13.09.2017 12:36
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Gesamtmetall fordert neue Regierung zu Beitragsdeckelung auf

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Berlin (Reuters) - Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat die nächste Bundesregierung aufgefordert, die Sozialabgaben bei 40 Prozent eines Bruttolohns zu deckeln.

"Wir werden jede Bundesregierung unterstützen, die die 40-Prozent-Grenze in ihr Regierungsprogramm aufnimmt", sagte Gesamtmetall-Chef Rainer Dulger am Mittwoch in Berlin. "Und wir werden keine Regierung unterstützen, die sich davon abwendet." Derzeit summieren sich die Beiträge zur Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung auf 39,95 Prozent und für Kinderlose auf 40,20 Prozent. Davon tragen Arbeitnehmer den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent zur Krankenkasse alleine.

Dulger begründete die Forderung unter anderem mit den wachsenden Arbeitskosten. "Arbeit ist in der Industrie inzwischen so teuer, dass Investitionen in den Aufbau neuer Kapazitäten fast ausschließlich im Ausland stattfinden." An der Metall- und Elektroindustrie hingen direkt und indirekt ein Fünftel der Wertschöpfung und etwa acht Millionen Arbeitsplätze.

Der Arbeitgeberchef fordert zudem eine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes, das eine Ruhezeit von elf Stunden zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn vorschreibt. "Da würde völlig eine unqualifizierte Öffnungsklausel für die Tarifparteien genügen", sagte Dulger. "Unsere Arbeitszeitgesetze stammen noch aus der Zeit von Telex und Wählscheibe." Die Regelungen passten nicht zur Digitalisierung, die eine Unterbrechung der Arbeit im Laufe eines Tages etwa zur Kinderbetreuung erlaube.

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