FRANKFURT (dpa-AFX) ------------------------------------------------------------------------------- LEICHTE GEWINNMITNAHMEN ERWARTET -------------------------------------------------------------------------------
DEUTSCHLAND: - LEICHTE GEWINNMITNAHMEN ERWARTET - Nach fünf Gewinntagen in Serie zeichnen sich im Dax (DAX) am Freitag leichte Gewinnmitnahmen ab. Finspreads taxierte den deutschen Leitindex 0,18 Prozent tiefer bei 6.746 Punkten, nachdem er alleine im jüngsten Aufschwung um gut 5 Prozent angesprungen war. Auch die Vorgaben sprechen für einen kleinen Rücksetzer: So büßte der Future auf den US-Leitindex Dow Jones seit dem Xetra-Schluss 0,24 Prozent ein und auch in Asien überwogen schwächere Kurse. Ohne größere Impulse zeichne sich eine Konsolidierung der jüngsten Gewinne ab, sagte ein Börsianer. Der Tageskalender spricht ebenfalls für einen ruhigen Wochenabschluss.
USA: - MODERATE GEWINNE - Gestützt von guten Quartalszahlen unter anderem von IBM und Ebay haben die US-Börsen am Donnerstag den dritten Tag in Folge mit Gewinnen geschlossen. Einen Dämpfer hatte der Handel zunächst durch schlechte US-Konjunkturdaten und Frühindikatoren erhalten. Die anhaltende Hoffnung auf ein baldiges Agieren der US-Notenbank Fed stützte den Markt jedoch, sodass der Dow Jones Industrial (Dow Jones) mit einem moderaten Kursplus schloss. So hatte sich das von der Notenbank in Philadelphia ermittelte Geschäftsklima weniger stark aufgehellt als erwartet. Auch die Verkäufe bestehender Häuser waren im Juni stärker als erwartet gesunken. Hinzu kamen negative Nachrichten vom Arbeitsmarkt: Dort waren die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe stärker als gedacht gestiegen. Inzwischen sieht der Markt in schlechten Konjunkturdaten aber auch etwas Positives. Denn diese könnten die Wahrscheinlichkeit eines Eingreifens der US-Notenbank erhöhen, lautet das Kalkül vieler Investoren. Auf Unternehmensseite führten nach Quartalszahlen die Titel des Computerriesen IBM den Dow Jones mit einem Plus von knapp vier Prozent an. Ebay (eBay) legten nach der Vorlage der Quartalsbilanz um über achteinhalb Prozent zu.
JAPAN: - VERLUSTE - Die Börse in Tokio hat sich zum Wochenschluss schwach präsentiert. Marktteilnehmer machten sich Sorgen, die europäische Schuldenkrise könnte das weltweite Wirtschaftswachstum belasten, hieß es. Asienweit gaben die Märkte ebenfalls nach.
^ DAX 6.758,39 +1,11% XDAX 6.755,31 +1,05% Eurostoxx 50 2.302,45 +0,78% Stoxx50 2.483,10 +0,85%
DJIA 12.943,36 +0,27% S&P 500 1.376,51 +0,27% Nasdaq 100 2.655,81 +1,14%
Nikkei 8.689,05 -1,21% °
------------------------------------------------------------------------------- ANLEIHEN /
Devisen /
Rohöl -------------------------------------------------------------------------------
RENTEN: - ENTSCHEIDUNG ÜBER SPANIEN-HILFE - Am deutschen Anleihemarkt bleiben fundamentale Impulse zum Wochenausklang Mangelware. In Abwesenheit entscheidender Konjunkturdaten werden die Euro-Finanzminister per Telefonkonferenz über die Finanzhilfe für den spanischen Bankensektor entscheiden. Aller Voraussicht nach werden die Hilfen freigegeben. Am Primärmarkt bleibt es ruhig, Anleiheversteigerungen stehen nicht an. Zu Handelsbeginn könnten die überwiegend schwachen asiatischen Aktienmärkte für Unterstützung am Rentenmarkt sorgen.
^ Bund-Future 145,09 -0,11% T-Note-Future 134,06 -0,07% T-Bond-Future 148,59 -0,20% °
DEVISEN: - SCHWÄCHER - Der Euro hat zum Wochenschluss im asiatischen Handel etwas nachgegeben. Zuletzt stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2259 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,2287 (Mittwoch: 1,2234) Dollar festgesetzt.
^ (Alle Kurse 7:15 Uhr) Euro/USD 1,2258 -0,12% USD/Yen 78,61 +0,00% Euro/Yen 96,34 -0,14% °
ROHÖL - PREISE LEICHT IM MINUS - Die Ölpreise haben am Freitag leicht nachgegeben. Händler nannten insbesondere die überwiegend schwachen asiatischen Aktienmärkte als Grund. Mit den jüngsten Verlusten geben die Ölpreise einen kleinen Teil ihrer starken Gewinne der vergangenen Handelstage ab. Seit Mitte vergangener Woche haben sie um rund neun Dollar zugelegt. Ausschlaggebend war die bessere Stimmung an den Aktienmärkten. Zuletzt haben jedoch amerikanische Konjunkturdaten für leichte Ernüchterung gesorgt. Am Donnerstag hatten Zahlen vom US-Wohnungsmarkt, wichtige Frühindikatoren und Daten vom Arbeitsmarkt enttäuscht.
Brent 107,34 -0,46 USD (7:15 Uhr)
-------------------------------------------------------------------------------
/rum