26.02.2013 07:34
Bewerten
 (0)

dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Deutliche Verluste erwartet

    FRANKFURT (dpa-AFX) ------------------------------------------------------------------------------- Aktien -------------------------------------------------------------------------------

DEUTSCHLAND: - DEUTLICHE VERLUSTE ERWARTET - Anhaltende Ernüchterung über den Wahlausgang in Italien wird den Dax (DAX) am Dienstag wohl zunächst auf Talfahrt schicken. Finspreads taxierte den deutschen Leitindex am Morgen 1,66 Prozent tiefer bei 7.644 Punkten. Tags zuvor war der Index bis zur Schließung der Wahllokale zunächst auf 7.860 Punkte hochgeschossen, mit den ersten Hochrechnungen bis zum Handelsende jedoch wieder um 87 Punkte abgerutscht. "Berlusconi hat wohl das politische Comeback des Jahrhunderts geschafft - oder kann zumindest eine Hängepartie erzwingen", sagte Händler Jordan Hiscott von Gekko Markets. Beides sei Gift für die Aktienmärkte, die entsprechend in ganz Europa tief im Minus erwartet werden. Fehlende klare Mehrheiten würden mit sinkenden Wahlbeteiligungen immer häufiger. Für Hiscott auch ein Ausdruck, dass den großen Parteien effektive Maßnahmen zur Krisenbewältigung kaum noch zugetraut werden. Aktuell sieht es danach aus, als ob das reformfreundliche Mitte-Links-Bündnis von Pier Luigi Bersani zwar im Abgeordnetenhaus gewonnen hat, im Senat jedoch auf Partner angewiesen sein wird. Die Vorgaben sind entsprechend schwach: Der Future auf den Dow Jones Industrial (Dow Jones) verlor seit Xetra-Schluss 1,38 Prozent, Asien tendiert schwach und der Euro liegt deutlich unter 1,31 US-Dollar.

USA: - SCHWACH - Die Wall Street hat sich am Montag im italienischen Wahlwirrwarr verheddert: Der Dow Jones Industrial (Dow Jones) verlor in der letzten Handelsstunde seine zuvor mühsam verteidigte Gelassenheit völlig und erlitt den größten Tagesverlust seit dem 7. November 2012. Immer wieder neue Hochrechnungen, die mal die eine und mal die andere Gruppe auf der Siegerstraße sahen, verunsicherten die Anleger schließlich völlig. Auch beim Ertönen der Schlussglocke an der New Yorker Börse war nicht klar, wie die zukünftige italienische Regierung aussehen wird oder ob es gar zu Neuwahlen kommt.

JAPAN: - VERLUSTE - An den Börsen Asiens reagierten die Akteure am Dienstag wenig begeistert auf die Ergebnisse der italienischen Parlamentswahlen. Die Kurse gaben durch die Bank nach. Das vom Innenministerium veröffentlichte Ergebnis habe die Sorgen vor erneuten Unruhen an den Märkten deutlich erhöht.

^ DAX                  7.773,19            +1,45%               XDAX                7.637,46            -0,80%               Eurostoxx 50    2.651,86            +0,83%               Stoxx50            2.634,88            +0,07%              

DJIA                 13.784,17           -1,55%               S&P 500            1.487,85            -1,83%               Nasdaq 100      2.700,97            -1,33%              

Nikkei               11.398,81           -2,26% °

------------------------------------------------------------------------------- ANLEIHEN / Devisen / Rohöl -------------------------------------------------------------------------------

RENTEN: - FESTER ERWARTET - Die drohende politische Blockade Italien dürfte die Finanzmärkte am Dienstag weiter in Atem halten und sichere Anlagen stützen. Die bisherigen Ergebnisse der Parlamentswahlen zeigen keine klaren Mehrheiten, so dass der drittgrößten Euro-Volkswirtschaft eine Pattsituation und eventuelle Neuwahlen drohen. Zudem will Italien im Handelsverlauf noch mehr als acht Milliarden Euro am Geldmarkt einsammeln. Die als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen dürften in diesem Umfeld gefragt bleiben, der richtungsweisende Bund-Future mit Kursaufschlägen eröffnen.

^ Bund-Future         144,47              0,61%                T-Note-Future       132,77              0,05%                T-Bond-Future       145,94              0,13%     °

DEVISEN: - EURO RUTSCHT KURZZEITIG WEITER AB - Der Wahlausgang in Italien hat den Euro (Dollarkurs) am Dienstag im asiatischen Handel zeitweise auf 1,3039 US-Dollar und damit den tiefsten stand seit Ende Januar gedrückt. Zuletzt stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3065 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,3304 (Freitag: 1,3186) Dollar festgesetzt. Der Yen gab gegenüber dem Dollar ebenfalls deutlich nach. Am Vortag noch war er auf den höchsten stand seit Ende Januar gestiegen.

^ (Alle Kurse 7:15 Uhr) Euro/USD           1,3062              -0,03%               USD/Yen             91,95               +0,01%               Euro/Yen            120,11              -0,02% °

ROHÖL - PREISE IM MINUS - Die Ölpreise haben am Dienstag Verluste im frühen Handel verzeichnet. Die Finanzmärkte stehen mangels wichtiger Konjunkturdaten weiter im Bann der Parlamentswahlen in Italien. In der drittgrößten Euro-Volkswirtschaft, die als wichtiger Dominostein in Sachen Euro-Rettung gilt, droht nach bisherigen Ergebnissen eine politische Blockade. Die Risikofreude erhielt einen herben Dämpfer, was auch die Ölpreise belastet haben dürfte.

Brent 113,50 -0,94 USD (7:15 Uhr)

-------------------------------------------------------------------------------

/rum

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Vier Aktien für den langfristigen Vermögensaufbau:
In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden vier Aktien vorgestellt, die sich aus Sicht der Redaktion für den langfristigen Vermögensaufbau eignen. Sicherheit allein war nicht das entscheidende Kriterium. Es ging auch darum, Aktien von Unternehmen auszuwählen, die aufgrund ihrer Wettbewerbsstellung aussichtsreich erscheinen und die dennoch große Wachstumschancen bieten.

Heute im Fokus

DAX schließt in der Gewinnzone -- Dow im Minus -- Infineon erwartet weiteres Wachstum in Asien -- Allianz denkt über Aktienrückkauf nach -- Brent-Rohöl über 50 Dollar

Philips streicht mit Börsengang der Lichtsparte 750 Millionen Euro ein. Spaniens Wirtschaftsminister erwartet keine EU-Strafen wegen Defizit. VW erwägt milliardenschweren Bau einer eigenen Batteriefabrik. Netflix plant Serie über 'El Chapo' - Anwalt droht mit Klage. Auch Porsche will Digitalgeschäft ausbauen. Zweitgrößtes US-IPO erfolgreich. Finanzermittler durchsuchen McDonald's. Ölpreise fallen. Heidelcement darf Italcementi unter Auflagen übernehmen. BMW-Chef will Vorstand umbauen.
In welcher Metropolregion leben am meisten Menschen?
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experte
Volatilität in Schwellenländern

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Unternehmen sind fantastisch erfolgreich
IT-Gründer ohne Technik-Know-How
Welcher amerikanische Investor ist am vermögendsten?
Wer hatte das größte Emissionsvolumen?
Diese Top 20 haben zur Verbessung der Welt beigetragen
mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Merkel hält trotz aller Kritik am umstrittenen Flüchtlingspakt mit der Türkei fest. Wie bewerten Sie dessen Chancen?