21.04.2017 18:49
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MÄRKTE EUROPA/Börsen treten vor Frankreich-Wahl auf der Stelle

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   Von Manuel Priego Thimmel

   FRANKFURT (Dow Jones)--Im Vorfeld der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen am kommenden Sonntag haben sich die Anleger am europäischen Aktienmarkt am Freitag zurückgehalten. Mit Blick auf die Umfragen sei praktisch jeder Wahlausgang möglich, so Bank of America-Merrill Lynch (BoA-ML). Der kleine Verfall an den europäischen Terminbörsen setzte keine Akzente. Der Dax gewann 0,2 Prozent auf 12.049 Punkten, der Euro-Stoxx-50 schloss unverändert bei 3.440.

   Der aus Marktsicht schlechteste Ausgang wäre ein zweiter Wahlgang zwischen der rechts stehenden Marine Le Pen und dem linken Politiker Jean-Luc Melenchon. Aber auch eine zweite Wahlrunde zwischen Francois Fillon und Melenchon dürfte an den Märkten negativ aufgenommen werden, weil die Umfragen in einem solchen Fall Melenchon echte Siegchancen einräumten, sagen die BoA-ML-Analysten.

   Am Devisenmarkt notierte der Euro zu Börsenschluss wenig verändert bei 1,0695 Dollar. Auch erneut gut ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus Europa sorgten nicht für Bewegung. Die Konjunkturerholung in der Eurozone gewinnt immer mehr an Kraft. Im April stieg der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - auf 56,7 Zähler von 56,4 im Vormonat. Das ist der höchste Stand seit April 2011. Volkswirte hatten einen stabilen Wert von 56,4 Punkte vorhergesagt.

Gute SSAB-Zahlen stützen Stahlsektor Stahlwerte profitierten europaweit von guten Zahlen der schwedischen SSAB. Der nordische Stahlkonzern sieht eine steigende Nachfrage im zweiten Quartal. Die Aktie sprang darauf um 8,1 Prozent. ArcelorMittal legten um 0,9 Prozent zu. Im MDAX gewannen Salzgitter um 1,2 Prozent. Im DAX schloss die Thyssen-Aktie praktisch unverändert, nachdem sie lange Zeit deutlicher im Plus notiert hatte.

   Im Fokus standen bei den Einzelwerten weiter Unternehmen, die Quartalszahlen vorgelegt hatten. Für Software AG ging es gleich um 7,9 Prozent nach oben. Den Analysten der DZ Bank zufolge liegen die Vorabergebnisse des Unternehmens über ihren Erwartungen und auch über jenen des Marktes. Die EBITA-Marge liege bei 27,3 Prozent, während die Konsensschätzung bei 25,6 Prozent gelegen habe.

   Als enttäuschend wurden die Zahlen von Danone gewertet und drückten die Aktien 2,4 Prozent nach unten. Der Umsatz im ersten Quartal sei wie erwartet ausgefallen. Dass der weltgrößte Joghurthersteller den Ausblick angehoben habe, sei nur dem Zukauf von Whitewave geschuldet, hieß es im Handel. "Gegenüber den Wachstumsraten von Nestle und vor allem Unilever sieht Danone mager aus", begründete ein Händler.

   Für den französischen Reifenhersteller Michelin ging es dagegen 2,5 Prozent nach oben. "Die Umsätze liegen 3,6 Prozent über der Markterwartung", sagte Jefferies-Analyst Ashik Kurian. Sie hätten dabei von der frühen Käufen von Sommerreifen profitiert.

   Beiersdorf schlossen 1,4 Prozent bzw 1,30 Euro tiefer. Die Aktie des Kosmetikkonzerns wurde bereinigt um die Dividendenausschüttung von 0,70 Euro gehandelt.

   Im SDAX zogen Hypoport um 4,1 Prozent an. Die weiter kräftig steigenden Transaktionsvolumen auf der Plattform Europace stützten den Kurs. "Die Zinsen sind nach wie vor niedrig, was immer mehr Kunden anlockt", sagte ein Händler.

=== Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung stand absolut in % seit Jahresbeginn Euro-Stoxx-50 3.440,27 +0,24 +0,0% +4,6% Stoxx-50 3.115,47 +3,14 +0,1% +3,5% Stoxx-600 378,12 +0,06 +0,0% +4,6% XETRA-DAX 12.048,57 +21,25 +0,2% +4,9% FTSE-100 London 7.114,55 -3,99 -0,1% -0,4% CAC-40 Paris 5.059,20 -18,71 -0,4% +4,1% AEX Amsterdam 512,19 +0,47 +0,1% +6,0% ATHEX-20 Athen 1.795,70 -8,25 -0,5% +3,2% BEL-20 Bruessel 3.770,45 +0,18 +0,0% +4,6% BUX Budapest 32.969,44 +14,42 +0,0% +3,0% OMXH-25 Helsinki 3.802,27 -14,10 -0,4% +3,3% ISE NAT. 30 Istanbul 113.638,09 +2117,98 +1,9% +19,0% OMXC-20 Kopenhagen 927,47 -7,68 -0,8% +4,9% PSI 20 Lissabon 4.906,61 -30,18 -0,6% +4,2% IBEX-35 Madrid 10.377,00 +4,50 +0,0% +11,0% FTSE-MIB Mailand 19.741,75 -107,69 -0,5% +2,6% RTS Moskau 1.084,17 +0,82 +0,1% -5,9% OBX Oslo 611,29 -0,63 -0,1% -1,1% PX-GLOB Prag 1.284,66 +3,61 +0,3% +7,2% OMXS-30 Stockholm 1.573,25 +4,51 +0,3% +3,7% WIG-20 Warschau 2.264,07 -21,75 -1,0% +16,2% ATX Wien 2.851,63 +0,60 +0,0% +8,9% SMI Zuerich 8.553,99 -3,88 -0,0% +4,1%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:26 Do, 17:18 % YTD EUR/USD 1,0694 -0,17% 1,0712 1,0765 +1,7% EUR/JPY 116,57 -0,49% 117,14 117,49 -5,2% EUR/CHF 1,0676 -0,22% 1,0700 1,0709 -0,3% EUR/GBP 0,8360 -0,05% 0,8365 1,1918 -1,9% USD/JPY 109,01 -0,32% 109,35 109,11 -6,8% GBP/USD 1,2794 -0,11% 1,2808 1,2830 +3,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 49,55 50,71 -2,3% -1,16 -12,3% Brent/ICE 52,01 52,99 -1,8% -0,98 -10,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.286,14 1.281,80 +0,3% +4,34 +11,7% Silber (Spot) 17,93 18,03 -0,6% -0,10 +12,6% Platin (Spot) 976,25 979,00 -0,3% -2,75 +8,0% Kupfer-Future 2,54 2,54 -0,2% -0,00 +1,0% === Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

   DJG/mpt/raz

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(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

   April 21, 2017 12:19 ET (16:19 GMT)

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