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09.09.2012 20:34

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dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

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    ROUNDUP: Munich Re begräbt Hoffnung auf höhere Preise

 

    MONTE CARLO - Eurokrise, Niedrigzinsen und kaum Aussichten auf höhere Preise: Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) sieht seine Branche trotz milliardenschwerer Kapitalgewinne vor ernsten Herausforderungen. Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage wisse keiner, was als nächstes passiert, sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek beim Branchentreffen "Rendez-Vous de Septembre" am Sonntag in Monte Carlo. Die Hoffnung auf höhere Preise in der Rückversicherung hat der Manager vorerst begraben. Selbst Naturkatastrophen-Versicherungen dürften kaum teurer werden - es sei denn, dass in Kürze noch ein Erdbeben, Sturm oder Hochwasser für große Schäden sorgt.

 

ROUNDUP/'Spiegel': VW-Absatz soll um 150.000 Autos geringer ausfallen

 

    WOLFSBURG - Volkswagen (Volkswagen vz) kann wegen der Absatzkrise in Europa in diesem Jahr nicht so viele Fahrzeuge ausliefern wie geplant. Der Absatz in Westeuropa soll laut Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" um rund 150.000 Fahrzeuge geringer ausfallen als vorgesehen. Ein VW-Sprecher bestätigte am Sonntag auf Anfrage, dass eine "geringfügige Anpassung" geplant sei, aber nicht in dem Ausmaß wie spekuliert. Eine konkrete Zahl nannte er nicht. 2011 kam VW mit allen Töchtern auf einen Rekordwert bei den globalen Auslieferungen von 8,3 Millionen Autos, in der ersten Jahreshälfte 2012 lagen sie bei 4,45 Millionen.

 

ROUNDUP/'Spiegel': Deutsche Bank will im Investmentbanking noch mehr sparen

 

    FRANKFURT - Die Führungsspitze der Deutschen Bank (Deutsche Bank) will einem Bericht des "Spiegels" zufolge noch umfassendere Sparpläne vorlegen. Betroffen sei insbesondere das Investmentbanking, schreibt das Nachrichtenmagazin (Montag) ohne Angabe von Quellen. Demnach wollen die Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen etwa in London Standorte zusammenlegen und Gebäude verkaufen. In anderen Städten sollten ebenfalls die Kosten für Immobilien gesenkt werden. Zudem sei vorgesehen, Vergütungsmodelle weit über das bisher bekannte Ausmaß zu reformieren und die Entwicklung neuer Produkte zu zentralisieren.

 

Nach Lufthansa-Streik: Ufo droht - Köhler als Schlichter im Gespräch

 

    FRANKFURT - Auch nach der Einigung auf eine Schlichtung im Tarifstreit mit der Lufthansa (Deutsche Lufthansa) gibt sich die Flugbegleitergewerkschaft Ufo kämpferisch. "Wir haben 20 Jahre Mitgliedsbeiträge angespart", sagte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies dem Nachrichtenmagazin "Focus". Insofern könne die Gewerkschaft den Arbeitskampf "sehr lange" durchhalten, sollte es zu keiner Lösung kommen. Als möglicher Schlichter ist dem "Spiegel" zufolge in Ufo-Kreisen Ex-Bundespräsident Horst Köhler im Gespräch.

 

'FTD': EADS baut Führung der Rüstungssparte weiter um

 

    HAMBURG/BERLIN - Das Stühlerücken an der Spitze der EADS -Rüstungstochter Cassidian geht nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD/Montagausgabe) weiter. Mindestens die Hälfte der zuletzt sieben Vorstände würden ausgetauscht und teils durch Airbus-Manager ersetzt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise. Die Anfang September verkündete Ablösung von Cassidian-Chef Stefan Zoller durch dessen Vize Bernhard Gerwert sei nur der Auftakt für eine Runderneuerung der Cassidian-Führungsspitze gewesen. Ein Cassidian-Sprecher habe diese Informationen nicht kommentieren wollen.

 

Verdi kündigt Warnstreiks bei DHL-Töchtern an

 

    BERLIN - Im Tarifstreit mit zwei Logistiktöchtern der Post-(Deutsche Post)Sparte DHL hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Warnstreiks angekündigt. In dieser Woche könne es zu Warnstreiks bei DHL Solutions Retail und DHL Solutions Fashion kommen, teilte die Gewerkschaft am Sonntag mit. Verdi fordert für die insgesamt 2.100 Beschäftigten sieben Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Die nächste Verhandlungsrunde ist am Donnerstag und Freitag. Die Firmen übernehmen für Geschäftskunden die Lagerhaltung von Bekleidung und Konsumgütern. Privatkunden seien von den Warnstreiks zunächst nicht betroffen, hieß es bei der DHL.

 

'WSJ': Nächstes iPhone bekommt LTE-Datenturbo

 

    NEW YORK - Das nächste iPhone wird laut einem Zeitungsbericht international den schnellen LTE-Datenfunk unterstützen. Es werde mit LTE-Netzen unter anderem in den USA, Europa und Asien funktionieren, aber wohl nicht bei jedem Mobilfunk-Betreiber erhältlich sein, berichtete das "Wall Street Journal" am Samstag. Apple stellt das nächste iPhone höchstwahrscheinlich am kommenden Mittwoch vor und wird es wenige Tage später auf den Markt bringen.

 

Louis-Vuitton-Chef will Belgier werden - Ärger in Frankreich

 

    PARIS/BRÜSSEL - Mitten in der Debatte um die Spitzenbesteuerung hat Frankreichs reichster Mann eine fremde Staatsbürgerschaft beantragt. Bernard Arnault, der 63-jährige Vorsitzender des Luxusgüter-Herstellers Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH (LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton) ) will Belgier werden, wie die belgische Zeitung "La Libre Belgique" am Samstag berichtete. Dem höheren französischen Steuersatz wolle er damit nicht entfliehen, beteuert Arnault. Präsident François Hollande bringt er aber dennoch in Bedrängnis.

 

Jenoptik für laufendes Geschäftsjahr weiterhin zuversichtlich

 

    JENA - Der Technologiekonzern Jenoptik (JENOPTIK) ist für das laufende Geschäftsjahr weiterhin zuversichtlich. "Wir sind guten Mutes, was das Geschäftsjahr angeht", sagte Jenoptik-Finanzchef Rüdiger Günther der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe). Die erst jüngst angehobenen Jahresziele hatte die Gesellschaft erst Anfang August bestätigt. Für das laufende Jahr peilt der Konzern demnach ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 50 bis 55 Millionen Euro an. Der Umsatz soll um fünf bis zehn Prozent wachsen.

 

IPO/Versicherer Talanx deutet vor Börsengang hohe Dividende an

 

    FRANKFURT - Der Versicherer Talanx will Anleger beim geplanten Börsengang auch mit einer hohen Dividende locken. "Wir wollen 35 bis 45 Prozent unseres Konzerngewinns ausschütten", sagte Talanx-Chef Herbert Haas der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Die Anleger erhielten für 2012 bereits die volle Dividende, obwohl der Börsengang erst so spät im Jahr erfolge. Die operative Ergebnisverdoppelung im ersten Halbjahr kann aus Sicht von Haas allerdings nicht fortgeschrieben werden. "Das kann man nicht", sagte er der Zeitung "Euro am Sonntag". So seien in den ersten sechs Monaten keine Großschäden aufgetreten. "Aber wir sind zuversichtlich", erklärte er.

 

Rhön erwartet weiter Zusammenschlüsse von Krankenhausketten

 

    MÜNCHEN - Auch nach der gescheiterten Übernahme des Klinikbetreibers Rhön (RHOeN-KLINIKUM) durch den Medizinkonzern Fresenius (Fresenius SECo) rechnet Rhön-Chef Wolfgang Pföhler mit Zusammenschlüssen privater Krankenhausketten. "Die strategische Logik ist auch weiterhin gegeben", sagte Pföhler der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). "Zusammenschlüsse mindern die Kosten und steigern die Versorgungsqualität." Mit dem entsprechenden Marktanteil könne Rhön ein flächendeckendes Angebot in der ganzen Republik machen. "Aber wir müssen erst wieder nach vorne blicken und Normalität einkehren lassen", erklärte er.

 

MTU sieht europäische Airlines unter Druck

 

    MÜNCHEN - Vor Eröffnung der Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin (ILA) zeigt sich der Vorstandschef des Münchner Triebwerkbauers MTU (MTU Aero Engines), Egon Behle, besorgt über die Eurokrise. "Die Krise schwächt wegen sinkender Gewinne bereits etliche europäische Airlines", sagte Behle dem Nachrichtenmagazin "Focus". Der schwächelnde Euro helfe MTU zwar auch, weil Flugzeugtriebwerke in Dollar verkauft würden. "Das tut uns schon gut, wir profitieren aber nicht in vollem Umfang. Eine Dollarkurs-Schwankung um zehn Cent beeinflusst unseren Gewinn um etwa sieben Millionen Euro", sagte der Konzernchef. Immerhin wachse das Passagieraufkommen weltweit, in diesem Jahr bislang um sechs Prozent. "Wir erwarten im Durchschnitt der nächsten Jahre fünf Prozent", sagte Behle.

 

'Rheinische Post' übernimmt 'Saarbrücker Zeitung'

 

    DÜSSELDORF/SAARBRÜCKEN - Die Rheinische Post Mediengruppe übernimmt bis Anfang 2013 die Anteilsmehrheit an der Saarbrücker Zeitungsgruppe. Der Verkauf erfolge unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes, teilte die Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar mbH (GSB) am Freitag mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

 

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

 

/jha/

 

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