30.05.2013 17:22
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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 30.05.2013 - 17.00 Uhr

    USA: Wirtschaft wächst etwas schwächer als erwartet

    WASHINGTON  - Die Wirtschaft der USA ist im ersten Quartal etwas schwächer gewachsen als zunächst ermittelt. Von Januar bis März habe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt um annualisiert 2,4 Prozent zugelegt, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung war noch ein Wachstum von 2,5 Prozent ermittelt worden. Volkswirte hatten mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet.

USA: Überraschend viele Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

    WASHINGTON  - In den USA hat es in der vergangenen Woche überraschend viele Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegeben. Im Vergleich zur Vorwoche seien sie um 10.000 auf 354.000 Anträge gestiegen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Zuvor hatte die Regierung für die Vorwoche 340.000 Anträge gemeldet.  Bankvolkswirte hatten im Schnitt ebenfalls mit 340.000 Anträge gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt stieg die Zahl um 6.750 auf 347.250 Anträge.

USA: Schwebende Hausverkäufe steigen zum Vormonat schwächer als erwartet

    WASHINGTON  - In den USA ist die Zahl der noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe unerwartet schwach zum Vormonat gestiegen. Im April habe es einen Zuwachs um 0,3 Prozent gegeben, teilte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten wie im Vormonat mit einem Plus von 1,5 Prozent gerechnet.

Eurozone: BCI-Geschäftsklima hellt sich überraschend stark auf

    BRÜSSEL  - Das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich im Mai überraschend stark aufgehellt. Der Business Climate Indicator (BCI) sei von revidiert minus 1,04 Punkten (zuvor minus 0,93) im Vormonat auf minus 0,76 Zähler gestiegen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Volkswirte hatten lediglich einen Zuwachs auf minus 0,85 Punkte erwartet. Es war die erste Aufhellung des Geschäftsklimas nach zwei Rückschlägen in Folge. Der Indikator signalisiert aber weiterhin einen Produktionsrückgang in der Eurozone.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung steigt im Mai wie erwartet

    BRÜSSEL  - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Mai wie erwartet aufgehellt. Der Economic Sentiment Index (ESI) sei um 0,8 Punkte auf 89,4 Punkte gestiegen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Dieser Anstieg war von Volkswirten erwartet worden. Der Rückgang im April, als der Indikator um 1,5 Prozent gefallen war, wurde damit aber nur gut zur Hälfte wettgemacht.

Spanien: Wirtschaft schrumpft zum siebten Mal in Folge

    MADRID  - Die spanische Wirtschaft ist im ersten Quartal zum siebten Mal in Folge geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im Zeitraum Januar bis März um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurückgegangen, teilte das nationale Statistik-Institut INE am Donnerstag in Madrid laut einer zweiten Erhebung mit. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Im Schlussquartal 2012 war das BIP mit 0,8 Prozent noch stärker zurückgegangen.

Spanien: Inflation legt überraschend stark zu

    MADRID  - In Spanien ist die Inflation im Mai wieder gestiegen. Die für europäische Zwecke harmonisierte Teuerungsrate (HVPI) habe von 1,5 Prozent im Vormonat auf 1,8 Prozent zugelegt, teilte das nationale Statistik-Institut INE am Donnerstag nach einer ersten Schätzung in Madrid mit. Volkswirte hatten nur einen Anstieg auf 1,7 Prozent erwartet. Im April war die Inflation noch auf den niedrigsten Wert seit mehr als drei Jahren zurückgefallen.

Schweizer Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs

    ZÜRICH  - Die Schweizer Wirtschaft bleibt klar auf Wachstumskurs. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorquartal (saisonbereinigt) um 0,6 Prozent zu, gegenüber dem Vorjahresquartal erhöhte es sich um 1,1 Prozent, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit. Die Werte des Vorquartals wurden teilweise revidiert. Neu lautet die Zahl für das BIB-Wachstum im vierten Quartal 2012 auf +0,3 Prozent nach zuvor +0,2 Prozent, der Vorjahreswert bleibt allerdings bei +1,4 Prozent unverändert.

Eurozone verliert an Konkurrenzfähigkeit - USA Spitzenreiter

    LAUSANNE/WASHINGTON  - Die USA haben ihre Vormachtstellung in der Wirtschaft als wettbewerbsfähigstes Land der Erde zurückerobert. Deutschland behauptet sich gut im globalen Konkurrenzkampf und kann in dem am Donnerstag zum 25. Mal veröffentlichten Jahresranking des angesehenen Schweizer Wirtschaftsinstituts IMD seinen neunten Rang verteidigen. Aber die Bundesrepublik ist die rühmliche Ausnahme in der Eurozone. Die Studie könnte der Debatte über die EU-Sparpolitik neuen Auftrieb geben.

EIB gibt 100 Millionen Euro für zyprische Wirtschaft

    ATHEN  - Die Europäische Investitionsbank (EIB) will Zypern mit 100 Millionen Euro unter die Arme greifen. Es geht um Garantiefonds, mit denen kleineren und mittleren Unternehmen geholfen werden soll. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Donnerstag in der Hauptstadt Nikosia zwischen dem Chef der Bank, dem Deutschen Werner Hoyer, und Vertretern der Regierung Zyperns unterzeichnet. Wie der staatliche Rundfunk weiter berichtete, ist die EIB bereit, den Zyprern bei ihren Plänen zu beraten, eine Flüssigerdgasanlage zu bauen. Von einer Beiteiligung der Investitionsbank war jedoch nicht die Rede. Vor der Küste Zyperns waren vergangenes Jahr reiche Erdgasvorkommen entdeckt worden. Mit Einnahmen daraus wird auf Zypern jedoch nicht vor 2018 gerechnet.

Italien muss wieder mehr Zinsen für Staatsanleihen bieten

    ROM/FRANKFURT  - Das angeschlagene Euroland Italien muss Anlegern etwas mehr Zinsen für Staatsanleihen bieten. Bei einer Auktion von Papieren mit Laufzeiten von fünf und zehn Jahren fiel der Hammer am Donnerstag zu jeweils höheren Zinssätzen als bei einer vergleichbaren Versteigerung Ende April. Insgesamt spülte das Geschäft nach Angaben der nationalen Schuldenagentur 5,75 Milliarden Euro in die Staatskasse. Die Regierung in Rom hat damit das zuvor anvisierte Ziel erreicht.

/rob/jkr

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