Ersatzteil-Absatz hebt Stimmung beim Triebwerksbauer MTU
MÜNCHEN - Das boomende Geschäft mit Ersatzteilen hebt die Stimmung beim Münchner Triebwerksbauer MTU (MTU Aero Engines). Während der schwache US-Dollar zwischen Januar und Juni auf den Umsatz drückte, verbuchte das Unternehmen zur Jahresmitte einen Rekordgewinn. "Das ist das beste Halbjahresergebnis in der Geschichte der MTU", sagte Vorstandschef Egon Behle am Montag in München. Für das Gesamtjahr erwartet die MTU-Führung nun mehr Gewinn als im Vorjahr und macht sich Hoffnung auf einen Großauftrag von American Airlines (AMR) . Im laufenden Jahr erwartet die MTU-Spitze weiterhin sieben bis acht Prozent mehr Umsatz als die 2,7 Milliarden Euro aus dem Vorjahr. Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn (EBIT) soll 2011 nun von 311 Millionen im Vorjahr auf 325 Millionen Euro klettern. Auch der bereinigte Überschuss soll den Vorjahreswert von 182 Millionen Euro übertreffen. Bislang hatte der Vorstand lediglich eine stabile Entwicklung in Aussicht gestellt.
'HB': Telekom will 1.600 Stellen in der Zentrale streichen
DÜSSELDORF/BONN - Die Deutsche Telekom will nach einem Bericht des "Handelsblatts" in den kommenden Jahren bis zu 1.600 Stellen in der Bonner Zentrale streichen. Betroffen sei vor allem das gehobene Management. Insgesamt sollten knapp acht Prozent aller Posten in der Konzernverwaltung wegfallen, berichtete das Wirtschaftsblatt mit Berufung auf Konzernkreise. Ein Telekom-Sprecher wollte die Zahl auf Anfrage nicht bestätigen. Der Telekom-Sprecher verwies auf das seit 2007 laufende Programm "Save for Service". Diesem Planungsprogramm werde natürlich auch die Telekomzentrale unterzogen. Derzeit würden die Verwaltungsfunktionen dahingehend überprüft, ob Prozesse vereinfacht oder besser organisiert werden könnten. Das umfasse rund 4.000 Aufgaben. Derzeit befinde sich das Projekt aber noch in einer sehr frühen Phase. Es könne aber sein, dass wie auch schon in anderen Bereichen bis zu zehn Prozent der Stellen reduziert würden. Das Projekt solle bis 2015 laufen. "Das wären dann bis zu 400 Stellen jährlich", sagte der Sprecher.
Eon-Chef Teyssen überrascht mit Schließungsplänen
DÜSSELDORF - Der Energiekonzern Eon hat bei der Bewältigung der Energiewende für eine Überraschung gesorgt. Die vom "Spiegel" kolportierten Pläne von Konzernchef Johannes Teyssen zur Auflösung von drei zentralen Eon-Standorten in Deutschland haben selbst bei den sonst gut informierten Gewerkschaften Erstaunen ausgelöst. Verdi und IG BCE stehen zudem einer Verschmelzung der Standorte München (Eon Energie), Essen (Eon Ruhrgas) und Hannover (Eon Kraftwerke) auf die Zentrale in Düsseldorf skeptisch gegenüber. Es geht um mehrere Tausend Beschäftigte und Streichungen von Hunderten Stellen. Nach dpa-Informationen will der Eon-Aufsichtsrat Anfang kommender Woche zwei Tage lang über Maßnahmen beraten. Entscheidungen über Standortverlagerungen sollen noch nicht fallen.
BASF schraubt Produktion von Dämmstoffen nach oben
LUDWIGSHAFEN - Wegen der steigenden Nachfrage nach Dämmstoffen für Häuser erhöht der Chemiekonzern BASF die Produktion in dem Bereich. Dazu wird eine Anlage zur Herstellung des Grundstoffs Styrodur C in Ludwigshafen erweitert, wie die BASF am Montag mitteilte. Der Betrieb soll Ende des Jahres aufgenommen werden. Die Nachfrage nach energieeffizienten Produkten zur Dämmung von Gebäuden steigt laut BASF kontinuierlich. Grund seien die steigenden Energiepreise und gesetzlichen Vorgaben zur Wärmedämmung von Neu- und Altbauten.
TNT mit Gewinneinbruch - Brasilien und Asiengeschäft belasten
HOOFDDORP - Der niederländische Logistikkonzern TNT Express hat wegen Verlusten in Brasilien und Asien im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Mit vier Millionen Euro verdiente der Konkurrent der Deutschen Post (Deutsche Post) zwischen April und Juni 85 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Geld verdiente das Unternehmen faktisch nur in Europa, Nahost und Afrika. In Amerika und Asien steckte TNT Express in den roten Zahlen. Die Nachfrage zwischen Asien und Europa schwanke stark, sagte Unternehmenschefin Marie-Christine Lombard. An ihren Zielen für 2011 hielt sie dennoch fest. TNT Express ist die abgespaltene Logistiksparte des niederländischen TNT-Konzerns, der jetzt mit seiner Briefsparte unter dem Namen PostNL firmiert. TNT Express betreibt das internationale Express- und Paketgeschäft. An der Amsterdamer Börse legte die Aktie des Unternehmens nach den Nachrichten um 4,24 Prozent auf 7,349 Euro zu. Die Anteilseigner sollen eine Zwischendividende von vier Cent je Aktie erhalten.
General Electric (GE) verkauft Containergeschäft für 500 Millionen US-Dollar
NEW YORK - Der US-Mischkonzern General Electric (General Electric (GE)) (GE) trennt sich für eine halbe Milliarde US-Dollar von seinem Schiffscontainergeschäft. Käufer des 50-Prozent-Anteils am Gemeinschaftsunternehmen GE SeaCo sind die chinesischen Investoren HNA Group und Bravia Capital, wie HNA am Montag mitteilte. Auch die SeaCo zustehende andere Hälfte des Unternehmens übernehmen die Chinesen gemeinsam.
Nokia rutscht auch in Deutschland mit Smartphones ab
BERLIN - Nokia hat im boomenden Markt für Smartphones in den vergangenen Monaten bereits viel Federn gelassen. Nun rutscht der einstige Marktführer auch in Deutschland aus der Riege der drei Top-Hersteller. Nach jüngsten Zahlen der Konsumforscher von GfK (GfK SE) wurde das finnische Unternehmen im Juni von den taiwanischen Hersteller HTC vom dritten Platz verdrängt. Danach kommt Nokia unter den Smartphone-Herstellern mit einem Marktanteil von 14 Prozent hierzulande nur noch auf den vierten Platz. Noch im April waren es 21 Prozent. Auf dem weltweiten Markt war Nokia zuletzt von Samsung überholt worden, die mit ihrem neuen Smartphone gemeinsam mit Apple die ersten beiden Plätze belegen.
^ Weitere Meldungen: - Porsche fährt Milliardengewinn ein - HSBC mit unerwartet starkem Gewinnanstieg - Air Liquide weiter auf Wachstumskurs - ArcelorMittal und Peabody legen feindliches Übernahmeabgebot für Macarthur vor - Morphosys erweitert Zusammenarbeit mit Merck&Co in der Impfstoffforschung - EADS will Satelliten-Kommunikationsdienstleister Vizada übernehmen - Anleger reagieren erleichtert auf Kompromiss im US-Schuldenstreit - Auftragswachstum im Maschinenbau kommt im Juni fast zum Stehen - Gutes Vorjahr - Lanxess erhöht Preise für Chloropren-Kautschuke - Stada schließt auch mit DAK Rabattverträge über Generika - Honda muss nach Erdbeben schwere Gewinneinbrüche verkraften°
/bwi