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05.09.2010 21:06

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dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende


    Koalitionsgipfel - Atomstreit vor einer Lösung

    BERLIN - Die schwarz-gelbe Koalition macht ernst mit der heftig umstrittenen Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Im Gegenzug werden die Stromkonzerne mit Milliardenzahlungen an den Bund und für mehr Öko-Strom zur Kasse gebeten. Details wurden am Sonntag ausgehandelt. Damit will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den monatelangen Streit beenden.

RWE-Chef Großmann will kommunale Aktionäre nicht verdrängen

    FRANKFURT – RWE(RWE)-Chef Jürgen Großmann hat in einem Zeitungsinterview dementiert, er wolle den Einfluss der kommunalen Aktionäre durch einen Konzernumbau begrenzen. "Ich freue mich über die kommunalen Aktionäre der RWE, die mit einer Sperrminorität am gesamten Konzern beteiligt sind", sagte Großmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS). Der vom Vorstand geplante Umbau ziele nicht auf die Eigentümerstruktur, erläuterte der RWE-Chef. Vielmehr sollten die internen Prozesse gestrafft und Verwaltungskosten gespart werden. Großmann betonte, die Eigentümerstruktur in Deutschland und dem übrigen europäischen Geschäft werde auch künftig übereinstimmen.

RWE Power-Chef: Laufzeitverlängerung lässt Strompreise nicht sinken

    BONN  – Verbraucher sollten sich auch bei längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke keine Hoffnung auf niedrigere Stormrechnungen machen. "Die Preise sinken nicht, weil sich am aktuellen Kraftwerksmix nichts ändert", sagte Johannes Lambertz, Chef von RWE Power, im Gespräch mit dem "General-Anzeiger" aus Bonn (Montagausgabe).

 

Lufthansa will Luftverkehrsabgabe an Kunden weitergeben

    FRANKFURT - Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa (Deutsche Lufthansa) blickt besorgt auf die künftige Luftverkehrsabgabe: "Wir werden diese Abgabe an die Kunden weitergeben müssen, und das könnte sich durchaus dämpfend auf die Nachfrage auswirken", sagte Finanzvorstand Stephan Gemkow der "Börsen-Zeitung" (BöZ/Sonntag). Seinen Angaben nach muss die Lufthansa den Großteil des geplanten Gesamtvolumens von einer Milliarde Euro stemmen. "Wenn man bei der Lufthansa pro Jahr 500 Millionen Euro oder mehr herauszieht, bleibt nicht mehr viel an Ergebnissen übrig."

'FAS': Deutsche Fluggesellschaften wollen Ticketabgabe voll weitergeben

    BERLIN  - Die deutschen Fluggesellschaften wollen ihre Kunden voll mit der soeben von der Bundesregierung beschlossenen Ticketabgabe belasten - allerdings zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das ergab eine Umfrage der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

'HB': Stahlhersteller erhöhen abermals Preise

    DÜSSELDORF - Führende Stahlhersteller wollen nach einem Bericht des "Handelsblatts" (HB/Montag) abermals die Stahlpreise anheben. ArcelorMittal plane eine Preisanhebung für das wichtige Vorprodukt Warmbreitband von fünf Prozent auf rund 620 Euro je Tonne, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen Manager des Stahlkonzerns. Auch die kleineren deutschen Konkurrenten ThyssenKrupp und Salzgitter würden dem Beispiel folgen, heiße es in Unternehmenskreisen. Die Stahlhersteller begründeten die neuerliche Preiserhöhung mit der starken Verteuerung der Rohstoffpreise. Betroffen wären von höheren Stahlpreisen vor allem die Branchen Automobil- und Maschinenbau.

'Wiwo': Kompromiss im Claassen-Streit um Millionen-Boni

    ERLANGEN - Im Streit zwischen dem zurückgetretenen Vorstandschef von Solar Millennium, Utz Claassen, und seinem Ex-Arbeitgeber soll sich eine Einigung abzeichnen. Die "Wirtschaftswoche" (Wiwo) berichtete am Samstag vorab, beide Parteien hätten sich in außergerichtlichen Gesprächen darauf geeinigt, dass Claassen voraussichtlich fünf Millionen Euro an den Solarkraftwerksbauer zurückzahlen wird.

IPO/Kreise: US-Regierung riskiert Verlust bei geplantem GM-Börsengang

    NEW YORK/DETROIT – Beim geplanten Börsengang des US-Autobauers General Motors könnte die US-Regierung Kreisen zufolge anfänglich einen Verlust hinnehmen. Sollten zu einem späteren Zeitpunkt weitere Aktienpakete an die Börse gebracht werden, könnte dann der Staatsbesitz Gewinn einbringen, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen. Mögliche Gewinne hingen davon ab, wie Investoren die neugelisteten Aktien an der Börse bewerteten. Die Regierung und das Unternehmen wollten die Informationen nicht kommentieren.

Google-Musikangriff auf Apple startet zur Weihnachtszeit

    LOS ANGELES/NEW YORK  - Googles (Google) musikalischer Frontalangriff auf Apple kann beginnen: Nach einem Bericht der "Los Angeles Times" vom Freitag steht der Internetkonzern kurz davor, seinen eigenen Onlineshop für Musik aufzumachen. Die Verhandlungen mit den Plattenfirmen drehen sich demnach nur noch um Detailfragen. Um die Weihnachtszeit soll der Verkauf losgehen.

US-Staat Texas ermittelt gegen Google

    MOUNTAIN VIEW - Google ist mal wieder ins Fadenkreuz von Ermittlern geraten: Dieses Mal schaut sich die Generalstaatsanwaltschaft des US-Staates Texas an, ob Google bestimmte Websites bei der Darstellung von Suchergebnissen benachteiligt. Google vermutet, dass Microsoft hinter den Vorwürfen steckt.

'WSJ': Ex-HP-Chef Hurd verhandelt mit Oracle

    NEW YORK/BERLIN - Der geschasste Hewlett-Packard-Chef (Hewlett-Packard) Mark Hurd könnte laut einem Zeitungsbericht eine neue Chance beim Software-Riesen Oracle bekommen. Hurd verhandele über eine Spitzenposition bei Oracle, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntag in der Online-Ausgabe.

Stromnetz-Ausbau ist Schlüsselelement für Desertec

    MÜNCHEN - Entscheidend für den Erfolg des Wüstenstromprojektes Desertec ist der Ausbau der Stromleitungen in Europa. "Die Frage der Energieübertragung von Nordafrika zu den europäischen Märkten ist ein Schlüsselelement", sagt der Chef der Projektgesellschaft DII, Paul van Son. Tausende Kilometer neuer Leitungen müssten gelegt werden, wenn tatsächlich einmal 15 Prozent des europäischen Strombedarfs in der Wüste erzeugt werden sollen. Konsortiumsmitglied RWE sieht darin die größte Herausforderung für Desertec.

BP will Ölquelle im Golf von Mexiko endgültig schließen

    WASHINGTON  - Nach viereinhalb Monaten will der BP-Konzern (BP) die Ölquelle im Golf von Mexiko diese Woche endgültig versiegeln. Das defekte Sicherheitsventil auf dem ramponierten Bohrloch sei nun ausgetauscht, teilte die US-Regierung mit. Die Operation "Bottom Kill" zum dauerhaften Versiegeln der Quelle tief unter dem Meeresboden könne beginnen, sagte Einsatzleiter Thad Allen am Samstag. Bei dem Manöver werden Schlamm und Zement mit großen Druck von unten in die Quelle gepumpt.

Daimler beginnt Motorenlieferung an Nissan noch in diesem Jahr

    HAMBURG – Der Stuttgarter Autobauer Daimler beliefert laut einem Magazinbericht noch in diesem Jahr den neuen Partners Nissan (Nissan Motor) mit Motoren. Jährlich soll der Dax (DAX)-Konzern rund 50.000 Vier- und Sechs-Zylindermotoren an die Allianzpartner Renault-Nissan verkaufen, schreibt der "Spiegel" in einem Vorabbericht.

Autozulieferer: Rückkehr zu Vorkrisenniveau schon im nächsten Jahr

    STUTTGART - Die europäische Autozulieferindustrie dürfte deutlich schneller aus der Auftragskrise fahren als gedacht. "Es gibt die berechtigte Hoffnung, dass viele Unternehmen bereits 2011 wieder zu alter Stärke zurückfinden, der Nutzfahrzeugbereich ein Jahr später“, sagte der Präsident des europäischen Zulieferverbands Clepa, Peter Tyroller, der "Automobilwoche" (Erscheinungsdatum 6.9.).

'FTD': Siemens verliert Frankreich-Chef

    MÜNCHEN  - Der Siemens-Konzern (Siemens) verliert nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD/Montag) seinen Frankreich-Chef Philippe Carli. Nach 21 Jahren bei Siemens scheide er kurzfristig aus dem Unternehmen aus, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise. Acht Jahre habe Carli an der Spitze der französischen Landesgesellschaft gestanden. Ein Siemens-Sprecher in München wollte den FTD-Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa nicht kommentieren. Nach Unternehmensangaben erzielte Siemens in Frankreich zuletzt einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

Karstadt-Immobilien sollen mittelfristig verkauft werden

    BERLIN - Die Vermieter der gerade aus der Insolvenz geretteten Warenhauskette Karstadt wollen sich nach Angaben aus Verhandlungskreisen mittelfristig von den Häusern trennen. "Highstreet plant den Verkauf aller Karstadt-Immobilien", sagte der CDU-Politiker Thomas Heilmann, der im Auftrag der Bundesregierung im Karstadt-Poker vermittelte, dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Allerdings rechne er nicht mit einem Verkauf in den nächsten zwei Jahren.

'FAZ': Lastwagen-Maut für Bundesstraßen könnte sich verzögern

    BERLIN - Die für Anfang 2011 geplante Ausdehnung der Lastwagen-Maut auf vierspurige Bundesstraßen könnte sich verzögern. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Montag) unter Berufung auf Quellen im Bundesverkehrsministerium in Berlin. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagabend aus dem Ministerium erfuhr, soll die Ausdehnung der Maut aber in jedem Fall noch 2011 kommen. Derzeit werde geprüft, unter welchen juristischen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen neue Strecken mit der LKW-Maut belegt werden könnten, hieß es.

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