17.06.2017 12:00
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Prekäre Situation: Air Berlin sucht Anschluss

Euro am Sonntag-Meldung: Prekäre Situation: Air Berlin sucht Anschluss | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Meldung
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Die chronisch defizitäre Fluglinie Air Berlin verspricht bis 2018 Gewinne. Ohne Partner wird es aber eng, und Staatshilfen sind unwahrscheinlich.
€uro am Sonntag
von Birgit Haas, €uro am Sonntag

Über eine Milliarde Euro Schulden drücken Air Berlin. Mit jedem Betriebstag vergrößert sich der Verlust um drei Millionen Euro. Dass Air-Berlin-Flieger überhaupt noch in Berlin und Düsseldorf abheben können, verdankt das Unternehmen der mit 29,2 Prozent investierten Airline Etihad. Seit ihrem Einstieg 2011 überweist die staatliche Flug­linie des Emirats Abu Dhabi regelmäßig Millionenbeträge. Nur eines tun die Araber nicht: die Schulden übernehmen. Das allerdings wäre Voraussetzung, damit Lufthansa die marode Fluggesellschaft übernimmt.


Der Zusammenschluss wäre die Rettung des Unternehmens, dessen Fortbestand selbst die ­eigene Wirtschaftsprüfungs­gesellschaft KPMG bezweifelt. Etihad hat zwar Unterstützung für den Betrieb der nächsten 18 Monate zugesagt, mehr aber auch nicht. Warum auch? Die ­Finanzspritze wäre letztlich ein Geschenk an Lufthansa - die für die Übernahme gleichfalls nichts bezahlen will.


Die Hauptversammlung von Air Berlin am Mittwoch in London war vor diesem Hintergrund Schauplatz eines absurden Optimismus. Man peile für 2018 Gewinne auf operativer Ebene an, sagte Finanzvorstand Dimitri Courtelis. Dabei hat Air Berlin seit 2008 nur ein einziges Mal schwarze Zahlen geschrieben, und das lediglich wegen ­eines Sondereffekts.

Absurder Optimismus
Seit vergangener Woche lotet das Management die Möglichkeit aus, von den Ländern Berlin und Nordrhein-Westfalen Bürgschaften zu erhalten. Diese wären "als Unterstützung für den Umbau willkommen", sagt Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann. Die Airline sei aber nicht auf das Geld der Steuerzahler aus und wolle auch nicht verstaatlicht werden. Die rund ein Dutzend Aktionäre auf der Hauptversammlung glaubten daran, dass Winkelmann es schon richten werde, heißt es.


Auf Skepsis stoßen diese Aussagen im Wirtschaftsministerium, wo die Gesellschaft auch einen Antrag auf staatliche Bürgschaft eingereicht hat. "Die Situation von Air Berlin ist prekär, sonst würde so ein Antrag nicht gestellt", sagt Ministerin Brigitte Zypries. Es müsse ein tragfähiges Sanierungskonzept erarbeitet werden.

Dabei kommt Air Berlin auch um weitere Stellenkürzungen und andere Einsparungen nicht he­rum, glaubt ein Frankfurter Analyst. Der Branchenkenner hält trotz allem einen Zusammenschluss von Lufthansa und Air Berlin für das wahrscheinlichste Szenario.

Schon heute kooperieren die Airlines: Lufthansa hat bereits 38 Flugzeuge ausgeliehen. Die übrigen 75 wür­de sie in die wachstumsstarke Billigfliegerflotte Eurowings integrieren.
Damit könnte der Platzhirsch auch den Konkurrenten Easyjet und Ryanair Paroli bieten. Diese dringen immer weiter in den deutschen Markt vor - auch wegen der Schwäche von Air Berlin.
Bildquellen: Air Berlin, Nickolay Vinokurov / Shutterstock.com, Sean Gallup/Getty Images, bellena / Shutterstock.com
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