17.07.2017 22:53
Bewerten
(0)

Börsen-Zeitung: Polster für Peking, Kommentar zu Chinas Konjunktur von Norbert Hellmann

DRUCKEN
Frankfurt (ots) - Chinas Konjunkturbelebung scheint doch nicht nur ein Strohfeuer zu sein. Das zweite Quartal in Folge wächst die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft um 6,9% und damit in einem Tempo, das man ihr kaum zuzutrauen gewagt hätte. Im Herbst sah man das Wachstum nach jahrelangem Abkühlungstrend neu aufflackern. Allerdings war zu befürchten, dass vor allem hitzige Rohstoff- und Immobilienmärkte und damit wenig nachhaltige Faktoren den Takt angeben. Mittlerweile zeichnet sich ein etwas robusteres Bild ab.

Auch abseits eines Rohstoffbooms hat Chinas verarbeitendes Gewerbe einen Zahn zulegen können, während Dienstleistungskonjunktur und Konsum auf ansprechenden Touren laufen. Der in den Vorjahren eher Kummer machende Außenhandel profitiert von einer soliden globalen Nachfrage, während die Zeitbombe eines handelspolitischen Megakonflikts mit den USA entschärft werden konnte.

Chinas Wachstumsziel für 2017 ist anders als in den vergangenen Jahren keine Zitterpartie. Nach einem Plus von 6,9% in den ersten sechs Monaten gibt es jede Menge Spielraum, die Jahreszielmarke von 6,5% zu erreichen. Da es zudem gelungen ist, den Abwertungstrend des chinesischen Yuan zu stoppen und einem bedrohlich wirkenden Kapitalabfluss einen Riegel vorzuschieben, zählt China in der Wahrnehmung an den internationalen Finanzmärkten zunächst einmal nicht mehr zu den Angstfaktoren.

In China selber haben die Märkte gar keine Gelegenheit bekommen, die guten Wachstumsdaten zu goutieren. Dort zeigen sich die Anleger von den Weichenstellungen einer großen Regierungskonferenz zum Finanzsektor alarmiert. Pekings Wirtschaftslenker sehen die flotte Wachstumsvorgabe der ersten Jahreshälfte weniger als Ruhekissen denn als Polster an, das eine verschärfte Gangart bei der Bekämpfung von Finanzstabilitäts- und Verschuldungsrisiken erlaubt. Die sogenannte Deleveraging-Kampagne wird zu einer Dämpfung der Finanzierungsaktivität führen, die mittelbar auch bremsend auf Chinas Wirtschaftswachstum in der zweiten Jahreshälfte und im kommenden Jahr wirken dürfte.

Wenn es dabei vor allem Blasen werfende Sektoren und Finanzaktivitäten erwischt, wäre die Rückkehr zu einer leichten Abkühlungstendenz fast so etwas wie eine gute Nachricht. Zumindest ist jetzt eine gute Grundlage geschaffen worden, um Chinas mannigfaltige Finanzsektorprobleme anzugehen, ohne internationale Panik zum China-Wachstum zu schüren.

OTS: Börsen-Zeitung newsroom: http://www.presseportal.de/nr/30377 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2

Pressekontakt: Börsen-Zeitung Redaktion

Telefon: 069--2732-0 www.boersen-zeitung.de

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt kaum bewegt -- Dow Jones endet leichter -- Rekordverlust für GroKo-Parteien -- Wem gehören eigentlich die meisten Bitcoins? -- ifo-Geschäftsklima, Tesla, E.ON, RWE im Fokus

thyssenkrupp besorgt sich über 1 Milliarde Euro am Kapitalmarkt. Müder Verkaufsstart für iPhone 8? Tim Cook widerspricht. Lufthansa steigen auf höchsten Stand seit mehr als 16 Jahren. Voltabox will bei Börsengang 150 Millionen Euro erlösen. Unilever kauft südkoreanischen Kosmetikhersteller.

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Banken wurden für die Finanzkrise am härtesten bestraft
Welche Bank zahlte am meisten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Angela Merkel kann zwar voraussichtlich vier weitere Jahre regieren - aber nur mit dem größten Verlust in der Geschichte ihrer Union. Hätten Sie sich einen neuen Kanzler gewünscht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Nordex AGA0D655
CommerzbankCBK100
Bitcoin Group SEA1TNV9
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
Lufthansa AG823212
BASFBASF11
RWE AG St.703712