21.04.2017 07:28
Bewerten
(0)

London soll seine Schulden bei EU vor dem Austritt in Euro begleichen

EU-Papier zum Brexit: London soll seine Schulden bei EU vor dem Austritt in Euro begleichen | Nachricht | finanzen.net
EU-Papier zum Brexit
DRUCKEN
Bevor Großbritannien die Europäische Union verlässt, soll es nach den Vorstellungen der EU-Kommission seine Schulden bei der EU in Euro begleichen.
"Ein ordentlicher Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Union erfordert die Regelung der finanziellen Verpflichtungen, die vor dem Austrittstermin eingegangen wurden", heißt es in einem Verhandlungspapier der EU-Kommission, das der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.

   Diese Verpflichtungen sollten angesichts der Kursschwankungen des britischen Pfund "in Euro festgelegt werden". Sie könnten auf mehrere Jahre verteilt zurückgezahlt werden, heißt es in dem Papier.

   Die Höhe der britischen Schulden bei der EU werden darin allerdings nicht beziffert. In der Vergangenheit hatten EU-Vertreter von 60 Milliarden Euro gesprochen. In London wurde diese Einschätzung entschieden zurückgewiesen und die Schulden mit etwa 20 Milliarden Euro angegeben.

   In dem Papier, in dem es um die voraussichtlichen "Schlüsselelemente" der auf zwei Jahre angesetzten Brexit-Verhandlungen geht, wurde auch das Ziel einer Übereinkunft über die künftigen Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien und von Briten in der EU genannt.

   Statt einen Stichtag festzulegen, sollten diese Rechte "auf Lebenszeit der Betroffenen" gelten, heißt es in dem Papier. Außerdem solle die Absprache nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für ihre Angehörigen gelten - unabhängig, ob ihr Zuzug vor oder nach dem Brexit erfolgt.

   Die Staats- und Regierungschefs der 27 übrigen EU-Länder wollen am 29. April bei einem Gipfel in Brüssel die Ausrichtung der Brexit-Verhandlungen festlegen. Genauere Leitlinien sollen am 22. Mai beschlossen werden. Bei der Abschlussrechnung der EU an London und dem künftigen Status von EU-Bürgern in Großbritannien werden besonders schwierige Verhandlungen erwartet.

   In Erwartung von Streitigkeiten wird in dem Papier "eine institutionelle Struktur" gefordert, die "eine wirksame Umsetzung der Verpflichtungen in dem Abkommen sicherstellen" soll. Der Vorrang des Europäischen Gerichtshofs solle dabei weiter gelten.

   Die britische Premierministerin Theresa May hatte am 29. März offiziell den Austritt ihres Landes aus der EU beantragt. Die Verhandlungen darüber müssen innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden. May beraumte allerdings diese Woche vorgezogene Parlamentswahlen für den 8. Juni an, so dass die Verhandlungen mit Brüssel erst danach beginnen dürften.

   BRÜSSEL (AFP)

Bildquellen: Nikola93 / Shutterstock.com, Vinko93 / Shutterstock.com, Grzejnik / Shutterstock.com, IR Stone / Shutterstock.com
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Dow fester -- Größter Tesla-Bulle traut Tesla-Aktie 500 Dollar zu -- Bitcoin erstmals über 8.000 Dollar -- Time Warner, AT&T, ProSiebenSat.1, Alibaba, Air Berlin im Fokus

Yellen verlässt Fed-Führung nach Powells Amtsübernahme. Griechenland übertrifft angeblich selbst gesteckte Haushaltsziele. SLM Solutions-Aktie auf neuem Rekordhoch. Nach Rauswurf von Apple: Diese Aktien hat George Soros aktuell im Portfolio.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das sind die größten Privatbanken weltweit
Welche Bank macht 2017 das Rennen?
Die besten Städte für Londoner Banker
Welche Stadt bietet die meisten Vorteile?
mehr Top Rankings

Umfrage

Sind Sie in Bitcoins investiert?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
EVOTEC AG566480
Deutsche Bank AG514000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Daimler AG710000
GAZPROM903276
AIXTRON SEA0WMPJ
CommerzbankCBK100
BP plc (British Petrol)850517
GeelyA0CACX
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777
Apple Inc.865985
Sabina Gold & Silver Corp.A0YC9U
TeslaA1CX3T
Siemens AG723610