05.12.2012 15:19
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dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN vom 05.12.2012 - 15.15 Uhr

    ROUNDUP: EU-Kartellwächter brummen Elektrokonzernen Rekordstrafe auf

 

    BRÜSSEL - Rekordstrafe für Bildschirm-Hersteller: Sieben namhafte Elektronikkonzerne wie Philips, Panasonic, Toshiba und LG Electronics müssen 1,47 Milliarden Euro EU-Kartellbuße zahlen. Bis 2006 sollen die Firmen fast zehn Jahre lang Verbraucher in Europa und Asien bei Bildröhren für Fernseher und Computerbildschirme abgezockt haben. Das teilten die obersten EU-Wettbewerbshüter am Mittwoch in Brüssel mit. Der Vorwurf: Die Konzerne sprachen untereinander die Preise ab, teilten die Märkte auf und drosselten ihre Produktion. "Es ist die höchste Strafe, die die EU-Kommission jemals verhängt hat", sagte EU-Wettbewerbkommissar Joaquín Almunia und sprach von einem "Kartell wie aus dem Lehrbuch". Grund für das hohe Bußgeld sei die lange Dauer seit den 90er Jahren und der milliardenschwere Schaden zulasten von Verbrauchern.

 

HSBC verkauft Anteil an Versicherer Ping für 9,4 Milliarden Dollar

 

    HONGKONG/LONDON - Die britische Großbank HSBC hat mit dem Verkauf des Anteils am chinesischen Versicherers Ping An einen Milliardengewinn erzielt. Der Verkauf des 15,6-prozentigen Aktienpakets habe 9,4 Milliarden Dollar (7,2 Mrd Euro) in die Kassen gespült und steigere den Überschuss um 2,6 Milliarden Dollar, teilte die Bank am Mittwoch in Hongkong mit. Käufer der Anteile ist der thailändische Milliardär Dhanin Chearavanont. Die Briten hatten Mitte November angekündigt, einen Ausstieg aus der Beteiligung an dem zweitgrößten chinesischen Versicherer, bei dem sie 2002 eingestiegen waren, zu prüfen.

 

Daimler verliert bei China-Absatz weiter an Boden

 

    STUTTGART  - China bleibt das Sorgenkind beim Premium-Autobauer Daimler . Während der weltweite Absatz der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars im November gut 5 Prozent höher lag als vor einem Jahr, gingen die Neuzulassungen in China um mehr als 6 Prozent zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Gute Geschäfte in den USA und stabile Verkäufe in Europa hielten die Stuttgarter aber trotz der China-Schwäche auf Kurs für einen Absatzrekord in diesem Jahr. Insgesamt setzte Daimler im November 128.768 Pkw ab. Wachstumstreiber bleibt die neue Kompaktklasse von Daimler, in die der Konzern große Hoffnungen setzt. Im November wurden rund 21.700 Wagen der A- und B-Klasse ausgeliefert, das waren 38 Prozent mehr als vor einem Jahr.

 

Volkswagen baut Produktion in Russland aus

 

    MOSKAU  - Angesichts zweistelliger Zuwachsraten in Russland gibt der Volkswagen-Konzern (Volkswagen vz) im Riesenreich weiter Vollgas. Von diesem Donnerstag an rollen im Werk des Autoproduzenten GAZ in Nischni Nowgorod Modelle der VW-Tochter Skoda vom Band, wie Skoda-Chef Winfried Vahland am Mittwoch in Moskau sagte. Jährlich sollen in der Stadt rund 450 Kilometer östlich von Moskau bis zu 140.000 Autos gebaut werden. Produktionsvorstand Michael Macht kündigte bis 2015 VW-Investitionen von 840 Millionen Euro im größten Land der Erde an.

 

Pharma- und Chemiekonzern Merck setzt auch bei Laborsparte Millipore Rotstift an

 

    DARMSTADT  - Der Darmstädter Dax-Konzern Merck setzt nach kräftigen Einsparungen in seinem Pharmageschäft Merck Serono nun auch in der Laborsparte Millipore den Rotstift an. Ab 2017 werde mit Netto-Kosteneinsparungen in Höhe von rund 40 Millionen Euro gerechnet, teilte der Pharma- und Chemiekonzern am Mittwoch vor einer Veranstaltung für Analysten und Investoren mit. Die Einsparungen, die durch mehr Effizienz in der Produktion und Logistik erzielt werden sollen, führen in den Jahren 2013 bis 2015 zu Kosten von rund 160 Millionen Euro, wie Merck weiter mitteilte.

 

INTERVIEW: Hyundai bekommt 2013 Krise zu spüren - Händlernetz wird umgekrempelt

 

    OFFENBACH  - Der Höhenflug von Hyundai (Hyundai Motor) auf Europas Automärkten ist vorerst zu Ende. Die Koreaner spüren die Absatzkrise mittlerweile deutlich, rechnen mit sinkenden Verkäufen und müssen ihre Ziele über den Haufen werfen. "2013 wird ein Jahr der Konsolidierung", sagte Europa-Vizechef Allan Rushforth der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Das trifft auch die Händler: Bis 2014 soll mindestens jeder vierte in Europa ersetzt werden.

 

Allianz kürzt Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung

 

    MÜNCHEN  - Die Niedrigzinsen treffen auch die Lebensversicherungskunden der Allianz. Europas größter Versicherer streicht die Überschussbeteiligung im kommenden Jahr um 0,3 Prozentpunkte zusammen, wie die Allianz Deutschland am Mittwoch in München mitteilte. Damit können die Kunden mit einer Gesamtverzinsung von 4,2 Prozent rechnen. Dies ist immer noch mehr als bei einigen Konkurrenten. So kürzt die zum weltgrößten Rückversicherer Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) gehörende Ergo Lebensversicherung die Gesamtverzinsung laut Angaben vom Dienstag um 0,6 Prozentpunkte auf 3,55 Prozent.

 

ROUNDUP: NordLB-Chef: 2013 wird schwierig - Schiffskrise belastet weiter

 

    HANNOVER  - Im Kampf gegen die Schiffskrise kalkuliert die NordLB auch für 2013 millionenschwere Belastungen ein, sieht sich aber insgesamt auf Kurs. "Wir werden substanzielle Wertberichtigungen haben", sagte Vorstandschef Gunter Dunkel am Dienstagabend in Hannover. Im dritten Quartal hatte das Institut seine Vorsorge auf 352 Millionen Euro mehr als verdreifacht - vor allem, weil es weiter Probleme bei Krediten für Containerriesen gibt. Die konjunkturelle Lage bleibe unsicher. "Und wir müssen uns darauf vorbereiten, dass es wieder zum Aufflammen der Staatsschuldenkrise kommt", warnte Dunkel.

 

Lufthansa Cargo erwartet 2013 wieder Aufschwung bei der Fracht

 

    FRANKFURT  - Die Lufthansa (Deutsche Lufthansa) rechnet trotz der Konjunkturschwäche in Europa 2013 mit einem wieder wachsenden Frachtaufkommen. "Insgesamt dürfte auf den Strecken von und nach Deutschland und in die Eurozone ein Plus von zwei bis drei Prozent erreicht werden", sagte der Vertriebsvorstand der Frachtflugsparte Lufthansa Cargo, Andreas Otto, am Dienstagabend in Frankfurt. Dann möchte die Lufthansa auch ihre Frachterflotte wieder voll einsetzen. Wegen des seit einem Jahr schrumpfenden Frachtaufkommens lässt sie derzeit rechnerisch zwei ihrer insgesamt 18 Frachtmaschinen vom Typ MD-11 am Boden.

 

ROUNDUP: Darmstädter Merck setzt auch bei Laborsparte Millipore Rotstift an

 

    DARMSTADT  - Der Darmstädter Dax-Konzern Merck setzt nach kräftigen Einsparungen in seinem Pharmageschäft Merck Serono nun auch in der Laborsparte Millipore den Rotstift an. Ab 2017 werde mit Netto-Kosteneinsparungen in Höhe von rund 40 Millionen Euro gerechnet, teilte der Pharma- und Chemiekonzern am Mittwoch vor einer Veranstaltung für Investoren mit. Die Einsparungen, die durch mehr Effizienz in der Produktion und Logistik erzielt werden sollen, führen in den Jahren 2013 bis 2015 zu Kosten von rund 160 Millionen Euro. Die Laborsparte Merck Millipore konkurriert mit den US-Konzernen Thermo Fisher und Life Technologies. Merck hatte den US-Laborspezialisten Millipore 2010 für 7,2 Milliarden Dollar (5,3 Mrd. Euro) übernommen und war dadurch von Rang 15 auf Rang drei vorgerückt.

 

^ Weitere Meldungen: - Tesco fasst Trennung von US-Kette Fresh & Easy ins Auge - Telefonica will mit Lateinamerika-Börsengang bis zu 6 Mrd Euro einnehmen - Samsung ebnet Sohn des Vorsitzenden weiter den Weg zur Spitze - Fluglinie Etihad will Vielfliegerprogramm von Air Berlin kaufen - Provinzial-Vorstandschef geht es nach Angriff besser - Fehlermeldung bei Germanwings - Maschine weicht nach Wien aus - Abramowitsch-Einstieg schlichtet Aktionärsstreit bei Norilsk Nickel - NordLB-Chef: 2013 wird schwierig - Schiffskrise belastet weiter - Nokia startet mit Hoffnungsträger Lumia 920T in China - Aktie legt zu - Brüssel genehmigt Finanzspritze für Hypo Alpe Adria - NSN schließt Service-Tochter und verkauft Kundendienstsparte - ROUNDUP: Euro-Krisenland Griechenland stürzt in Korruptions-Index ab - Boeings 'Dreamliner' müssen wegen Treibstoff-Leck zum Check - Intel holt sich sechs Milliarden Dollar am Kapitalmarkt

 

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Nach StreikwelleLufthansa kappt Prognose für 2015 - Dividende wackeltBei der Lufthansa purzeln einmal mehr die Prognosen. Eigentlich wollte Deutschlands größte Airline im kommenden Jahr ein operatives Ergebnis von 2 Milliarden Euro erzielen, daraus wird jetzt nichts.
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