13.10.2017 09:55
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APA ots news: FMA-Studie zur prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge im Jahr 2016

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Anhaltender Rückgang bei Zahl der Verträge, verwaltetes

Vermögen steigt aber

Wien (APA-ots) - Das in der "Prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge" (PZV)

verwaltete Vermögen stieg 2016 um +2,9% auf 8,4 Mrd., wobei bei

den Kapitalanlagegesellschaften (KAGs) ein Rückgang der

Vermögenswerte um -35% auf 236 Mio. festzustellen war, während sie

bei den Versicherern um +4,6% auf 8,2 Mrd. zunahmen. Die Zahl der

Verträge der PZV war hingegen das vierte Jahr in Folge rückläufig.

Der Bestand sank um 8,5% auf 1.377.272 Verträge zum Jahresultimo.

Dabei ging der Bestand bei den Versicherungsunternehmen um 6,7%

zurück, bei den KAGs gar um 57%. Auch die abgegrenzten Prämien bzw.

Nettoeinzahlungen gaben im Jahresvergleich um 6,2% auf 914 Mio.

nach. Bei den Versicherungen war das Prämienvolumen um 4,55% auf

896 Mio. rückläufig, bei den KAGs um 50% auf 17,9 Mio. Die starken

Rückgänge bei den Fondsgesellschaften liegen darin begründet, dass

diese seit 2010 kein Neugeschäft mehr schreiben und die bestehenden

Verträge bei einer Laufzeit von ausschließlich zehn Jahren nun

großteils auslaufen. Aber auch bei den Versicherungsunternehmen ging

2016 die Anzahl der Neuverträge um 19% auf 18.474 Stück zurück, wobei

die drei größten aktiven Anbieter 75% des Marktes auf sich vereinten.

Der Veranlagungserfolg (vor Kosten) betrug 2016 +5,9%

(Versicherungsverträge +5,81%, Verträge von

Kapitalanlagegesellschaften -0,17%).

Verbesserte Transparenz der Produkte

"Um mehr Transparenz in die sehr unterschiedliche Kostenstruktur

der einzelnen Anbieter zu bringen, haben wir als

Finanzmarktaufsichtsbehörde hier die Informationspflichten Anfang

2016 verschärft", so der Vorstand der FMA, Helmut Ettl und Klaus

Kumpfmüller: "Ein Vergleich der nun erforderlichen Angaben zeigt,

dass die verrechneten Kosten im vorherrschenden Niedrigzinsumfeld die

Gesamtverzinsung beträchtlich reduziert." Im extremsten Fall betrage

diese Minderung gar 46%, wodurch dem Kunden von einer

Gesamtverzinsung von +2,5% effektiv nur +1,35% weitergegeben wurden.

Der FMA-Vorstand empfiehlt daher den Verbrauchern, insbesondere auch

angesichts der langen Laufzeiten der PZV-Verträge, die Informationen,

die ihnen zur Verfügung zu stellen sind, sehr genau zu analysieren.

Denn 70,1% der Verträge haben eine Laufzeit von länger als 25 Jahren,

mehr als ein Viertel (25,9%) sogar von länger als 45 Jahren.

Da der Gesetzgeber bei der Prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge

eine Garantie auf das Nominal eingezahlte Kapital vorschreibt,

verwenden die Anbieter unterschiedliche Modelle, um diese Garantie

entsprechend sicherzustellen: 31% (gemessen am Gesamtgarantiebetrag)

verwenden ein internes Garantiemodell, 29% eine externe

Rückversicherung, 19% decken sie durch Derivate ab und 21% entfallen

auf Mischformen. Die Zahl der Verträge, bei denen die

ertragswirksame Aktienquote unter 1% reduziert wurde, um zumindest

das eingezahlte Kapital garantiert wieder auszahlen zu können, lag

Ende 2016 bei 26.952 oder 2% aller aufrechten Verträge. Das Problem

dieser sogenannten "ausgestoppten Verträge" betrifft insbesondere die

KAGs, bei denen der Anteil 16,7% beträgt, während es bei

Versicherungsunternehmen nur 1,7% der Verträge trifft.

Staatliche Förderung

Die staatliche Förderung betrug in den vergangenen vier Jahren

4,25% der eingezahlten Prämie. 2010 betrug sie noch 9%, 2011 8,5%.

Die höchstmögliche prämienbegünstigte Einzahlung ist von 2.561,22

(2015) auf 2.676,89 gestiegen. Die höchstmögliche staatliche

Prämie für 2016 liegt mit 113,77 erneut über dem Vorjahreswert (

108,85), aber deutlich unter dem Höchstwert 2009 von 210,35.

Die gesamte Studie finden Sie auf der Website der FMA unter dem

Link

[https://www.fma.gv.at/studie-praemienbeguenstigte-zukunftsvorsorge/]

(https://www.fma.gv.at/publikationen/studie-praemienbeguenstigte-zuku

nftsvorsorge/)

Rückfragehinweis:

Finanzmarktaufsicht

Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)

+43/(0)1/24959-6006 oder +43/(0)676/882 49 516

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/694/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0051 2017-10-13/09:51

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