14.09.2017 09:52
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MÄRKTE ASIEN/Schwache China-Daten drücken Börsen ins Minus

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Von Thomas Rossmann

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Unter den Erwartungen gebliebene Konjunkturdaten aus China haben am Donnerstag die Aktienmärkte in Ostasien ins Minus gedrückt. Anfänglich hatten die Börsen der Region noch im Plus gelegen und es sah danach aus, als ob es den vierten Tag in Folge nach oben gehen könnte. Doch sowohl die Industrieproduktion als auch die Anlageinvestitionen blieben hinter den Prognosen zurück. "Es hat uns überrascht, dass sich die Wachstumsrate der Industrieproduktion so rasch abgeschwächt hat", sagte China-Ökonomin Iris Pang von der ING.

Die Industrieproduktion, ein guter Indikator für das Konjunkturwachstum, hat sich im August den zweiten Monat in Folge verlangsamt. Das könnte ein Anzeichen für eine nachlassende Dynamik sein. Die Industrieproduktion erhöhte sich um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr, blieb damit allerdings unter der Schätzung einer Zunahme um 6,6 Prozent. Im Juli hatte das Plus bei 6,4 Prozent gelegen. Die Anlageinvestitionen stiegen im Zeitraum Januar bis August um 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während Ökonomen mit einer Zunahme um 8,2 Prozent gerechnet hatten. Im Juli war noch ein Anstieg um 8,3 Prozent verzeichnet worden.

Für den Schanghai-Composite ging es um 0,4 Prozent auf 3.371 Punkte nach unten, in Hongkong lag der Hang-Seng-Index im späten Handel 0,3 Prozent im Minus. Der Nikkei-225 verzeichnet einen Abschlag von 0,3 Prozent auf 19.807 Punkte, nachdem der Index am Vortag noch auf den höchsten Stand seit fünf Wochen gestiegen war. Händler verwiesen auch auf vereinzelte Gewinnmitnahmen. In Sydney gab der ASX/S&P-200 um 0,1 Prozent nach. China ist wichtigster Absatzmarkt für die Rohstoffindustrie des Landes. Besser als erwartet ausgefallene australische Arbeitsmarktdaten stützen das Sentiment dagegen nicht.

Gegen den Trend legte der Kospi in Seoul um 0,7 Prozent zu. Hier stützten die guten Vorgaben der Wall Street, wo Dow & Co erneut Rekordstände markiert hatten. Dazu kamen nach Aussage eines Händlers Käufe bei einzelnen Technologiewerten.

Dollar weiter auf dem Vormarsch

Der Dollar setzte seine Aufwärtsbewegung der vergangenen Tage fort. Der Greenback legte zum Yen auf 110,42 zu nach Ständen um 110 Yen zur gleichen Zeit am Vortag. Zum Euro behauptet er die Gewinne des Vortages. Die Gemeinschaftswährung lag bei 1,1894 Dollar und damit auf dem Stand des späten US-Handels am Mittwoch. Teilnehmer verwiesen zur Begründung auf die leichte Entspannung in der Nordkorea-Krise und die Erleichterung über Wirbelsturm "Irma", dessen Schäden nicht so schlimm ausfielen wie befürchtet.

Doch kann die Nordkorea-Krise jederzeit wieder auf den Plan treten. Die Vereinten Nationen haben neue Sanktionen gegen das Land beschlossen, worauf dieses im Gegenzug ankündigte, sein Rüstungsprogramm voranzutreiben.

Die Ölpreise konnten ihre Vortagesgewinne weitgehend verteidigen, nachdem sie im US-Handel auf ein Monatshoch geklettert waren. Damit setzte sich die positive Tendenz der vergangenen Tage fort. Hier stützte weiter der Opec-Monatsbericht für August. Aus ihm ging hervor, dass die Fördermenge der Mitgliedsstaaten im vergangenen Monat zum ersten Mal seit April gefallen war. Am Mittwoch meldete zudem die Internationale Energieagentur in ihrem Monatsbericht ebenfalls einen Rückgang des globalen Ölangebots. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI lag unverändert bei 49,30 Dollar, Brent gab um 0,3 Prozent auf 55,02 Dollar nach.

Der Goldpreis stabilisierte sich nach den erneuten Abgaben des Vortages. Der Preis für die Feinunze lag wenig verändert bei 1.324 Dollar. Allerdings konnte er sich von zwischenzeitlichen leichten Abgaben wieder erholen. Die Anleger blieben weiterhin eher vorsichtig hinsichtlich der Nordkorea-Krise, was das Sentiment für das Edelmetall stützte. Am Freitag war der Goldpreis noch mit der Erwartung eines möglichen Raketentests aus Anlass der Feiern zur Staatsgründung in Nordkorea auf ein Jahreshoch bei 1.357,64 Dollar gestiegen.

Öl- und Energiewerte gesucht

Entgegen der allgemeinen Markttendenz zeigten sich die Aktien aus dem Öl- und Energiesektor mit Aufschlägen. Händler verwiesen zur Begründung auf die jüngste Erholung der Ölpreise. In Tokio gewannen Inpex 0,8 Prozent und für Japan Petroleum ging es um 1,0 Prozent nach oben. An der Börse in Sydney stiegen die Papiere des Ölunternehmens Santos um 1,0 Prozent und Oil Search legten um 0,7 Prozent zu.

Dagegen fielen die Minenwerte mit den hinter den Erwartungen gebliebenen Konjunkturdaten aus China zurück. Auch die gefallenen Eisenerzpreise belasteten das Sentiment. Die Aktie von BHP Billiton reduzierte sich um 1,8 Prozent und für Rio Tinto ging es um 1,7 Prozent nach unten.

Deutlich unter Druck stand die Toshiba-Aktie, für die es in Tokio um 4,5 Prozent abwärts ging. Der US-Chiphersteller Western Digital, mit dem Toshiba gemeinsam eine Speicherchipfabrik betreibt, hält den geplanten Verkauf der Chipsparte an ein anderes Unternehmen für einen Vertragsverstoß. Aus diesem Grund hat Western Digital bereits ein internationales Schiedsgerichts angerufen. Doch nun hat das US-Unternehmen zusätzlich eine einstweilige Verfügung angekündigt, um das Bieterverfahren zu stoppen. Westen Digital bietet selbst für das Toshiba-Geschäft.

===

Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 5.738,70 -0,10% +0,69% 08:00

Nikkei-225 (Tokio) 19.807,44 -0,29% +3,63% 08:00

Kospi (Seoul) 2.377,66 +0,74% +17,33% 08:00

Schanghai-Comp. (Schanghai) 3.371,35 -0,38% +8,63% 09:00

Hang-Seng-Index (Hongkong) 27.798,06 -0,34% +26,76% 10:00

Taiex (Taiwan) 10.553,57 +0,20% +14,05% 07:30

Straits-Times (Singapur) 3.216,15 -0,44% +11,64% 11:00

KLCI (Malaysia) 1.782,32 -0,21% +8,56% 11:00

BSE (Mumbai) 32.230,57 +0,14% +21,05% 12:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 09:39 % YTD

EUR/USD 1,1894 +0,0% 1,1889 1,1983 +13,1%

EUR/JPY 131,33 -0,0% 131,38 131,82 +6,8%

EUR/GBP 0,8998 -0,1% 0,9004 0,8993 +5,6%

GBP/USD 1,3219 +0,1% 1,3205 1,3324 +7,1%

USD/JPY 110,42 -0,1% 110,50 109,99 -5,5%

USD/KRW 1131,81 -0,0% 1132,11 1127,92 -6,3%

USD/CNY 6,5475 +0,1% 6,5430 6,5281 -5,7%

USD/CNH 6,5525 +0,1% 6,5480 6,5261 -6,1%

USD/HKD 7,8120 -0,0% 7,8123 7,8110 +0,7%

AUD/USD 0,8006 +0,3% 0,7984 0,8033 +10,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 49,30 49,3 0% 0,00 -13,6%

Brent/ICE 55,02 55,16 -0,3% -0,14 -6,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.323,62 1.323,25 +0,0% +0,37 +15,0%

Silber (Spot) 17,72 17,78 -0,3% -0,06 +11,3%

Platin (Spot) 980,25 980,75 -0,1% -0,50 +8,5%

Kupfer-Future 2,94 2,96 -0,8% -0,03 +16,4%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 14, 2017 03:52 ET (07:52 GMT)

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22.08.2017BHP Billiton buyUBS AG
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17.05.2017BHP Billiton NeutralUBS AG
20.07.2017BHP Billiton UnderweightJP Morgan Chase & Co.
19.06.2017BHP Billiton UnderweightJP Morgan Chase & Co.
17.05.2017BHP Billiton UnderweightJP Morgan Chase & Co.
27.04.2017BHP Billiton SellGoldman Sachs Group Inc.
26.04.2017BHP Billiton SellGoldman Sachs Group Inc.

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