11.11.2012 20:36
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dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

    Apple und HTC beenden Patentstreit

 

    CUPERTINO/TAIPEI - Im erbitterten Mobilfunk-Patentkrieg gibt es einen Konfliktherd weniger: Der iPhone-Konzern Apple und der Smartphone-Spezialist HTC haben ihren Patentstreit beigelegt. Es sei eine Vereinbarung auf zehn Jahre abgeschlossen worden, teilten die Unternehmen in der Nacht zum Sonntag mit. Sie umfasse nicht nur bisherige, sondern auch künftige Patente. Die gegenseitigen Klagen werden fallengelassen. Weitere Bedingungen des Deals wurden zunächst nicht bekannt. HTC erklärte lediglich, dass es keine bedeutende Belastung für die Finanzen geben werde.

 

Schmiergeldverdacht bei EADS - Ex-Top-Manager beschuldigt

 

    MÜNCHEN/WIEN - Beim Verkauf von Kampfflugzeugen an Österreich sollen beim Rüstungskonzern EADS nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wien rund 100 Millionen Euro geflossen sein. Das sagte ein Sprecher österreichischen Ermittlungsbehörde am Wochenende der Nachrichtenagentur dpa. Der Vertreter der Anklagebehörde reagierte damit am Wochenende auf Berichte der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag) und des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

 

Eon-Managerin Stachelhaus: Liegen bei Sparprogramm gut im Plan

 

    DÜSSELDORF - Eon -Personalvorstand Regine Stachelhaus sieht den Energiekonzern bei seinem massiven Sparprogramm auf dem richtigen Weg. "Wir liegen gut im Plan", sagte die Managerin dem "Handelsblatt" (Online-Ausgabe). Der erste Meilenstein sei der Tarifvertrag zu "Eon 2.0" gewesen, der Vorruhestandsregelungen, Abfindungen und die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft vorsieht. "Das war der Rahmen für den sozialverträglichen Abbau, der inzwischen bei vielen Tochtergesellschaften konkretisiert wurde. Wir sind hier sehr, sehr weit gekommen", betonte Stachelhaus.

 

ROUNDUP 2: Verkaufsstart für neuen VW Golf - Piëch: Teure Energie gefährlich

 

    WOLFSBURG/BERLIN - Steigende Energiepreise können nach Ansicht von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch dem Wirtschaftsstandort Deutschland schaden. "Deutschland läuft aufgrund hoher Energiekosten Gefahr, Industriezweige wie Gießereien und Metall mittelfristig zu verlieren", sagte er der "Bild am Sonntag". Dies bleibe auch für den Autobauer VW nicht ohne Folgen. "Wir bei Volkswagen (Volkswagen vz) merken das beim Einkauf zum Teil schon heute, weil wir aufgrund des Kostendrucks auf Lieferanten aus anderen Ländern umsteigen müssen." VW-Fahrzeuge würden dadurch "tendenziell" teurer. Am Samstag startete bundesweit der Verkauf für den neuen VW Golf.

 

Wiwo: BMW will Zeitarbeit weiter reduzieren

 

    MÜNCHEN - Der Autohersteller BMW will einem Bericht zufolge den Anteil der Zeitarbeitskräfte an der Belegschaft von zurzeit rund 15 auf 8 Prozent fast halbieren. Personalvorstand Milagros Caiña-Andree habe in einer Betriebsvereinbarung der starken Reduzierung zugestimmt, berichtete die Zeitung "Wirtschaftswoche" (Samstag). Wirksam werde die neue Quote im Jahr 2015. Sie müsse im Jahresdurchschnitt und im Durchschnitt aller neun deutschen Werke eingehalten werden. Abweichungen sollen mit Zustimmung des Betriebsrats möglich sein. Betriebsratschef Manfred Schoch sagte dem Magazin zufolge, dass der Autokonzern dennoch flexibel bleibe. BMW gleicht damit seine Produktion an die des Konkurrenten Daimler an, der ebenfalls maximal 8 Prozent Zeitarbeiter beschäftigt.

 

Mehr Wettbewerb in Kabelnetzbranche möglich

 

    MÜNCHEN/KÖLN - Der Wettbewerb im deutschen TV-Kabelmarkt könnte sich künftig verschärfen. Marktführer Kabel Deutschland will die Übernahme des kleineren Anbieters Tele Columbus dazu nutzen, den Konkurrenten Unitymedia Kabel BW in dessen Verbreitungsgebiet anzugreifen. Das sagte Vorstandschef Adrian von Hammerstein der "Welt am Sonntag" und fügte hinzu: "Wenn der Zusammenschluss genehmigt wird, werden wir in Nordrhein-Westfalen und Hessen in den Wettbewerb eintreten." Das Unternehmen wolle dort dann einen großen Teil der Bestände von Tele Columbus mit Glasfaser verbinden und darüber Fernsehen, Telefon und Internet anbieten.

 

'Spiegel': Rüstungsgeschäfte mit Algerien umfangreicher als bekannt

 

    BERLIN - Die Bundesregierung gerät wegen Plänen der Rüstungsindustrie für umstrittene Waffenlieferungen in Unruheregionen erneut unter Druck. So berichtet der "Spiegel", dass die deutschen Rüstungsgeschäfte mit Algerien umfangreicher seien als bekannt. Die Bundesregierung rechne damit, dass eine Rheinmetall-Tochter in den kommenden zehn Jahren bis zu 1.200 "Fuchs"-Radpanzer in dem nordafrikanischen Land herstellen wolle - angeblich nur für den algerischen Bedarf.

 

Toyota will in nächsten Jahren kräftig in Indonesien investieren

 

    JAKARTA - Toyota (Toyota Motor) will in den kommenden fünf Jahren umgerechnet rund eine Milliarde Euro in Indonesien investieren. Der weltgrößte Autohersteller plane einen neuen Produktionsstandort in Indonesien und wolle seine bestehende Fabrik in Karawang erweitern, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Autos von Toyota haben derzeit einen Marktanteil von 40 Prozent in Indonesien, Südostasiens größter Volkswirtschaft. Das Land verzeichnet aktuell ein jährliches Wirtschaftswachstum von über sechs Prozent.

 

ING will US-Versicherungsgeschäft an die New Yorker Börse bringen

 

    NEW YORK - Der niederländischer Finanzkonzern ING (ING Groep) will seine US-Versicherungstochter an die dortige Börse bringen. Morgan Stanley und Goldman Sachs werden diesen Schritt begleiten, wie aus am Freitag bei der US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC eingereichten Unterlagen hervorgeht. Das angegebene Volumen für den Börsengang von 100 Millionen US-Dollar ist allerdings nur ein üblicher Platzhalter, der zur Gebührenberechnung dient. Ein Experte hatte Anfang dieser Woche ein Volumen von 7 Milliarden Dollar für möglich gehaltenontakt aufgenommen.

 

Gazprom treibt Pläne für Pipeline durch das Schwarze Meer voran

 

    HAMBURG/MOSKAU  - Ungeachtet eines Kartellstreits mit der EU treibt Russland seine Pläne für eine Pipeline durch das Schwarze Meer voran, mit der Moskau mehr Gas nach Westen pumpen will. Russlands Energieriese Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) habe als Baubeginn den 7. Dezember angesetzt, berichtet das Magazin "Der Spiegel". Dann werde Kremlchef Wladimir Putin nahe bei Stadt Anapa rund 1200 Kilometer südlich von Moskau den symbolischen ersten Spatenstich unternehmen, hieß es. An dem rund 16 Milliarden Euro teuren Projekt ist auch die deutsche BASF-Tochter Wintershall (15 Prozent) beteiligt. Aufsichtsratschef bei South Stream ist Hamburgs früherer SPD-Bürgermeister Henning Voscherau.

 

Presse: SAS will 1.000 Jobs streichen

 

    STOCKHOLM - Der skandinavische Luftverkehrskonzern SAS will Medienberichten zufolge 1.000 Arbeitsstellen streichen. Die Gehälter der dann verbleibenden 14.000 Mitarbeiter der SAS-Gruppe sollen zudem um 15 Prozent gekürzt werden, wie der dänische Fernsehsender TV2 am Sonntag berichtete. Eine SAS-Sprecherin wollte den Bericht nicht kommentieren. Ein internationales Bankenkonsortium will Kredite an SAS angeblich nur über den kommenden Juni hinaus verlängern, wenn damit Kostensenkungen einhergehen. Am Montag will SAS, die Mutter der angeschlagenen Fluggesellschaft Scandinavian Airlines, ihre Quartalszahlen veröffentlichen.

 

Lockheed Martin bekommt eine Frau als Chefin

 

    BETHESDA - Amerikas größter Rüstungskonzern Lockheed Martin bekommt eine Frau als Chefin. Die 58-jährige Marillyn Hewson übernimmt den Spitzenjob im Januar, nachdem der designierte Konzernchef Christopher Kubasik wegen einer Affäre im Unternehmen geschasst wurde. Der Konzern baut unter anderem Kampfjets, Drohnen, Raketen und gepanzerte Fahrzeuge und ist der größte Lieferant des US-Verteidigungsministeriums. Frauen sind gerade auf dem Vormarsch in den lange von Männern dominierten Chefetagen der amerikanischen Rüstungsindustrie: Ebenfalls im Januar wird bei Konkurrenten General Dynamics Phebe Novakovic die Führung übernehmen.

 

Presse: Apple zahlt SBB Millionen für Uhr-Design

 

    ZÜRICH/BERLIN - Apple zahlt dem schweizerischen Bahnkonzern SBB laut einem Zeitungsbericht rund 20 Millionen Franken (rund 16,6 Mio Euro) für die Nutzung des berühmten Bahnhofsuhren-Designs. Der "Tages-Anzeiger" aus Zürich nannte die Zahl am Wochenende unter Berufung auf mehrere Quellen. Apple war vorgeworfen worden, in der neuen Software für sein iPad-Tablet das Design der legendären SBB Bahnhofsuhr ohne Erlaubnis übernommen zu haben. Die Unternehmen hatten sich im Oktober auf eine Lizenz verständigt. Damals wurden aber keine finanziellen Details zu dem Deal genannt.

 

Zahlreiche Interessenten für GBW-Wohnungen

 

    MÜNCHEN - Für Bayerns größte Wohnungsgesellschaft GBW haben sich bis zum Wochenende zahlreiche Kaufinteressenten gemeldet. "Eine große Zahl namhafter Interessenten aus dem In- und Ausland hat Interesse am Erwerb der GBW AG angemeldet", sagte ein Sprecher der BayernLB am Samstag. Qualifizierten Interessenten seien anschließend weitere Information zur Verfügung gestellt worden, die diese nun prüfen. Am Freitag war die Frist für mögliche Käufer ausgelaufen, ihr Interesse anzumelden. Bis Mitte Dezember müssen nun Gebote für die rund 32.000 Wohnungen auf den Tisch.

 

ROUNDUP/'Spiegel': Neues Gutachten belastet fünf sächsische Ex-Banker

 

    HAMBURG/LEIPZIG - Im Finanzskandal um die Sachsen LB werden fünf Ex-Banker durch ein neues Gutachten schwer belastet. Die Kanzlei Freshfields und Wirtschaftsprüfer von Deloitte kommen in dem 556-seitigen Papier zu dem Schluss, dass der einstige Bankvorstand die akute Krise der Sachsen LB 2007 hätte abfedern können, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Die Expertise halte den Managern vor, einen Schaden von 114 Millionen Euro netto verursacht zu haben. Damit drohe den fünf Männern Anfang 2013 eine Anklage wegen Untreue.     

 

/he

 

 

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