21.04.2017 12:41
Bewerten
(0)

Trump will angekündigte Steuerreform anpacken

In Kürze?: Trump will angekündigte Steuerreform anpacken | Nachricht | finanzen.net
In Kürze?
US-Präsident Donald Trump will die mit Spannung erwartete Steuerreform jetzt anpacken und noch dieses Jahr eines seiner wichtigsten Wahlversprechen einlösen.
Laut einem Insider im Weißen Haus wird er am Freitag per Dekret Finanzminister Steven Mnuchin anweisen, die Steuerlast der Amerikaner zu verringern. Die Reform gilt als eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung, die an den Finanzmärkten bereits mit Ungeduld erwartet wird. Sie soll die ohnehin rund laufende Wirtschaft weiter anheizen und das Wachstum nach oben treiben. Trump versprach kürzlich "phänomenale" Pläne für eine Senkung der Unternehmenssteuern, blieb bislang jedoch Details schuldig.

Zugleich will der Präsident dem Vernehmen nach zwei Noten unterzeichnen, mit denen zentrale Bestandteile der als Lehre aus der Finanzkrise erlassenen Bankenreform auf den Prüfstand kommen sollen. Da die Märkte auf die von Trump angekündigten Reformen warten, will Mnuchin sie nun nicht länger auf die Folter spannen: "Es wird sehr, sehr bald soweit sein", sagte er am Donnerstag am Rande einer Konferenz von IWF und Weltbank in Washington über die Vorlage der Steuerreformpläne. Sein Ministerium arbeite "Tag und Nacht" daran.

Das entsprechende Gesetz solle bis Ende des Jahres verabschiedet werden. Zudem werde man das Projekt unabhängig von der Gesundheitsreform angehen, sagte Mnuchin. Dieses ebenfalls von Trump mit großem Medien-Echo angekündigte Vorhaben war jedoch im ersten Anlauf im Kongress steckengeblieben. Der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, hatte jüngst angekündigt, dass die Ausarbeitung der Steuerreform wohl noch längere Zeit in Anspruch nehmen werde.

TRUMP WILL STOLPERSTEIN IM KONGRESS UMGEHEN

Ryan gilt als Befürworter einer Importsteuer, die Güter aus dem Ausland mit einer 20-prozentigen Gebühr belasten würde. In den USA würden sich Importe - etwa von deutschen Autos - dadurch massiv verteuern, während US-Exporte praktisch steuerfrei gestellt würden.[nL5N1H206Y] Diese Pläne stoßen bei einem Teil der Republikaner und auch bei den oppositionellen Demokraten auf Widerstand, da sie Nachteile für Verbraucher und auch für einige heimische Firmen befürchten.

Da Trump nun das Finanzministerium mit den Plänen für eine Steuerreform betraut, kann er diesen Stolperstein umgehen. Letztlich wird Trump jedoch im Kongress eine Mehrheit für seine Pläne hinter sich bringen müssen, um die Reform durchzusetzen. Bei seinem zweiten zentralen Projekt, dem Zurückdrehen der Bankenregulierung, hatte er bereits im Februar erste Pflöcke eingerammt. Er unterzeichnete einen Erlass, wonach die Wall-Street-Reformen (Dodd-Frank-Gesetz) überprüft werden sollen. Das mehr als 800 Seiten umfassende Gesetzeswerk von 2010 war die zentrale Konsequenz, die die USA aus der Finanzkrise von 2008 gezogen hatten. Damals wurden Banken weltweit mit Hilfe von Steuermilliarden vor dem Kollaps gerettet.

Nun will Trump zentrale Punkte von "Dodd-Frank" auf den Prüfstand stellen: So soll unter anderem untersucht werden, aufgrund welcher Kriterien die Aufsicht ein Finanzinstitut als "systemrelevant" einstuft. Die mit diesem Etikett versehenen Banken und Versicherungen müssen für den Fall einer Krise einen besonders hohen Kapitalpuffer vorhalten. Republikanische Kongressabgeordnete hatten der Aufsicht ein fehlerhaftes und nicht transparentes Vorgehen vorgeworfen, was Institute außerhalb des Bankensektors betrifft. So tragen bislang nur AIG und Prudential Financial das Label systemrelevant. Voriges Jahr hatte ein Gericht die Entscheidung des Aufsichtsgremiums FSOC kassiert, auch MetLife in diese Kategorie einzuordnen.

Washington (Reuters)

Bildquellen: Win McNamee/Getty Images, Jabin Botsford/The Washington Post via Getty Image, Ian MacNicol/Getty Images
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Jungheinrich - Professioneller Hochstapler!

Intralogistik-Lösungen sind gefragt wie nie. Denn mit moderner Logistik-Infrastruktur lassen sich nicht nur erhebliche Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen realisieren, sondern sie bildet die perfekte Ergänzung für "Industrie 4.0". Warum Jungheinrich eine der interessantesten Storys in diesem Segment bietet lesen Sie im aktuellen Anlagermagazin des Börse Stuttgart Anlegerclubs.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt leicht im Minus -- US-Börsen schließen höher -- Aixtron verkauft Anlagengeschäft für Speicherchips -- Aixtron, VW, Ford im Fokus

Air Berlin streicht Verbindungen. IWF optimistisch bezüglich Griechenland-Lösung. OPEC verlängert Förderbremse. Ex-Volkswagen-Manager bleibt weiter in US-Haft. Sparkurs beim Autobauer Ford. Starker Jahresauftakt der Dax-Konzerne. Diverse Börsen in Europa geschlossen.

Top-Rankings

KW 21: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 20: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Berufe die auch eine Rezession überstehen
Welche bieten am meisten Sicherheit?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett aktuell im Depot
Die Top-Positionen von Warren Buffett (März 2017)
Bestbezahlte Praktikantenstellen
Welches Unternehmen bietet am meisten?
Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Das verdienen die Chefs der Notenbanken
Wie hoch sind ihre Gehälter?
Aktion Frühjahrsputz: Die unsinnigsten Subventionen der Bundesregierung
So werden Steuergelder verschwendet
mehr Top Rankings

Umfrage

Der Bitcoin bleibt auf Rekordkurs und stieg erstmals über 2.000 US-Dollar. Haben Sie auch schon mal Geschäfte mit der Digitalwährung gemacht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
Amazon.com Inc.906866
BMW AG519000
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
AIXTRON SEA0WMPJ
Scout24 AGA12DM8
Allianz840400
Infineon AG623100
EVOTEC AG566480