09.12.2012 20:34
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dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

    Volkswagen steigert Auslieferungen im November um zehn Prozent zum Vorjahr

 

    FRANKFURT - Der Autobauer Volkswagen (VW) (Volkswagen St (VW)) hat im November die Auslieferungen deutlich gesteigert. "Im November lagen die Konzern-Auslieferungen etwa zehn Prozent über dem Vorjahr?, sagte Finanzvorstand Dieter Pötsch der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Ein Grund sei der erfolgreiche neue Golf. "Wir haben mittlerweile mehr als 60.000 Bestellungen, das ist deutlich mehr, als wir erwartet hatten", sagte der Manager. Er betonte, dass dazu keine große Rabattaktion nötig gewesen sei. "Es mag Einzelfälle geben, aber in der Breite des Marktes bieten wir mit die geringsten Nachlässe."

 

ROUNDUP: Kaum noch Chancen für Opel-Werk in Bochum - Belegschaftsversammlung

 

    BOCHUM - Für den Standort Bochum ist beim Autohersteller Opel offenbar kein Platz mehr: Nach Angaben des Betriebsrates vom Wochenende habe die Geschäftsleitung noch einmal unmissverständlich klar gemacht, dass nach 2016 in der Ruhrgebietsstadt keine Fahrzeuge mehr gefertigt werden sollen. Damit würden gut 3.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Endgültige Gewissheit könnte es schon an diesem Montag auf einer Belegschaftsversammlung in Bochum geben. Ein Pressesprecher des Unternehmens wollte sich am Sonntag nicht näher äußern. Wenn es einen neuen Sachstande gebe, würden darüber zuerst die Beschäftigten informiert.

 

Fiat baut in Polen 1.500 Stellen ab

 

    ROM - Der italienische Autobauer Fiat schraubt die Produktion in seinem polnischen Werk Tychy deutlich herunter und will dort etwa 1.500 Stellen streichen. Der massiv eingebrochene Markt für Autos in europäischen Ländern, darunter Italien, mache es notwendig, die Produktion in dem Werk von drei auf zwei Schichten herunterzufahren, erklärte das Unternehmen den polnischen Gewerkschaften am Freitag.

 

Presse: Entscheidung über Provinzial-Verkauf an Allianz steht am Mittwoch an

 

    KIEL/MÜNSTER - Die Eigentümer des öffentlichen Versicherers Provinzial könnten einem Bericht zufolge an diesem Mittwoch über einen Verkauf entscheiden. "Beim Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein schlägt in dieser Woche die Stunde der Wahrheit", berichtete "Schleswig-Holstein am Sonntag" unter Berufung auf Insider. Der Vorstand des Verbandes werde darüber befinden, ob er Verkaufs-Gesprächen zustimmt oder nicht. Das 12-köpfige Gremium sei gespalten. Als möglicher Interessent gilt die Allianz.

 

US-Versicherer AIG will Flugzeugleasing-Tochter verkaufen

 

    NEW YORK - Der US-Versicherer AIG (American International Group (AIG)) nimmt einen zweiten Anlauf für die Trennung von seiner Flugzeugleasing-Tochter ILFC. Nachdem der Börsengang im vergangenen Jahr ins Stocken geraten war, plant AIG nun den mehrheitlichen Verkauf an eine chinesische Investorengruppe. Der in der Finanzkrise vom Staat gerettete Versicherer bestätigte am Freitag Gespräche, nachdem US-Medien davon Wind bekommen hatten.

 

AIG rechnet durch 'Sandy' mit Kosten von 1,3 Milliarden US-Dollar

 

    NEW YORK - Der US-Versicherer American International Group (AIG) rechnet durch den Wirbelsturm "Sandy" mit Kosten von 1,3 Milliarden Dollar. Dieser Betrag errechne sich nach Steuern und Leistungen von Rückversicherern, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Vor Steuern dürfte "Sandy" 2 Milliarden US-Dollar gekostet haben. Aufgrund der Komplexität des Ereignisses und seiner Folgen könnten die endgültigen Kosten von diesen vorläufigen Berechnungen abweichen, hieß es einschränkend.

 

'Spiegel': ProSiebenSat.1 will Finanzinvestoren zum Ausstieg bewegen

 

    HAMBURG - Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 (ProSiebenSat1 Media vz) will einem Pressebericht zufolge den anstehenden Verkauf seiner Sender in Skandinavien nutzen, um seine Haupteigentümer KKR und Permira zum Ausstieg zu bewegen. Schon Ende der Woche könnte der Verkauf der Kanäle in Schweden, Norwegen und Dänemark besiegelt werden, berichtete der "Spiegel". Bis zuletzt seien der Finanzinvestor Providence und der amerikanische TV-Konzern Discovery interessiert gewesen, letzterem würden indes bessere Chancen eingeräumt.

 

Kreise: Apple und Google bieten gemeinsam für Kodak-Patente

 

    NEW YORK - Die Rivalen Apple und Google haben sich offenbar zusammengetan, um für die Patente des Fotopioniers Kodak zu bieten. Das gemeinsame Gebot liege bei mehr als 500 Millionen Dollar, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Wochenende. Der Fotokonzern muss mindestens eine halbe Milliarde Dollar erzielen, um die vereinbarte Finanzspritze für einen Neuanfang zu bekommen.

 

Südzucker peilt auch für das laufende Geschäftsjahr Dividendenanhebung an

 

    BERLIN - Europas größter Zuckerproduzent Südzucker (Suedzucker) peilt für das laufende Geschäftsjahr eine weitere Dividendenanhebung an. "Da wir von einem nochmals steigenden operativen Ergebnis im Geschäftsjahr 2012/13 ausgehen, würde ich anstatt von Dividendenkürzungen eher mit einer weiteren Anhebung rechnen", sagte Vorstandssprecher Wolfgang Heer der "Welt am Sonntag". Diese werde sich an der bisherigen Dividendenpolitik von Südzucker orientieren. Für das Geschäftsjahr 2011/12 hatte das Unternehmen eine um 15 Cent auf 70 Cent angehobene Ausschüttung vorgenommen.

 

'Focus': Deutsche Telekom wird Mobilfunkpartner von 1&1

 

    BONN/MÜNCHEN - Der Internetdienstleister 1&1 wird künftig auch Handy-Verträge auf Basis des Mobilfunk-Netzes der Telekom (Deutsche Telekom) verkaufen. Die United-Internet-Gesellschaft (United Internet) 1&1 wird nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" als "virtueller Netzbetreiber" Mobilfunkverträge nach eigenen Vorstellungen zusammenstellen und verkaufen.

 

Presse: Air Berlin will 500 Stellen streichen

 

    BERLIN - Air Berlin will nach Informationen der "Berliner Morgenpost" mindestens 500 Stellen streichen. Dies gehe aus einem internen Brief von Konzernchef Hartmut Mehdorn an die Air-Berlin-Mitarbeiter hervor, berichtete die Zeitung am Samstag. Ein Sprecher von Air Berlin wollte den Bericht auf dpa-Anfrage nicht kommentieren. "Sobald die konkreten Maßnahmen und Details des Turnaround-Programms Turbine 2013 feststehen, werden wir darüber umfassend informieren", hieß es.

 

Handelsverband: Weihnachtsgeschäft kommt in Fahrt

 

    BERLIN - Das Winterwetter kurbelt das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel an. Nach einer eher schwachen Woche habe das Geschäft am zweiten Adventswochenende an Fahrt gewonnen, teilte der Handelsverband HDE am Sonntag in Berlin mit. Bei frostigen Temperaturen und Schnee hätten viele Kunden besonders bei warmen Jacken, Schals und Mützen zugegriffen. "Für den Handel ist jetzt entscheidend, dass die Räumdienste Straßen und Wege schnee- und eisfrei halten, damit die Geschäfte für die Kunden gut erreichbar bleiben", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

 

'Spiegel': Für HSH-Aufsichtsratschef Kopper wird Nachfolger gesucht

 

    HAMBURG - Bei der Rettung der angeschlagenen HSH Nordbank planen Schleswig-Holstein und Hamburg laut Medienberichten ohne den bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Hilmar Kopper. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" erwägen die Länder als Haupteigner der Bank eine Ablösung Koppers. Ein Nachfolger werde bereits gesucht. Favorit sei der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Post AG, Wulf Freiherr von Schimmelmann.

 

Schleswig-Holstein prüft Erhöhung der Garantien für HSH Nordbank

 

    HAMBURG (dpa-AFX) - Hamburg und Schleswig-Holstein prüfen nach wie vor alle Optionen einer Stabilisierung der angeschlagenen HSH Nordbank. Dabei untersuche die Kieler Landesregierung eine Garantieerhöhung als wahrscheinlich wirksamstes Instrument, erklärte ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Finanzministeriums am Samstag auf Anfrage. Er reagierte damit auf einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus".

 

Talanx ersetzt Douglas im MDAX - Constantin Medien bleibt im SDax

 

    FRANKFURT - Der erst im Oktober an die Börse gegangene Versicherer Talanx steigt in den MDax (MDAX) auf. Dafür müssten die Titel des Handelskonzerns Douglas Holding (DOUGLAS) weichen, teilte der Indexanbieter Deutsche Börse (Deutsche Boerse) am Freitagabend mit. Hintergrund ist, dass der Streubesitzanteil bei Douglas wegen der Übernahme durch die Beauty Holding Three AG unter die Mindestschwelle von zehn Prozent beim Streubesitz gefallen ist. Der hinter dem Käufer stehende US-Investor Advent hatte am Mittag mitgeteilt, inzwischen auf 93 Prozent der Douglas-Anteil zugreifen zu können. Experten hatten mit der Entscheidung, die zum 12. Dezember wirksam wird, gerechnet.

 

/he

 

 

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