16.06.2017 17:16
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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 16.06.2017

ROUNDUP 3: Unmut über Griechen-Kompromiss - Schäuble warnt vor Unruhe

BERLIN/LUXEMBURG - Der Kompromiss zwischen der Eurogruppe und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Lösung des griechischen Schuldenstreits sorgt auch für Unmut in der großen Koalition. Einzelne Abgeordnete von SPD und Union kritisieren eine zu große Abweichung von den Beschlüssen des Bundestags und pochten darauf, dass das Parlament erneut über die Griechenland-Hilfen entscheidet.

USA: Baubeginne fallen dritten Monat in Folge

WASHINGTON - In den USA scheint der Immobilienmarkt leichte Anzeichen einer Abkühlung zu zeigen. Im Mai war die Zahl neu begonnener Bauten schon den dritten Monat in Folge rückläufig, wie Zahlen des US-Handelsministeriums vom Freitag zeigen. Die Baugenehmigungen, die den Baubeginnen zeitlich meist vorauslaufen, fielen den zweiten Monat in Folge.

USA: Michigan-Konsumklima trübt sich unerwartet deutlich ein

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juni überraschend deutlich eingetrübt. Das Konsumklima der Universität von Michigan sei von 97,1 Punkten im Vormonat auf 94,5 Zähler gefallen, teilte die Universität am Freitag mit. Dies ist der tiefste Stand seit vergangenen November. Volkswirte hatten nur einen leichten Rückgang auf 97,0 Punkte erwartet. Der Dämpfer im Juni ist der erste nach drei Anstiegen des Indikators in Folge.

ROUNDUP: Euro-Inflation auf Jahrestief - Arbeitskosten steigen weiter

LUXEMBURG - Die Inflation in der Eurozone hat sich wieder deutlich abgeschwächt und erreichte im Mai ein Jahrestief. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer zweiten Erhebung mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im April hatte die Inflationsrate noch 1,9 Prozent betragen.

ROUNDUP 2: Merkel kritisiert US-Sanktionspläne gegen Russland

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich der scharfen Kritik von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) an den US-Plänen für erweiterte Russland-Sanktionen angeschlossen. Es sei befremdlich, dass bei einer Sanktionierung russischen Verhaltens die europäische Wirtschaft ein Ziel von Sanktionen sein solle, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. "Das darf nicht sein." Merkel teile hierzu von Gabriel formulierte Sorgen. "Es gibt eine große inhaltliche Übereinstimmung", sagte Seibert.

ROUNDUP 2: Unmut über Griechen-Kompromiss - Schäuble: Bundestagsmandat gedeckt

BERLIN - Der Kompromiss zwischen der Eurogruppe und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Lösung des griechischen Schuldenstreits stößt in der großen Koalition auf Kritik. Führende SPD-Politiker warfen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Freitag eine Verschleierungstaktik vor, um den Preis für die Beteiligung des IWF nicht vor der Bundestagswahl offenlegen zu müssen. Unmut gibt es auch unter Unions-Abgeordneten. Aus Sicht der Kritiker sind Forderungen des Bundestages für Griechenland-Hilfen nicht erfüllt, was eine neue Abstimmung erfordere. Schäuble sieht dies anders. Die Entscheidung liegt nun beim Haushaltsausschuss. Ein Ergebnis noch am Freitag wurde nicht erwartet.

Eurozone: Inflation geht deutlich zurück

LUXEMBURG - Die Teuerung in der Eurozone hat sich im Mai deutlich verringert. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer zweiten Erhebung mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im April hatte die Inflationsrate noch 1,9 Prozent betragen. Im Monatsvergleich gingen die Verbraucherpreise im Mai um 0,1 Prozent zurück. Eurostat bestätigte damit vorläufige Zahlen.

Eurozone: Stabiler Anstieg der Arbeitskosten im 1. Quartal

BRÜSSEL - In der Eurozone hat sich die Entwicklung der Arbeitskosten stabil gezeigt. In den Monaten Januar bis März seien die Arbeitskosten pro Stunde im Jahresvergleich um 1,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Brüssel mit. Im Schlussquartal 2016 waren die Arbeitskosten ebenfalls um 1,5 Prozent zum Vorjahr gestiegen.

ROUNDUP: Japanische Notenbank bestätigt geldpolitischen Kurs

TOKIO - Japans Zentralbank hält wegen der nach wie vor trüben Lage der Wirtschaft und schwachen Inflation im Land wie erwartet an der extrem lockeren Geldpolitik fest. Das entschied die Bank of Japan (BoJ) am Freitag in Tokio nach Abschluss zweitägiger Beratungen.

Japanische Notenbank bestätigt wie erwartet geldpolitischen Kurs

TOKIO - Japans Zentralbank hält wegen der nach wie vor trüben Lage der Wirtschaft und schwachen Inflation im Land wie erwartet an der extrem lockeren Geldpolitik fest. Das entschied die Bank of Japan (BoJ) am Freitag in Tokio nach Abschluss zweitägiger Beratungen.

Tsipras: 'Wir schlagen eine neue Seite auf'

ATHEN - Griechenland wird nach Einschätzung von Regierungschef Alexis Tsipras bald wieder auf eigenen Beinen stehen können. "Wir haben den entscheidenden Schritt für den Ausweg des Landes aus der Wirtschaftskrise gemacht", sagte Tsipras am Freitag in Athen. "Jetzt müssen wir unsere Bemühungen verstärken, um einen Aufschwung zu erzielen." Bereits am späten Donnerstagabend hatte Tsipras per Twitter erklärt: "Wir schlagen eine neue Seite auf".

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

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