14.01.2013 06:40
Bewerten
 (0)

Zyperns Banken nutzen Notkredite von mehr als 9 Milliarden Euro

Zyperns Zentralbank hilft: Zyperns Banken nutzen Notkredite von mehr als 9 Milliarden Euro | Nachricht | finanzen.net
Zyperns Zentralbank hilft

Während Europas Regierungen mit der Rettung Zyperns und seiner Banken noch zögern, hilft die dortige Notenbank den Finanzhäusern mit Notkrediten in Milliardenhöhe.

Die Summe dieser so genannten "Emergency Liquidity Assistance" (Ela) liegt bei 9,4 Milliarden Euro. Diese für das kleine Land hohe Summe geht aus einer Statistik von Zyperns Zentralbank hervor. Sie vergibt die Notkredite, ist dabei allerdings auf die Duldung der EZB angewiesen, die bei der Ela-Vergabe ein Veto-Recht hat.

   Von SPD und Grünen kommt Kritik an dem massiven Ela-Einsatz, mit dem die zypriotischen Banken über Wasser gehalten werden. "Die EZB springt mal wieder auf intransparente Weise ein", sagte Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick dem Handelsblatt. Und die SPD macht dafür Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) verantwortlich. Beide hätten sich seit dem Hilfsantrag von Zypern vor einem halben Jahr nicht um die Probleme gekümmert.

   "Infolge ihrer Untätigkeit muss nun wieder die EZB über die Ela in Zypern einspringen", sagte SPD-Chefhaushälter Carsten Schneider. "Damit werden aber die Risiken der Bankenfinanzierung auf die Steuerzahler in Europa umverteilt." Formal trägt zwar nur Zyperns Zentralbank das Ausfallrisiko für die Ela-Mittel, die sie gewährt. Doch bei einer Staatspleite könnten die Verluste letztlich doch bei den anderen Euro-Notenbanken landen, fürchten Kritiker.

Dow Jones Newswires

Bildquellen: Paul Cowan / Shutterstock.com, iStock/goralikus
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX startet schwächer -- Asiens Börsen mehrheitlich fester -- Zalando erreicht erstmals Umsatzmilliarde im Quartal -- May kündigt laut britischen Medien harten Brexit an -- Beiersdorf im Fokus

Alstom steigert Umsatz im dritten Geschäftsquartal moderat. Eurokurs legt zu. Deutsch-italienischer Streit um Fiat Chrysler spitzt sich zu. Ölpreise geben etwas nach. Schäuble setzt auf freien Handel mit den USA. Italien wohl in Verhandlungen mit EU-Kommission über Staatsdefizit.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG 710000
Deutsche Bank AG 514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
E.ON SE ENAG99
Commerzbank CBK100
BMW AG 519000
BASF BASF11
Apple Inc. 865985
Allianz 840400
HUGO BOSS AG A1PHFF
Deutsche Telekom AG 555750
Nordex AG A0D655
Bayer BAY001
Siemens AG 723610
Deutsche Lufthansa AG 823212