12.05.2017 10:53
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MÄRKTE ASIEN/Außer Schanghai alle Börsen im Minus

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   Von Lucy Craymer

   TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Die ostasiatischen Börsen haben sich am Freitag überwiegend mit Abgaben gezeigt. Die Vorgaben aus Europa und den USA hätten kein gesteigertes Kaufinteresse gefördert, hieß es. Dort hätten vor allem schwache Geschäftsausweise belastet. Mit Blick auf die USA wurde in erster Linie auf enttäuschende Geschäftszahlen aus dem Einzelhandelssektor verwiesen.

   In Japan verhinderte ein steigender Yen den Angriff auf die Marke von 20.000 Punkten im Leitindex Nikkei. Schon seit Tagen scheitern in Tokio entsprechende Versuche. Nun waren es in erster Linie vom Export abhängige Werte, die bremsten.

   Der Nikkei-225 sank 0,4 Prozent auf 19.884 Punkte, in Australien fiel der S&P/ASX-200 mit einem Abschlag von 0,7 Prozent deutlicher zurück. Händler sprachen von einer belastenden Kombination aus einem weiter steigenden und auf Rekordniveau liegenden Haushaltsdefizit, niedrigem Lohnzuwachs und steigenden Renditen.

   In China schienen die gröbsten Regulierungssorgen nun eingepreist zu sein, der Schanghai-Composite erholte sich um weitere 0,7 Prozent auf 3.080 Punkte und verbuchte den höchsten Anstieg seit fünf Wochen. Marktteilnehmer sahen hinter den Aufschlägen staatliche Fonds, die offenbar mit Käufen den Markt vor dem wichtigen Gipfeltreffen in China mit ausländischen Staatschefs gestützt haben. Aufgrund der gesunkenen Volumina wollten Händler aber nicht von einem echten Umschwung sprechen, das Sentiment bleibe angeschlagen, hieß es.

   In Singapur dominierten Gewinnmitnahmen, nachdem der Leitindex am Vortag ein frisches 22-Monatshoch markiert hatte. Auch in Taipeh auf Taiwan zeigten sich moderate Gewinnmitnahmen, nachdem der Leitindex am Vortag die historische Marke von 10.000 Punkten erstmals seit 17 Jahren genommen hatte. Die runde Marke blieb aber in Reichweite.

   Trotz des aktuell lustlosen Handels und trotz der jüngsten Rekordstände in Indien und Südkorea und den Mehrjahreshochs in Japan, Hongkong, Indonesien und Taiwan machten Marktteilnehmer kurzfristig Potenzial für weitere Kursgewinne aus. "Wir werden weiterhin neue Rekordhochs sehen, solange es genügend Liquidität gibt. Ich glaube nicht, dass sich daran in nächster Zeit etwas ändern wird", sagte Marktstratege Stuart Ive von OM Financial.

"Blutbad" bei Noble Der anziehende Yen belastete in Tokio die Exportwerte: Im Automobilsektor verbilligten sich Toyota Motor und Honda Motor um 1,2 bzw. 1,6 Prozent, Sony verloren 0,7 Prozent. In Singapur ging das "Blutbad" bei Noble in eine neue Runde, die Aktie stürzte um weitere 22,3 Prozent ab. Nach einer Gewinnwarnung am Dienstagabend veröffentlichte das Unternehmen nun hohe Erstquartalsverluste. Die Geschäftszahlen wurden von fallenden Kohlepreisen stark belastet. Bereits am Vortag war der Kurs um 32 Prozent eingebrochen. Der Gründer des Rohstoffhändlers hat seinen Rücktritt erklärt. Marktteilnehmer sprachen von massiven Vertrauensverlusten, nachdem das Unternehmen erst zwei Tage vor dem Geschäftsausweis über die desaströse Entwicklung gewarnt hatte - zumal der lokale Markt am Mittwoch geschlossen war. Wilmar International veröffentlichte dagegen überzeugende Erstquartalszahlen. Die Titel zogen um 11,7 Prozent an.

   Trotz einer Ergebnisverbesserung um 72 Prozent fielen AAC Technologies in Hongkong um 4,1 Prozent. Der Apple-Zulieferer verbuchte einen Rekordgewinn. Allerdings vermochte das Unternehmen Anschuldigungen eines Leerverkäufers nicht zu entkräften. Diese hatten den Wert bereits am Vortag massiv belastet. Nach guten Umsatzzahlen zum dritten Quartal kletterten Warehouse Group auf Neuseeland um 2,3 Prozent.

   Am Devisenmarkt zählte der Neuseeland-Dollar zu den größten Verlierern, nachdem die neuseeländische Notenbank jüngst eine überraschend neutrale Haltung betont hatte. Der "Kiwi" wertete um 1,5 Prozent zum US-Dollar ab. Der Greenback wiederum schwächelte zum Yen. Die US-Devise sank auf 113,58 Yen nach Wechselkursen um 114,22 Yen zur gleichen Vortageszeit.

=== Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende S&P/ASX 200 (Sydney) 5.836,90 -0,70% +2,42% 07:00 Nikkei-225 (Tokio) 19.883,90 -0,39% +4,03% 08:00 Kospi (Seoul) 2.286,02 -0,45% +12,81% 08:00 Schanghai-Comp. (Schanghai) 3.083,36 +0,71% -0,65% 09:00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.112,83 -0,05% +14,13% 10:00 Taiex (Taiwan) 9.986,82 -0,15% +7,92% 07:30 Straits-Times (Singapur) 3.256,25 -0,45% +13,03% 11:00 KLCI (Malaysia) 1.775,12 -0,02% +8,12% 11:00 BSE (Mumbai) 30.211,77 -0,13% +13,47% 12:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 10:05 Uhr % YTD EUR/USD 1,0866 +0,0% 1,0862 1,0886 +3,3% EUR/JPY 123,44 -0,2% 123,63 124,29 +0,4% EUR/GBP 0,8445 +0,2% 0,8428 0,8415 -0,9% GBP/USD 1,2863 -0,2% 1,2888 1,2934 +4,3% USD/JPY 113,62 -0,2% 113,82 114,19 -2,8% USD/KRW 1126,97 +0,2% 1124,33 1128,31 -6,7% USD/CNY 6,9026 -0,0% 6,9037 6,9037 -0,6% USD/CNH 6,9037 -0,0% 6,9062 6,9072 -1,0% USD/HKD 7,7929 +0,0% 7,7892 7,7889 +0,5% AUD/USD 0,7398 +0,2% 0,7380 0,7368 +2,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 48,30 48,2 +0,2% 0,10 -14,9% Brent/ICE 50,89 50,77 +0,2% 0,12 -13,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.228,95 1.224,80 +0,3% +4,15 +6,7% Silber (Spot) 16,43 16,33 +0,6% +0,10 +3,2% Platin (Spot) 925,25 916,50 +1,0% +8,75 +2,4% Kupfer-Future 2,51 2,50 +0,1% +0,00 -0,4% === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

   DJG/DJN/flf/smh

   (END) Dow Jones Newswires

   May 12, 2017 04:22 ET (08:22 GMT)

   Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 22 AM EDT 05-12-17

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