BMW 2009 mit weniger Gewinn -
Dividende geplant
MÜNCHEN - BMW hat im Krisenjahr 2009 deutlich weniger Geld verdient. Unter dem Strich verbuchte der Münchner Autobauer einen Gewinn von 210 Millionen Euro, nach 330 Millionen Euro 2008. Grund für den Rückgang ist eine gestiegene Steuerquote, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Das Vorsteuerergebnis (EBT) legte um 17,7 Prozent auf 413 Millionen Euro nach 351 Millionen Euro 2008 zu. Der Umsatz ging um 4,7 Prozent auf 50,6 Milliarden Euro zurück. Damit kam der Konzern besser durch die Branchenkrise als erwartet. "Unser Kostenmanagement sowie gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz zeigen Wirkung, auch wenn die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich spürbar waren", sagte Vorstandschef Norbert Reithofer der Mitteilung zufolge. Der Absatz war 2009 um 10,4 Prozent eingebrochen. Insgesamt verkaufte der Konzern weltweit 1,28 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce nach 1,43 Millionen Autos im Jahr zuvor.
Allianz will AIG in Asien überholen - Industrie-Prämien sollen steigen
SINGAPUR - Der Versicherungskonzern Allianz will in Asien größter internationaler Industrie-Versicherer werden und den US-Konkurrenten AIG (American International Group) als Marktführer ablösen. Sein Unternehmen profitiere von der AIG-Schwäche, sagte der Chef der Industrie-Versicherungssparte Allianz Global Corporate and Specialty (AGCS), Axel Theis, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag). Im Blick habe die Allianz vor allem Japan, Südostasien und Australien. China und Indien seien weniger interessant, weil das Geschäft dort von staatlichen Versicherungsgruppen bestimmt werden.
Daimler will 2010 bei Pkw-Kernmarke stärker wachsen als der Markt
STUTTGART - Daimler will im laufenden Jahr deutlich mehr Pkw seiner Kernmarke Mercedes-Benz verkaufen als 2009. "Wir rechnen damit, dass der Weltmarkt um drei bis vier Prozent wachsen wird. Wir werden aber um mehr als diese drei bis vier Prozent zulegen können", sagte Mercedes-Vertriebschef Joachim Schmidt dem Online-Magazin Autogazette.de. Daimler setzt dabei auch auf den boomenden chinesischen Markt. Nach einem Absatz von 70.000 Fahrzeugen im vergangenen Jahr geht Schmidt dort für 2010 von mehr als 100.000 verkauften Fahrzeugen aus.
Evonik dementiert Gerüchte über Interesse an Lanxess
ESSEN - Der Mischkonzern Evonik hat Spekulationen über eine angebliches Interesse an einer Übernahme des Spezialchemieunternehmens Lanxess (LANXESS) dementiert. "Das ist weder Gerücht noch Wahrheit, das ist Blödsinn", sagte eine Sprecherin der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Donnerstag. An der Börse waren zuvor Spekulationen aufgetaucht, der Essener Konzern sei an Lanxess interessiert. Evonik hat mit der Degussa eine starke Chemiesparte. Es gibt im Unternehmen zudem Bestrebungen, sich auf dieses Geschäft zu konzentrieren.
Q-Cells-Chef Milner tritt zurück - Sanierer Cen übernimmt
BITTERFELD-WOLFEN - Der Chef des angeschlagenen Solarzellenherstellers Q-Cells, Anton Milner, hat mit seinem Rücktritt auf die Krise des Unternehmens reagiert. Damit übernahm der Brite die Verantwortung für ein katastrophales Geschäftsjahr 2009, das die im TecDax (TecDAX) notierte Gesellschaft mit einem Verlust von fast 1,4 Milliarden Euro abgeschlossen hatte. Milner begründete den Schritt auch mit dem verloren gegangenen Vertrauen am Kapitalmarkt. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanzchef Nedim Cen, wie Q-Cells am Donnerstag nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Cen war erst im Juni als Sanierer geholt worden. Er soll beide Ämter nun solange führen, bis "die Basis für die Neuausrichtung" geschaffen sei, hieß es.
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