FRANKFURT (dpa-AFX) - -------------------------------------------------------------------------------
Aktien -------------------------------------------------------------------------------
DEUTSCHLAND: - SCHWACH - Belastet von sehr negativen US-Vorgaben wird der Dax (DAX) am Freitag deutlich tiefer erwartet. Finspreads taxierte den Leitindex am Morgen 1,16 Prozent schwächer bei 7.107 Punkten. Auf Wochensicht wäre der Leitindex damit bereits um knapp 3 Prozent abgerutscht. Hauptbelastungsfaktor bleibt einem Börsianer zufolge der Schuldenstreit in den USA, für dessen bis zum 2.August notwendige Lösung langsam die Zeit davonrennt. Brad Pleimann, Leiter Aktienhandel von Piper Jaffray, sagte: "Jeder glaubt oder hofft zumindest, dass es zu einer Einigung kommt. Doch je näher der Termin rückt, zu dem den USA das Geld auszugehen droht, desto mehr entledigen sich die Händler der Risiken." Der Dow Jones Industrial (Dow Jones) hatte am Vorabend entsprechend den fünften Tag in Serie im Minus geschlossen. Der Future auf den US-Leitindex verlor 1,62 Prozent seit dem Xetra-Schluss vom Donnerstag und gibt damit einen schwachen Trend vor. Ansonsten stehen im Dax die Zahlen von Linde und HeidelbergCement im Fokus, bevor kurz vor Wochenschluss noch wichtige US-Konjunkturdaten den Ausgang mitbestimmen dürften. Moody's gab zudem am Morgen bekannt, die Kreditwürdigkeit Spaniens mit dem Blick auf eine mögliche Abstufung zu überprüfen.
USA: - UNEINHEITLICH - Die US-Börsen haben am Vorabend uneinheitlich geschlossen und damit der zunehmenden Nervosität der Anleger Rechnung getragen. Nach einem freundlichen Verlauf gaben die Standardwerte-Indizes bis zum Handelsschluss ihre Gewinne vollständig ab und drehten in die Verlustzone. Der Dow Jones Industrial (Dow Jones) sank den fünften Tag in Folge. Der Streit um die Schuldenobergrenze ist weiterhin ungelöst. Die US-Finanzelite forderte in einem Brandbrief die Politiker in Washington zu einer raschen Einigung auf. In drastischen Worten warnten sie vor den Konsequenzen, sollten die USA keine neuen Schulden mehr aufnehmen dürfen und damit zahlungsunfähig werden.
JAPAN: - SCHWÄCHER - Der schwäche der Wall Street im späten Geschäft wegen des anhaltenden Stillstands im US-Schuldenstreit hat die japanische Börse vor dem Wochenende weiter belastet. Der Nikkei-225-Index (Nikkei 225) stand am Morgen mit etwas mehr als einem halben Prozent im Minus. Bei den Einzelwerten standen Nintendo mit einem Kurseinbruch nach Zahlen im Blick.
^ DAX 7.190,06 -0,86% XDAX 7.129,35 -0,81% Eurostoxx 50 2.692,76 -0,04% Stoxx50 2.530,84 +0,29%
DJIA 12.240,11 -0,51% S&P 500 1.300,67 -0,32% Nasdaq 100 2.371,77 +0,19%
Nikkei 9.844,43 -0,57%°
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RENTEN: - FESTER - Am deutschen Rentenmarkt rechnen Experten am Freitag vor dem Hintergrund des nach wie vor ungelösten Schuldenstreits in den USA erneut mit Kursgewinnen. "Der Streit um die Erhöhung der Schuldengrenze und einen langfristigen Haushaltskonsolidierungsprozess findet kein Ende", hieß es im Morgenkommentar der HSH Nordbank. Wenige Tage vor der drohenden Staatspleite sei eine Einigung immer noch nicht in Sicht, zumal sich selbst die Republikaner nicht auf eine innerparteiliche Richtung einigen können. Den richtungsweisenden Euro-Bund-Future sieht die Landesbank zwischen 1129,20 und 131,00 Punkten.
^ Bund-Future 129,58 0,25% T-Note-Future 125,25 -0,07% T-Bond-Future 126,97 -0,20%°
DEVISEN: - STABIL - Der Kurs des Euro (
Dollarkurs) ist am Donnerstag im New Yorker Handel um die Marke von 1,43 US-Dollar gependelt und hat sich auch am Morgen in Asien auf diesem Niveau bewegt. Händler verwiesen auf die Kommentare von Moody's zu Spanien, die im Verlauf den Euro weiter bewegen könnten. Auch die Schuldenkrise in den USA bleibe im Fokus, die Händler werden sich vor dem Wochenende positionieren.
^ (Alle Kurse 7:15 Uhr) Euro/USD 1,4329 +0,03% USD/Yen 77,54 -0,25% Euro/Yen 111,11 -0,16%°
ROHÖL: - LEICHTER - Die Ölpreise haben sich am Freitag vor dem Hintergrund des Schuldenstreits in den USA uneinheitlich gezeigt. Händler sprechen von einer zunehmend nervösen Stimmung bei den Anlegern. "Alle Augen richten sich auf die Schuldenkrise in den USA", sagte ein Rohstoffexperte. Vier Tage vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt scheint eine Einigung im Schuldenstreit immer unwahrscheinlicher. In der Nacht zum Freitag mussten die Republikaner eine Abstimmung über eine Erhöhung des Schuldenlimits im Abgeordnetenhaus vertagen. Vor dem Hintergrund der drohenden Staatspleite in den USA sei die Lage an den Rohstoffmärkten allerdings noch erstaunlich ruhig, hieß es von Händlern. Sollte aber auch am Wochenende keine Einigung im Streit um eine höhere Schuldengrenze erreicht werden, sei in den kommenden Handelstagen mit Kursturbulenzen an den Finanzmärkten zu rechnen.
WTI (NYMEX) 97,06 -0,38 USD (7:15 Uhr)
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