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22.12.2010 15:35

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dpa-AFX Überblick: UNTERNEHMEN vom 22.12.2010 - 15.30 Uhr

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    Leichte Entspannung am Frankfurter Flughafen

 

    FRANKFURT - Auf dem wichtigsten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main sind am Mittwochmorgen wieder alle Start- und Landebahnen in Betrieb. Das sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport der Nachrichtenagentur dpa. "Es deutet alles darauf hin, dass sich die Dinge entspannen. Die Überhänge vom Dienstagabend sind fast abgebaut." Die weitere Entwicklung hänge aber nicht allein vom Frankfurter Flughafen ab, sondern auch von der Leistungsfähigkeit der anderen europäischen Airports.

 

Adidas will Lücke zu Nike nach und nach schließen

 

    FRANKFURT - Der Sportartikelhersteller Adidas (adidas) will die Lücke zum Branchenersten Nike nach und nach schließen. Der Vorsprung Nikes stamme allein aus Amerika, in allen anderen Regionen sei Adidas gleich groß oder größer, sagte Vorstandschef Herbert Hainer der "Börsen-Zeitung" (Mittwoch). Bislang trennen die beiden Konzerne rund zwei Milliarden Euro Umsatz. Größe sei für Adidas aber kein Selbstzweck, sagte Hainer weiter. "Es ist nicht unser primäres Ziel, 2015 der Umsatzstärkste zu sein. Wichtig ist für uns ein nachhaltiges und kontinuierliches Wachstum."

 

Deutsche Post sichert sich milliardenschwere Kreditlinie

 

    BONN - Die Deutsche Post hat sich kurz vor dem Jahreswechsel eine milliardenschwere Kreditlinie gesichert. Der neue Verfügungsrahmen von zwei Milliarden Euro werde von einem Bankenkonsortium gewährt und habe eine Laufzeit von fünf Jahren, teilte der Post- und Logistikkonzern am Mittwoch in Bonn mit. "Mit dem Abschluss der Kreditlinie haben wir wie geplant die Komplexität unserer Finanzierungsinstrumente weiter reduziert und uns langfristig vorteilhafte Finanzierungskonditionen gesichert", sagte Finanzvorstand Larry Rosen.

 

Ministerium will Garantiezins für Lebensversicherungen senken

 

    BERLIN - Die klassische Kapitallebensversicherung könnte nach den Plänen des Bundesfinanzministeriums Mitte 2011 deutlich unattraktiver werden. Die Behörde von Minister Wolfgang Schäuble (CDU) will die Garantieverzinsung für Neuverträge zum 1. Juli von derzeit 2,25 Prozent auf dann 1,75 Prozent senken. Dies geht aus einem Verordnungsentwurf des Ministeriums hervor, der den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX vorliegt. Die Versicherer laufen Sturm gegen die Pläne und fürchten um ihren einstigen Verkaufsschlager. Für eine Änderung des sogenannten Höchstrechnungszinses gebe es 2011 keinen Anlass, argumentiert der Branchenverband GDV.

 

ACS versichert IG BAU Eigenständigkeit von Hochtief

 

    MADRID/ESSEN - Im Übernahmekampf um Hochtief (HOCHTIEF) hat der Konkurrent ACS den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland und die Eigenständigkeit von Hochtief zugesichert. In einer Vereinbarung mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) verpflichteten sich die Spanier auch, den Sitz der Hauptverwaltung in Essen zu belassen und alle Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen zu respektieren. Die entsprechende Vereinbarung sei bereits am Dienstag in Madrid unterzeichnet worden, teilte ACS am Mittwoch mit. Die Vereinbarung gilt für den Fall, dass ACS die Hochtief-Mehrheit übernimmt. Bisher sind die Spanier mit einem Anteil von 27,26 Prozent an Hochtief von der Mehrheit allerdings noch klar entfernt.

 

Volkswagen bietet ab 2011 eigene Garantieversicherungen an

 

    BRAUNSCHWEIG ? Der Volkswagen-Konzern (VW) (Volkswagen St (VW)) steigt als Erstversicherer ins Garantieversicherungsgeschäft ein. Ab dem nächsten Jahr biete die Finanzdienstleistungstochter mit der Volkswagen Versicherung AG Garantieversicherungen an, die im Anschluss an die Herstellergarantien für Autos abgeschlossen werden können. "Wir stehen bereits in den Startlöchern", sagte der Chef der VW-Finanzdienstleistungssparte Frank Witter laut Mitteilung vom Mittwoch. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) habe die entsprechende Lizenz kürzlich erteilt. Bislang bezog Volkswagen die Garantieversicherungen von der Allianz.

 

Daimler bringt Lastwagen nach Pakistan

 

    STUTTGART - Die Nutzfahrzeugsparte von Daimler treibt ihre Internationalisierungsstrategie voran und bietet künftig Lastwagen der japanischen Marke Fuso in Pakistan an. Die Montage und der Vertrieb der schweren und leichten Lastwagen sollen vom lokalen Partner Master Motor Corporation mit Sitz in Karatschi übernommen werden, hieß es in der Mitteilung vom Mittwoch. Master Motor soll auch den Vertrieb und das Wartungsgeschäft steuern. Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie nimmt die Nutzfahrzeugsparte von Daimler vor allem aufstrebende Länder in Südostasien und Afrika in den Blick.

 

Hannover Rück verkauft Tochter Clarendon

 

    HANNOVER - Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück (Hannover Rueckversicherung) verkauft das Geschäft seiner US-Tochter Clarendon an die Enstar Group aus Bermuda. Der Kaufpreis liege bei 200 Millionen Dollar, teilte das im MDAX (MDAX) notierte Unternehmen am Mittwoch mit. Mit dem Verkauf trennt sich die Hannover Rück von auch von den Risiken aus der Abwicklung der US-Gesellschaften, muss allerdings auch Belastungen verkraften. An seinem Gewinnziel für 2010 hält der Vorstand dabei fest. Der Überschuss soll weiterhin 700 Millionen Euro übersteigen.

 

IDS Scheer mit Software AG verschmolzen

 

    DARMSTADT/SAARBRÜCKEN - Deutschlands zweitgrößter Hersteller von Computerprogrammen, die Software AG (Software) (Darmstadt), hat sich endgültig das Software- und Beratungshaus IDS Scheer (Saarbrücken) einverleibt. Die Zusammenführung sei ins Handelsregister eingetragen worden, teilte die Software AG am Mittwoch in Darmstadt mit. Die restlichen IDS-Aktionäre erhalten nach den Bestimmungen des Verschmelzungsvertrages nun für je 33 IDS-Aktien 4 Aktien der Software AG. Kleinaktionäre hatten sich lange gewehrt und einen besseren Umtauschkurs gefordert.

 

Ramsauer räumt Defizite bei der Bahn ein

 

    BERLIN - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat angesichts der aktuellen Verkehrsprobleme jahrelange Versäumnisse bei der Bahn eingeräumt. "Wir haben mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen, die aus der Vergangenheit herrühren", sagte der CSU- Politiker am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. In den letzten zehn Jahren sei zudem an der sogenannten Bereithaltung gespart worden.

 

Microsoft plant neues Windows für Mobilgeräte

 

    SAN FRANCISCO/BERLIN - Microsoft arbeitet nach einem Bericht der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg an einem neuen Windows-System, das für Mobilgeräte wie Tablet Computer mit einem ARM-Chip geeignet ist. Die stromsparende Chip-Technologie der britischen ARM Holdings (ARM) Plc kommt derzeit bei Geräten wie dem iPad oder dem iPhone von Apple zum Einsatz. Microsoft bietet für ARM-Chips bislang das in die Jahre gekommene Windows CE und das neue Handy-Betriebssystem Windows Phone 7 an. Das herkömmliche Desktop-Windows ist dagegen für die x86-Architektur von Intel und Advanced Micro Devices (AMD) ausgelegt.

 

Adobe plant Einkaufstour

 

    DÜSSELDORF - Das US-amerikanische IT-Unternehmen Adobe will auf Einkaufstour gehen. "Wir hatten im vergangenen Jahr einen sehr starken Cashflow. Den werden wir für Aktienrückkäufe, aber auch für Übernahmen nutzen", sagte der Zentraleuropa-Chef des vor allem durch sein Dokumentenformat PDF bekannten Unternehmens, Harald Esch, dem "Handelsblatt" (Mittwoch).

 

Salzhersteller K+S weist Abzocke-Vorwurf zurück

 

    KASSEL - Der weltweit größte Salzhersteller K+S aus Kassel hat Vorwürfe zurückgewiesen, Kommunen würden bei der Bestellung von Streusalz abgezockt. In den Lieferverträgen seien unter anderem Maximalabgabemengen vereinbart, sagte am Mittwoch Unternehmenssprecher Michael Wudonig der Nachrichtenagentur dpa. Für diese Mengen seien die Preise meist schon im Spätsommer oder Herbst festgelegt worden. Nur wenn darüber hinaus Streusalz benötigt werde, würden die Preise neu verhandelt. Dabei müssen Kommunen wohl mit einem Aufschlag rechnen. Wudonig betonte, K+S könne es sich aber nicht leisten, die Kommunen abzuzocken. "Wir wollen schließlich bei der Ausschreibung für den kommenden Winter wieder zum Zug kommen."

 

Bertelsmann-Tochter drängt in das Pharmageschäft

 

    GÜTERSLOH - Die Bertelsmann-Tochter Arvato will im Pharmageschäft mitverdienen. "Immer mehr Pharmaunternehmen haben in Europa nur noch ein Kernlager für ihre Produkte", sagte Thorsten Winkelmann, Geschäftsführer von Arvato Services, dem "Handelsblatt" (Mittwoch). Die Dienstleistungssparte von Europas größtem Medienkonzern wolle Aufträge für Transporte zum Großhandel, in Kliniken und in Apotheken gewinnen, einschließlich Auftrags- und Rechnungsabwicklung. Einer der ersten großen Kunden sei das US- Biotechunternehmen Biogen Idec Tech.

 

°Weitere Meldungen:

 

- Autozulieferer Brose erholt sich schneller als erwartet - Allianz will europäische Staatsanleihen kaufen - BT folgt seinen Kunden nach Asien - Kreise: Rio Tinto kommt Riversdale-Übernahme näher - Privatbankier Friedrich von Metzler hält nichts von Euro-Bonds - Schweizer Banken wollen Steuerstreit mit Deutschland schnell abschließen - Morphosys erreicht siebten klinischen Meilenstein in diesem Jahr - Lanxess erhöht Preise für Chloropren-Kautschuke - 'WSJE': Genzyme-Widerstand gegen Übernahme durch Sanofi-Aventis bröckelt - Nike wird mehr Schuhe und Klamotten los - Bestellungen enttäuschen aber - USA belangen Deutsche Bank für Steuersparmodelle - AIDA Cruises erneut mit Rekord - Kasseler Wingas beliefert drittgrößten Energieversorger der Niederlande - Aixtron wird Europäische Aktiengesellschaft (SE)°

 

/alg/edh

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