10.11.2017 14:36
Bewerten
(0)

Allianz steckt Stürme gut weg - Nächster Aktienrückkauf

DRUCKEN

- von Alexander Hübner

München (Reuters) - Die Allianz steckt die Serie von Stürmen und anderen Naturkatastrophen locker weg.

529 Millionen Euro muss der Konzern als einer der weltgrößten Schaden- und Unfallversicherer für die Folgen der Hurrikane in den USA und der Karibik und andere Orkane zahlen, deutlich wenige als viele Konkurrenten. Finanzvorstand Dieter Wemmer musste die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr am Freitag nur "um eine Nuance" zurücknehmen: "Der Spielraum ist etwas kleiner geworden", sagte er. Das operative Ergebnis werde zwischen 10,8 und 11,3 (Vorjahr: 11,1) Milliarden Euro liegen. Zuletzt hatte ihn die Allianz - wie die Analysten auch - nahe bei 11,3 Milliarden verortet.

"Angesichts der massiven Naturkatastrophen, die sich auf unser Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft auswirkten, haben sich die Ergebnisse des dritten Quartals robust gezeigt", zeigte sich Vorstandschef Oliver Bäte zufrieden. Das Geschäft mit Investmentfonds und Lebensversicherungen machte die Einbußen in der Sachversicherung weitgehend wett. Nach neun Monaten hat die Allianz operativ bereits 8,3 Milliarden Euro verdient, gut drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn stieg um fünf Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. "Eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit", fanden auch die Analysten von Bernstein.

Die Kapitaldecke der Allianz ist sogar so dick, dass der Vorstand zum zweiten Mal in diesem Jahr einen milliardenschweren Aktienrückkauf beschlossen hat. Allianz-Papiere für bis zu zwei Milliarden Euro sollen zwischen Januar und Juni 2018 aufgekauft werden, um das überschüssige Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. Dabei ist das erste, drei Milliarden Euro schwere Rückkaufprogramm vom Februar noch nicht einmal abgeschlossen. Die Allianz könne sich das "sehr gut leisten", sagte Wemmer. Die Solvabilitätsquote liegt mit dem Rekordwert von 227 Prozent über dem Zielwert. Mit dem Aktienrückkauf schmilzt die Kapitaldecke nur um sechs Prozentpunkte. Einschließlich Dividenden werde die Allianz damit zwischen 2017 und 2020 wohl mehr als 20 Milliarden an die Aktionäre ausschütten, glaubt Baader-Helvea-Analyst Daniel Bischof.

ZUKÄUFE JA, ABER "NICHT ERZWINGEN"

Für Zukäufe wäre trotzdem genügend Geld da. "Wir haben uns damit in keinster Weise beschnitten in unseren Möglichkeiten für Akquisitionen", sagte Wemmer, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Allianz-Chef Bäte galt eigentlich nicht als Freund regelmäßiger Rückkaufprogramme, er hielt lieber Ausschau nach großen Übernahmen. "Danach zu streben, ist schon sinnvoll, aber nicht, sie zu erzwingen", sagte Wemmer der Nachrichtenagentur Reuters. Man müsse mit dem Kapital diszipliniert umgehen.

Der US-Vermögensverwalter Pimco ist wieder in der Spur. Mit einem Mittelzufluss von mehr als 125 Milliarden Dollar bis Ende Oktober hat die kalifornische Tochter die Einbußen aus dem Jahr 2015 fast wieder aufgeholt, rechnet Wemmer vor. "Das ist ein absolut herausragendes Ergebnis für einen aktiven Asset Manager." Solche Zuflüsse schafften sonst nur passive Fonds, die nicht von einem Fondsmanager gesteuert werden, sondern Indizes abbilden. Wemmers Wermutstropfen waren Währungseffekte, deretwegen das verwaltete Vermögen von Pimco und der europäischen Schwestergesellschaft Allianz Global Investors nur um sieben Milliarden auf 1,41 Billionen Euro stiegen. "Der Dollar hat uns viel von der tollen Pimco-Story gekostet."

Der Finanzchef hofft, dass der Konzern von den angedrohten Preiserhöhungen der Rückversicherer nach der Hurrikan-Serie verschont bleibt. "Das ist das berühmte Pfeifen im Walde", sagte er Reuters. Die Allianz trage in den USA bis zu 200 Millionen Euro pro Schadenereignis selbst und habe die Rückversicherer daher kaum in Anspruch genommen.

Anzeige

Aktuelle Zertifikate von

NameTypWKNHebel
WAVE Unlimited auf AllianzDM4XSM

Nachrichten zu Allianz

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Allianz

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
22.11.2017Allianz buyDeutsche Bank AG
21.11.2017Allianz buyDeutsche Bank AG
20.11.2017Allianz market-performBernstein Research
20.11.2017Allianz Neutralequinet AG
17.11.2017Allianz neutralBernstein Research
22.11.2017Allianz buyDeutsche Bank AG
21.11.2017Allianz buyDeutsche Bank AG
14.11.2017Allianz buyCommerzbank AG
13.11.2017Allianz overweightJP Morgan Chase & Co.
13.11.2017Allianz buyKepler Cheuvreux
20.11.2017Allianz market-performBernstein Research
20.11.2017Allianz Neutralequinet AG
17.11.2017Allianz neutralBernstein Research
16.11.2017Allianz HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
13.11.2017Allianz HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
13.11.2017Allianz UnderweightBarclays Capital
06.11.2017Allianz UnderweightBarclays Capital
25.10.2017Allianz UnderweightBarclays Capital
08.09.2017Allianz UnderweightBarclays Capital
08.08.2017Allianz UnderperformMacquarie Research

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Allianz nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Melden Sie sich jetzt an!

Roboter, Geräte mit künstlicher Intelligenz und automatisierte Maschinen sind bereits Teil unseres Lebens. Wie Anleger mit ETFs in diese Megatrends investieren können, erläutert Patrick Doser von BlackRock im "Webinar for professionals" am 27. November.
Hier zum "Webinar for professionals" anmelden!
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

ifo-Geschäftsklima auf Allzeithoch: DAX geht fester ins Wochenende -- US-Börsen schließen leicht im Plus -- Bitcoinkurs: Experten verdoppeln die Prognose -- thyssenkrupp, Unilever, Bayer im Fokus

Elon Musks Boring Company verdiente 300.000 Dollar mit Cappies. Prognose gekappt: SLM-Aktie unter Druck. Morgan Stanley: Die Tesla-Aktie wird auf über 400 Dollar steigen - dann halbiert sich der Kurs. OSRAM-Konzernchef spricht über LED-Chips.

Top-Rankings

KW 47: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2017
Welches Geschenk liegt am häufigsten unter dem Baum?
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Welche ist die größte Aktienposition?

Umfrage

Sind Sie in Bitcoins investiert?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Deutsche Bank AG514000
AIXTRON SEA0WMPJ
Daimler AG710000
BP plc (British Petrol)850517
BASFBASF11
Sabina Gold & Silver Corp.A0YC9U
Apple Inc.865985
EVOTEC AG566480
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750
GeelyA0CACX
CommerzbankCBK100
Infineon AG623100