Allianz schraubt Beteiligung an der Commerzbank zurück
MÜNCHEN - Europas größter Versicherer Allianz hat sein Engagement bei der vom Staat gestützten Commerzbank zurückgeschraubt. "Wir haben unsere Beteiligung auf knapp über zehn Prozent gesenkt", sagte ein Allianz-Sprecher am Dienstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Derzeit gebe es aber keine Absicht, weitere Commerzbank-Aktien zu verkaufen. Nach dem Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank war die Allianz zuletzt mit knapp 14 Prozent an der Commerzbank beteiligt gewesen.
Drillisch erhöht Gewinnprognose für 2009 leicht
MAINTAL - Der Mobilfunkanbieter Drillisch blickt nach den ersten neun Monaten des Jahres etwas optimistischer auf das laufende Jahr. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnet das seit kurzem im TecDax (TecDAX) notierte Unternehmen jetzt mit einem Anstieg auf 43 Millionen Euro (2008: 40,6). Bislang hatte die Prognose bei 41 bis 42 Millionen Euro gelegen. Bis Ende September sei das EBITDA trotz eines leicht rückläufigen Umsatzes um rund sieben Prozent auf 32,7 Millionen Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Dienstag in Maintal überraschend mit. Bisher war die Bekanntgabe der Neunmonatszahlen auf den 13. November terminiert. Der Kurs der Aktie zog kurz nach der Bekanntgabe der Eckdaten für die ersten neun Monate und der erhöhten Prognose an.
Forderungen an Munich Re nach Millionen-Gewinn
MÜNCHEN - Nach einem Millionen-Gewinn im Internet sieht sich der weltgrößte Rückversicherer Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) mit Forderungen eines privaten Lotterievermittlers konfrontiert. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland" (Dienstag). Demnach hatte der Rückversicherer den britischen Anbieter MyLotto24 für den Fall abgesichert, dass einer seiner Kunden die Zahlen tippt, mit denen der deutsche Lotto-Jackpot geknackt wird, was Ende September auch tatsächlich geschehen war.
Bilfinger Berger erstellt Fundamente des Windparks London Array in Nordsee
MANNHEIM - Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger(Bilfinger Berger) errichtet gemeinsam mit seinem dänischen Partner Per Aarsleff die Fundamente des Windparks London Array in der Nordsee. Das Gesamtvolumen des Auftrags liege bei rund 400 Millionen Euro, teilte der MDax-Konzern am Dienstag in Mannheim mit. Auf Bilfinger Berger entfalle die Hälfte. Insgesamt sollen im äußeren Mündungsgebiet der Themse Gründungen für 175 Windkraftanlagen und zwei Umspannwerke in 20 bis 35 Kilometer Küstenentfernung erstellt werden.
Johnson & Johnson legt Sparprogramm auf
NEW BRUNSWICK - Der amerikanische Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) (JohnsonJohnson) legt angesichts der wachsenden Generika-Konkurrenz ein Sparprogramm auf. Die Kosten sollen nachhaltig gedrückt werden. Bis Ende 2011 sollen die jährlichen Kosten um 1,4 bis 1,7 Milliarden Dollar gesenkt werden, wie das Unternehmen am Dienstag in New Brunswick (US-Bundesstaat New Jersey) mitteilte. Im kommenden Jahr sollen sie um 800 bis 900 Millionen Dollar sinken. Im laufenden Quartal fallen für die Bemühungen aber auch 1,1 bis 1,3 Milliarden Dollar an Kosten an. Zudem bekräftigte Johnson & Johnson seine Gewinnprognose. Erst vor einem Monat hatte das Unternehmen das Gewinnziel vor Sondereffekten wie diesem Sparprogramm von 4,45 bis 4,55 Dollar auf 4,54 bis 4,59 Dollar aufgestockt.
GM ruft weitere Milliarden aus US-Hilfstopf ab
DETROIT - Der Autobauer General Motors (Motors Liquidation) (GM) hat sich weitere Milliarden aus dem von der US-Regierung bewilligten Hilfstopf geholt. Die bereits erwarteten zusätzlichen 2,8 Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro) sollen in die Sanierung der früheren GM-Zuliefersparte Delphi fließen, wie die bisherige Opel-Mutter am Montagabend (Ortszeit) mitteilte.
Teva steigert Umsatz und Gewinn im dritten Quartal
TEL AVIV - Der weltweit führende Generikahersteller Teva Pharmaceuticals (Teva Pharmaceuticals Industries) hat im dritten Quartal von der starken Nachfrage nach seinem Multiple-Sklerose-Mittel Copaxone profitiert und mehr verdient als im Vorjahr. Im dritten Quartal sei der Überschuss von 631 Millionen Dollar im Vorjahr auf 649 Millionen Dollar gestiegen, wie Teva Pharmaceuticals am Dienstag in Tel Aviv mitteilte. Vor Sonderposten verbuchte der Konzern einen Gewinnanstieg auf 806 Millionen Dollar und übertraf damit die Markterwartungen leicht. Der Umsatz kletterte um 25 Prozent auf 3,55 Milliarden Dollar, wie die an der Technologie-Börse Nasdaq gelistete Gesellschaft weiter mitteilte.
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