03.07.2012 15:19
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dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN vom 03.07.2012 - 15.15 Uhr

    Barclays-Chef Diamond tritt wegen Libor-Skandal zurück

 

    LONDON  - Nach tagelanger Kritik ist der Chef der britischen Großbank Barclays, Bob Diamond, zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenzen aus der Affäre um versuchte Manipulationen am Interbanken-Zinssatz Libor. Der Druck auf Barclays habe ein Niveau erreicht, das die Zukunft des Unternehmens bedroht, sagte Diamond in einer Mitteilung am Dienstag. "Das durfte ich nicht geschehen lassen." Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Die Suche verantwortet Verwaltungsratschef Marcus Agius, der am Montag ebenfalls seinen Rückzug angekündigt hatte. Dieser ist jetzt aber zumindest so lange aufgeschoben, bis er einen Nachfolger für Diamond gefunden hat. Solange leitet Agius auch die operativen Geschäfte der Bank.

 

ROUNDUP: Eon hebt nach Einigung mit Gazprom Ausblick an

 

    DÜSSELDORF - Gute Nachrichten für Eon : Der größte deutsche Energieerzeuger hat seine Gasbezugsverträge mit dem russischen Staatskonzern Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) neu verhandelt und daraufhin die Prognose kräftig angehoben. Statt bisher bis zu 2,7 Milliarden Euro traut sich der Düsseldorfer Konzern nun ein um Sondereffekte bereinigtes Nettoergebnis von 4,1 bis 4,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das Verhandlungsergebnis mit den Russen, bei dem die Gasverträge nun nicht mehr in dem Maße wie bisher an den hohen Ölpreis gekoppelt sind, werde das Halbjahresergebnis der Düsseldorfer voraussichtlich um etwa eine Milliarde entlasten, hieß es. Die Einigung gilt rückwirkend für den Zeitraum seit dem vierten Quartal 2010.

 

ROUNDUP 2: Microsoft versenkt Milliarden im Online-Geschäft

 

    REDMOND  - Microsoft hat im Internet einfach kein Glück: Während die führende Suchmaschine Google scheinbar spielerisch Reichtümer anhäuft, verbrennt der weltgrößte Software-Konzern online anhaltend Geld. Der bisher drastischste Beleg für Microsofts Probleme im Netz ist eine Abschreibung über 6,2 Milliarden Dollar (4,9 Mrd Euro), die den gesamten Quartalsgewinn aufzehren dürfte. Hintergrund für die am späten Montag angekündigte massive Abschreibung ist der Zukauf einer Online-Werbefirma vor fünf Jahren. Im Nachhinein stellt sich das Geschäft als teurer Fehlgriff heraus. Das investierte Geld ist nun futsch. Viel schlimmer aber noch: Microsoft hat wertvolle Zeit verloren, sich im Internet gegen Google oder auch das Soziale Netzwerk Facebook zu positionieren.

 

ROUNDUP: Boeing rechnet mit weiter wachsender Flugzeugnachfrage

 

    LONDON  - Der Flugzeugbauer Boeing rechnet in den kommenden zwei Jahrzehnten weiter mit einer wachsenden Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen. In den Jahren 2012 bis 2031 dürften rund 34.000 neue Maschinen an die Kunden ausgeliefert werden, teilte der Airbus-Konkurrent aus den USA am Dienstag wenige Tage vor Beginn der Luftfahrtmesse in Farnborough bei London mit. Weniger als die Hälfte der neuen Flieger würde dabei alte Maschinen ersetzen. Damit wären im Jahr 2031 mit 39.780 Maschinen doppelt so viele Flugzeuge in der Luft wie heute.    Boeing zufolge kommen die neuen Flugzeuge auf einen Gesamtwert von 4,5 Billionen US-Dollar (3,6 Bio Euro). Vor einem Jahr war der US-Konzern für die nächsten 20 Jahre von einer Nachfrage nach 33.500 Maschinen im Wert von vier Billionen Dollar ausgegangen. Den Großteil der Bestellungen erwartet Boeing mit gut 12.000 Maschinen aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Europa und Nordamerika dürften mit rund 7.800 und 7.300 Fliegern weit dahinter zurückbleiben.

 

ROUNDUP 2: 'Bad Bank' der HRE drohen weitere Milliardenverluste aus Euro-Krise

 

    MÜNCHEN  - Die "Bad Bank" der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate bleibt nach einem Milliardenverlust 2011 ein Fass ohne Boden für die Steuerzahler. Im vergangenen Jahr schrieb die Bank einen Verlust von knapp zehn Milliarden Euro, der vom Bund ausgeglichen werden musste. Vor allem Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen trugen zu dem Minus der "Bad Bank" bei, die 2010 nach der Rettung der HRE als Auffangbecken für Problemkredite gegründet worden war.    Weitere Milliardenverluste drohen in Italien und Spanien. "Der Ausgang der Euro-Krise ist für uns Match- entscheidend", sagte der Vorstandschef der Abwicklungsanstalt mit dem Namen FMS Wertmanagement, Christian Bluhm, am Dienstag in München.

 

ROUNDUP/Maschinenbau: Auftragseingänge weiter im Minus - Euroraum schwach

 

    FRANKFURT - Die Euro-Schuldenkrise bremst den deutschen Maschinenbau: Potenzielle Investoren halten ihre Bestellungen zurück, und auch aus dem größten Absatzmarkt China liegen die Order weit unter Vorjahr. Insgesamt gingen bei den mittelständisch geprägten Betrieben im Mai zum siebten Mal in Folge weniger Bestellungen ein als im Vorjahresmonat, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Dienstag in Frankfurt berichtete. Die Auftragseingänge lagen real um sechs Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.    Dabei sank das Inlandsgeschäft im Jahresvergleich um acht Prozent, das Auslandsgeschäft um vier Prozent. Allerdings lief der Mai deutlich besser als der April, als die Ordereingänge im Jahresvergleich um elf Prozent zurückgingen, wie VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers betonte: "Der im Vormonat erwartete Auftragseinbruch ist ausgeblieben. Wir bewegen uns ungefähr auf dem Durchschnittsniveau des Vorjahres." Insofern bestehe die Hoffnung, dass die Schlüsselindustrie in den kommenden Monaten wieder Plusraten beim Auftragseingang verzeichnen könne.

 

Fiat baut Anteil an Chrysler weiter auf 61,8 Prozent aus

 

    TURIN  - Fiat stockt seine Beteiligung am US-Autobauer Chrysler weiter auf. Aus Optionsgeschäften wolle der italienische Konzern zusätzliche 3,3 Prozent erwerben und damit seinen Anteil an den Amerikanern auf 61,8 Prozent ausbauen, teilte Fiat am Dienstag in Turin mit. Die Aktien stammen aus einem Fonds der US-Autogewerkschaft UAW, die die restlichen Anteile an Chrysler hält. Fiat besitzt ein Vorkaufsrecht auf die UAW-Beteiligung.

 

Deutscher Automarkt zurück im Plus

 

    FRANKFURT - Der deutsche Automarkt ist nach einem schwächeren Vormonat zurück im Plus: Der Juni 2012 schließt nach vorläufigen Zahlen mit über 296.000 Neuzulassungen oder einer Zunahme von fast 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie der Importeurverband VDIK am Dienstag in Bad Homburg berichtete. Damit falle das erste Halbjahr 2012 mit knapp einem Prozent über dem Vorjahresniveau stabil aus. Von Januar bis Juni seien in Deutschland über 1,6 Millionen Neuwagen zugelassen worden, erklärte der VDIK: "Deutschland trotzt dem Negativtrend in Europa".

 

All Nippon Airways will mit Kapitalerhöhung gut 2 Milliarden Euro einsammeln

 

    TOKIO  - Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) will mit einer Kapitalerhöhung umgerechnet gut zwei Milliarden Euro einsammeln. Das frische Geld soll unter anderem in den Kauf neuer Flugzeuge fließen, vor allem in die Langstreckenjets vom Typ Boeing 787 "Dreamliner", von denen ANA insgesamt 55 Exemplare bestellt hat. Insgesamt will der japanische Lufthansa-Partner (Deutsche Lufthansa) 914 Millionen neue Aktien ausgeben, deren genauer Preis erst am 18. Juli festgelegt wird, wie ANA nach dem japanischen Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Die Summe könnte 211,1 Milliarden Yen (2,1 Milliarden Euro) erreichen.

 

Wincor Nixdorf rechnet mit weiteren Umbaukosten im kommenden Jahr

 

    FRANKFURT  - Der Umbau beim Geldautomaten- und Kassensystem-Hersteller Wincor Nixdorf wird teurer als gedacht. Zusätzlich zu den Aufwendungen für die Restrukturierung des Unternehmens in Höhe von 40 Millionen Euro in diesem Jahr werden 2013 weitere Kosten anfallen, wie Vorstandschef Eckhard Heidloff der "Börsen-Zeitung" (BöZ/Dienstagausgabe) sagte. "Diese sollten aus heutiger Sicht bei etwa 20 Millionen Euro liegen."

 

^ Weitere Meldungen:

 

- ROUNDUP: Schiffbauzulieferer besorgt um Asien-Geschäft - ROUNDUP: Staatsregierung und BayernLB akzeptieren EU-Vorgaben - Vattenfall Europe will Entschädigung für Atomausstieg notfalls einklagen - Bilfinger Berger will bei Übernahmen keine Milliardensummen zahlen - Swiss Re wird Private-Equity-Sparte an Blackrock los - Strategisches Bündnis - Rossmann holt weiter auf - Starkes Umsatzplus im ersten Halbjahr - ROUNDUP: Bundesverwaltungsgericht macht Flughafen-Klägern wenig Hoffnung - Ex-HRE-Chef Funke weist weiter jede Schuld zurück - Gewerkschaft: Peugeot will in Frankreich noch mehr Stellen streichen - NordLB erfüllt EU-Anforderungen und stockt Kernkapital auf - Neue Hoffnung für IhrPlatz - mehrere Investoren melden sich - Samsung geht gegen Verkaufsverbot von Smartphone in den USA vor - Deutsche Börse: Orderbuchumsatz auf Xetra geht im Juni weiter zurück - Presse: Familie Schlecker bietet Millionen-Vergleich - 'FTD': Swiss Life will deutsche Tochter AWD umbenennen - Deutsche Börse: Handelsvolumen an Eurex geht im Juni weiter zurück - Google bietet EU Zugeständnisse bei Online-Suche an - Lufthansa übernimmt Ersatzteil-Versorgung für SAS - Verkaufsverbot für Samsung-Tablet bleibt bestehen - Telekom erwägt Partnerschaft mit Google für mobiles Bezahlen - Credit Suisse verkauft weitere Aberdeen-Anteile - Boeing will sich von Airbus' US-Offensive nicht verunsichern lassen - Brüssel erlaubt Vodafone Übernahme von Cable & Wireless Worldwide - ROUNDUP: EuGH erlaubt Weiterverkauf von gebrauchten Software-Lizenzen - Schott Solar schließt Werk in Tschechien °

 

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

 

/stw

 

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