05.08.2012 20:38
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dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

    Trotz guter Zahlen: VW-Personalvorstand warnt vor Schwächen

 

    WOLFSBURG/DÜSSELDORF - Trotz des Expansionskurses und derzeit glänzender Geschäfte hat der VW-Personalvorstand vor einem steinigen Weg an die Spitze der weltgrößten Autobauer gewarnt. "Wir dürfen nicht glauben, es geschafft zu haben, VW sei jetzt reich und unschlagbar", sagte Horst Neumann dem "Handelsblatt" (Montag). Bis 2018 will der Wolfsburger Konzern die weltweite Nummer eins werden.

 

Bayer könnte bei eintreffender Prognose Dividende erhöhen

 

    LEVERKUSEN - Falls das Geschäft weiter brummt, sieht der Chemie- und Pharmariese Bayer nach den kräftigen Zuwächsen im ersten Halbjahr 2012 Spielraum für eine Dividendenerhöhung. Einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" bestätigte ein Unternehmenssprecher am Samstag der dpa. "Wir haben zuletzt eine Dividende von 1,65 Euro je Aktie gezahlt. Wenn das bereinigte Ergebnis wie geplant um zehn Prozent steigt, haben wir noch Spielraum nach oben", sagte Bayer-Finanzvorstand Werner Baumann der Zeitung. Das Leverkusener Unternehmen hatte seine Umsatzprognose für das gesamte Geschäftsjahr zuvor auf 39 bis 40 Milliarden Euro erhöht.

 

Gewerkschaft: Abstimmung über Streik bei Lufthansa erfolgreich

 

    FRANKFURT/MAIN - Die Urabstimmung über einen möglichen Streik des Kabinenpersonals bei der Lufthansa (Deutsche Lufthansa) verläuft für die Gewerkschaft UFO erfolgreich. Die notwendige Beteiligung von 70 Prozent aller streikberechtigten Beschäftigten sei bereits vier Tage vor Abschluss erreicht, sagte der Vorsitzende der Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), Nicoley Baublies, der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt. Nach den Statuten der Gewerkschaft wird damit das Ergebnis der noch bis Dienstagnacht laufenden Abstimmung gültig sein.

 

'Wiwo': SAP-Finanzchef will bei Reisen sparen

 

    WALLDORF - Um die selbstgesteckten Gewinnziele zu erreichen will der Software-Riese SAP sparen - und die Mitarbeiter sollen ihren Beitrag dazu leisten. "Anstatt zu reisen, sollte jeder nach Möglichkeit unsere Videokonferenz-Technik und Telepresence nutzen", sagte Finanzchef Werner Brandt in einem im Intranet des Unternehmens veröffentlichten Interview, aus dem die "WirtschaftsWoche" zitierte. In der ersten Hälfte 2012 habe Europas größter Softwarehersteller ein währungsbereinigtes Betriebsergebnis von rund 1,9 Milliarden Euro erzielt. "Das sind lediglich 95 Prozent dessen, was wir in diesem Zeitraum erzielen wollten", sagte Brandt. Nun stelle SAP alle Kosten auf den Prüfstand. "Wir müssen in der zweiten Jahreshälfte die Ausgaben deutlich reduzieren, um unser internes Ziel zu erreichen."

 

Munich Re will Milliarden in erneuerbare Energien investieren

 

    MÜNCHEN - Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) plant Milliardeninvestitionen in erneuerbare Energien. "Wir wollen das in den nächsten drei bis fünf Jahren bis auf 2,5 Milliarden Euro ausweiten", sagte Vorstand Thomas Blunck der "Wirtschaftswoche". "Darüber hinaus wollen wir zusätzlich rund 1,5 Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte investieren." Der Konzern sei bereits am Netzbetreiber Amprion beteiligt und ziehe in Betracht, auf diesem Feld in Zukunft mehr zu investieren.

 

United Internet muss Millionen auf Internetwerbegeschäft abschreiben

 

    MONTABAUR - Der Internetdienstleister United Internet (1&1, GMX, Web.de) muss wegen der Probleme bei der Internetwerbe-Tochter Sedo eine Belastung in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe verkraften. Wie das im TecDax (TecDAX) notierte Unternehmen am Samstag mitteilte, schrieb seine 79,45-prozentige Beteiligung 60,3 Millionen Euro auf Firmenwerte ab. Grund sei, dass zu hohe Erwartungen an das Sedo-Geschäft mit Werbung auf ungenutzten Internetseiten gelegt worden seien. In der Bilanz der Mutter United Internet schlagen sich diese Abschreibungen mit 46,3 Millionen Euro durch. Die übrigen Geschäftsbereiche entwickelten sich plangemäß, hieß es.

 

Presse: Fraport beantragt höhere Gebühren für laute Flugzeuge

 

    FRANKFURT - Laute Flugzeuge sollen am Frankfurter Flughafen offenbar von Januar an höhere Gebühren für Starts und Landungen zahlen. Ein entsprechender Antrag des Flughafenbetreibers Fraport sei beim hessischen Wirtschaftsministerium eingegangen, berichtete die "Frankfurter Rundschau" am Samstag mit Bezug auf einen Sprecher des Ministeriums. Die Lufthansa (Deutsche Lufthansa) widersprach unterdessen Darstellungen, sie wolle grundsätzlich 20 oder 30 Ausnahmen vom Nachtflugverbot am Flughafen. Es gehe der Airline um Regelungen für Extremsituationen, sagte Passage-Vorstand Kay Kratky der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe).

 

Karstadt will Premiumhäuser nicht verkaufen

 

    ESSEN - Die Warenhauskette Karstadt will sich nicht von ihren Premium-Filialen trennen. Einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" wies ein Unternehmenssprecher am Sonntag entschieden zurück. "Das ist völlig aus der Luft gegriffen, da ist nichts dran", sagte der Karstadt-Sprecher der dpa. Der "Spiegel" hatte zuvor von persönlichen Verhandlungen des Karstadt-Aufsichtsratschefs Jared Bluestein mit der Qatar Holding und dem kanadischen Familienunternehmen George Weston Limited über einen möglichen Verkauf berichtet. Eine Sprecherin des Karstadt-Investors Nicolas Berggruen kommentierte die angeblichen Verkaufsabsichten am Sonntag nicht.

 

US-Finanzfirma Knight ringt nach teurer Softwarepanne ums Überleben

 

    NEW YORK - Die Zukunft der Wall-Street-Firma Knight Capital, die nach einem Riesenverlust von 440 Millionen Dollar in einer Dreiviertelstunde ums Überleben kämpft, bleibt weiter unklar. Am Wochenende lief die Suche nach einem Käufer oder Investor weiter, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf unterrichtete Personen. Die Börsenaufsicht SEC kündigte eine Untersuchung und Konsequenzen an.

 

Spiele-Riese Electronic Arts verklagt Online-Konkurrenten Zynga

 

    NEW YORK - Der schwächelnde Onlinespiele-Spezialist Zynga hat ein großes Problem mehr. Der "FarmVille"-Entwickler wurde vom Branchenriesen Electronic Arts verklagt. Der Vorwurf: Das neue Zynga-Spiel "The Ville" kopiere die Facebook -Version des EA-Klassikers "The Sims". Bei beiden Spielen ist man in einer virtuellen Welt unterwegs, die man mit der Zeit ausbaut. Electronic Arts behauptet, Zyngas "The Ville" kopiere diverse urheberrechtlich geschützte Elemente seines Spiels "The Sims Social". Es gehe um Design, Animation, Bewegungen und Handlung, hieß es in einem Blogeintrag am Freitag. Zynga warf Electronic Arts im Gegenzug ebenfalls das Nachahmen von Spielen vor./nmu

 

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