bank AG
02.08.2017Daimler buyequinet AG
31.07.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
09.08.2017Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
04.08.2017Daimler HaltenIndependent Research GmbH
01.08.2017Daimler HoldHSBC
28.07.2017Daimler NeutralGoldman Sachs Group Inc.
28.07.2017Daimler HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
07.08.2017Daimler UnderperformJefferies & Company Inc.
04.07.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
03.07.2017Daimler UnderperformJefferies & Company Inc.
13.06.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.04.2017Daimler UnderperformJefferies & Company Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit Verlust ins Wochenende -- Dow Jones im Minus -- STADA-Übernahme erfolgreich -- Verhandlungen über Zukunft von Air Berlin -- Calpine, Deutsche Bank im Fokus

Darmstädter Merck-Konzern will vor weiteren Großübernahmen Schulden abbauen. Analyst ermittelt den perfekten Einstiegskurs für Bitcoins. Busch bei Pfeiffer Vacuum mit neuem Etappensieg. Venezuelas Bolivar fällt auf Rekordtief. Unsicherheit beim iPhone 8: Wann kommt das neue Apple Smartphone? UniCredit-Aufnahme im EuroStoxx möglich - Airbus hofft auf Stoxx.

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
Bitcoin & Co.: Die wichtigsten Kryptowährungen
Welche Digitalwährung macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Apple Inc.865985
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Coca-Cola Co.850663
Air Berlin plcAB1000
Siemens AG723610
adidas AGA1EWWW
TeslaA1CX3T
Santander S.A. (Banco Santander Central Hispano)858872
Amazon906866