Sparkurs verhilft Pfizer zu mehr Gewinn - Weniger Geld für Forschung
NEW YORK - Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat im ersten Quartal dank seines Sparkurses mehr Gewinn als im Vorjahr eingefahren. Während der Umsatz in den ersten drei Monaten auch wegen rückläufiger Erlöse auf dem Heimatmarkt USA auf dem Niveau des Vorjahres stagnierte, kletterte der Überschuss um zehn Prozent auf 2,22 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis pro Aktie vor Sonderposten habe 0,60 US-Dollar betragen, teilte der das Unternehmen am Dienstag mit. Pfizer übertraf damit die Erwartungen der Wall Street, die 0,59 Dollar je Anteilsschein erwartet hatte. Der Merck & Co-Konkurrent fährt seine Forschung und Entwicklung zurück und stellt seine Sparten auf den Prüfstand. Finanzchef Frank D?Amelio bestätigte den Ausblick für 2011.
Mastercard-Nutzer sind in Kauflaune
PURCHASE - Der Kreditkarten-Anbieter Mastercard (MasterCard) profitiert von der anhaltenden Kauflust seiner Nutzer. Der Gewinn im ersten Quartal stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf 562 Millionen Dollar (380 Mio Euro). "Wir sind gut ins Jahr gestartet, obwohl viele unserer Privat- und Firmenkunden mit Naturkatastrophen und politischen Umwälzungen zu kämpfen hatten", sagte Konzernchef Ajay Banga am Dienstag am Firmensitz in Purchase im US-Bundesstaat New York. Vor allem die Zahlungen über die Grenzen hinweg haben zugenommen. Privatleute leisten sich wieder eine Fernreise und die Firmen schicken ihre Mitarbeiter auf Dienstreisen. Insgesamt wickelte Mastercard Zahlungen im Gesamtwert von 545 Milliarden Dollar ab und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nur durch die Hände des Rivalen Visa (Vivendi Universal) geht noch mehr Geld. Die Mastercard-Aktie stieg vorbörslich um fast 3 Prozent.
Telekom will Millionen vom Bund zurück
KARLSRUHE - Bleibt die Telekom (Deutsche Telekom) auf Vergleichszahlungen an US-amerikanische Anleger sitzen oder haften die damaligen Haupteigentümer Bund und staatseigene Förderbank KfW? Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelte am Dienstag über eine Klage der Deutschen Telekom, die von den beiden Großaktionären rund 112 Millionen Euro zurückverlangt. Das Geld musste die Telekom bei einem Vergleich 2005 in den USA zahlen, nachdem Anleger eine Sammelklage gegen das Unternehmen angestrengt hatten. Sie waren nach dem drastischen Niedergang der T-Aktie vor Gericht gegangen, weil sie ihrer Ansicht nach im von der Telekom erstellten Verkaufsprospekt nicht ausreichend über die angebotenen Aktien informiert worden waren.
Metro fehlt das Ostergeschäft - Umsatz stagniert im 1. Quartal
DÜSSELDORF ? Deutschlands führender Handelskonzern Metro (METRO) hat wegen des fehlenden Ostergeschäfts seinen Umsatz im ersten Quartal nur stabil halten können. In den ersten drei Monaten wurden 15,52 Milliarden Euro erwirtschaftet und damit soviel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie der Konzern am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Durch den späten Ostertermin in diesem Jahr wird der Konzern erst im zweiten Quartal vom Ostergeschäft profitieren können. Betrachtet man die ersten vier Monate, dann stieg der Umsatz um ein Prozent. Dank des Konzernumbaus konnte Metro das Ergebnis weiter verbessern. Das Düsseldorfer Unternehmen zeigte sich zuversichtlich, seine Gesamtjahresziele erreichen zu können. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) stieg im ersten Quartal um 6,6 Prozent auf 145 Millionen Euro. Unter dem Strich verringerte sich der Nettoverlust nach Minderheiten von 16 auf 3 Millionen Euro. Metro konnte die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten damit in etwa treffen.
MAN legt kräftig zu - Scania-Gespräche laufen
MÜNCHEN - MAN spürt dank der weltweiten Erholung der Lastwagenmärkte kräftigen Rückenwind. Der Lastwagen- und Motorenbauer verdiente mit 325 Millionen Euro zwischen Januar und März operativ mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, wie der Dax-Konzern (DAX) am Dienstag in München mitteilte. "Wir sind sicher, dass der Markt weiter wachsen wird", sagte Konzernchef Georg Pachta-Reyhofen am Dienstag in München. Und auch im zähen und langwierigen Streit mit dem Staatsfonds IPIC aus Abu Dhabi über die frühere MAN-Tochter Ferrostaal könnte in den kommenden Wochen wieder Bewegung kommen. "Gerade die Zahlen aus dem Nutzfahrzeuggeschäft belegen deutlich die konjunkturelle Wende, vor allem in Europa", sagte Pachta-Reyhofen. Wie den Konkurrenten Volvo und Scania kommt den Münchnern die wachsende Nachfrage zu Gute. Zugleich warnte der Manager vor Risiken: "Dennoch führen die Schuldensituation in Europa und den USA sowie die politischen Unruhen in den arabischen Ländern immer wieder zu erheblicher Verunsicherung an den Finanz- und Rohstoffmärkten."
Volkswagen (VW) fährt auf Rekordkurs
HAMBURG - Der Volkswagen-Konzern (VW) (Volkswagen St (VW)) sieht nach dem erfolgreichen ersten Quartal 2011 neue Bestmarken in Reichweite. "Wir gehen davon aus, dass unser Konzern noch mehr Fahrzeuge verkaufen wird, noch mehr Umsatz erzielen wird und ein noch höheres operatives Ergebnis einfahren wird als im Rekordjahr 2010", sagte VW-Chef Martin Winterkorn laut Redetext am Dienstag bei der Hauptversammlung in Hamburg. Damit sieht Winterkorn das Unternehmen auch gut auf Kurs, die Ziele der Strategie 2018 zu erreichen. Er betonte, es ginge dabei nicht allein um die Weltmarktführerschaft beim Fahrzeugabsatz. Vielmehr solle der Konzern auch bei der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie alternativen Antrieben eine Vorreiterrolle übernehmen und die Rendite verbessern.
Lufthansa sieht sich trotz Krisen im Aufwind - Japan und Nahost belasten
BERLIN - Lufthansa-Chef (Deutsche Lufthansa) Christoph Franz sieht Europas größte Fluggesellschaft trotz der Krisen in Japan und Nordafrika im Aufwind. "Wir erwarten, dass sich die insgesamt positive Geschäftsentwicklung für 2011 fortsetzt und sich in den Ergebnissen am Ende des Jahres widerspiegeln wird", sagte der Manager am Dienstag bei der Hauptversammlung des Konzerns in Berlin. Allerdings hätten Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe in Japan gezeigt, dass es keine verlässlichen Prognosen gebe. Die Krise in Japan und die Unruhen im Nahen Osten belasteten den operativen Gewinn der Lufthansa laut Franz bereits im ersten Quartal mit fast 40 Millionen Euro. Davon entfielen 22 Millionen auf die Nahost-Region und 16 Millionen Euro auf Japan. In den kommenden Monaten dürften weitere Auswirkungen in abgeschwächter Form in der Bilanz zu spüren sein, sagte der Manager.
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