13.09.2017 17:52
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MÄRKTE USA/Kleinere Gewinnmitnahmen an der Wall Street

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NEW YORK (Dow Jones)--Nachdem die großen US-Aktienindizes am Dienstag auf Rekordhochs geschlossen haben, kommt es am Mittwoch zu kleineren Gewinnmitnahmen an der Wall Street. Gegen Mittag Ortszeit gibt der Dow-Jones-Index 0,1 Prozent nach auf 22.109 Punkten. Der S&P-500 verliert ebenfalls 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite fällt um 0,2 Prozent.

Außer den Aktienkursen waren an den beiden vorigen Tagen auch die Anleiherenditen und der Dollar gestiegen, befeuert von der Erleichterung darüber, dass Hurrikan "Irma" in Florida geringere Schäden angerichtet hat als befürchtet, und der Konflikt mit Nordkorea nicht weiter eskaliert ist.

Nun haben allerdings die Vereinten Nationen (UN) neue Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen, worauf das Land ankündigte, sein Rüstungsprogramm voranzutreiben. US-Finanzminister Steven Mnuchin warnte überdies, dass die USA auch gegen China zusätzliche Sanktionen verhängen würden, falls das Land die UN-Maßnahmen nicht mittrage. Das dämpfe etwas die Stimmung, heißt es.

Nach der "Risk-on-Rally" zu Wochenbeginn stelle sich nun die Frage, ob speziell der Anstieg des Dollar nicht doch zum Verkauf genutzt werden solle, sagt Richard Perry, Analyst bei Hantec Markets. Es gebe Hinweise darauf, dass die Erholung der Anleiherenditen, die den Dollar mit nach oben gezogen habe, ins Stocken gerate, fügt er hinzu. Nach Meinung von Perry werden viele Anleger die Daten zu den US-Verbraucherpreisen am Donnerstag abwarten. Diese könnten den Ausschlag für die kurzfristige Entwicklung der Märkte geben.

Am Mittwoch wurden zunächst die Erzeugerpreise veröffentlicht. Sie stiegen im August insgesamt um 0,2 Prozent und in der Kernrate um 0,1 Prozent, was auf einen schwachen Inflationsdruck hinweist. Volkswirte hatten die Erzeugerpreise um 0,3 Prozent steigen sehen und für die Kernrate einen Anstieg um 0,2 Prozent vorhergesagt.

Geringer Inflationsdruck lässt Märkte kalt

Der Dollar rückt trotz der schwächeren Erzeugerpreisdaten deutlich vor, so dass der Euro wieder unter 1,19 gefallen ist. Aktuell steht er bei 1,1891 Dollar, im Tageshoch waren es 1,1995 Dollar. Zur japanischen Währung steigt der Greenback auf 110,61 Yen.

Am Anleihemarkt zeigen sich die Notierungen knapp behauptet. Zehnjährige US-Anleihen rentieren um 1 Basispunkt höher bei 2,18 Prozent.

Der Goldpreis gibt nach einer kleinen Zwischenerholung weiter nach. Die Feinunze ermäßigt sich um 0,7 Prozent auf 1.322 Dollar. Das Edelmetall hatte bereits an den vergangenen beiden Tagen kräftig Federn gelassen, weil Anleger sich aus sogenannten sicheren Häfen zurückzogen. Noch am Freitag vergangener Woche hatte Gold bei 1.357,64 Dollar den bisher höchsten Stand in diesem Jahr erreicht.

Die Ölpreise erholen sich unterdessen weiter. Hier stützt noch immer der Opec-Monatsbericht für August, den die Organisation am Dienstag vorgelegt hat. Aus ihm geht hervor, dass die Fördermenge der Mitgliedsstaaten im vergangenen Monat zum ersten Mal seit April gefallen ist, das Bemühen um eine Förderkürzung also Erfolge zeigt. Am Mittwoch meldete die Internationale Energieagentur in ihrem Monatsbericht ebenfalls einen Rückgang des globalen Ölangebots. Bei den wöchentlichen US-Lagerbeständen wurde bei Rohöl ein deutlicher Aufbau verzeichnet, doch mit Benzin ging es massiv abwärts. Das war allerdings erwartet worden, weil wegen Hurrikan "Harvey" viele US-Raffinerien den Betrieb vorübergehend eingestellt hatten, gleichzeitig aber weiter Öl gefördert wurde, das nicht verarbeitet werden konnte.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 1,6 Prozent auf 49,01 Dollar. Brent verteuert sich um 1,3 Prozent auf 54,96 Dollar.

Enttäuschung über neues iPhone bremst Apple weiter

Apple-Aktien geben nach den Verlusten vom Vortag um weitere 1,2 Prozent nach. Das Unternehmen hatte am Dienstag neue Produkte vorgestellt, darunter das iPhone X. Das neue Modell wird jedoch erst im November auf den Markt kommen, worüber viele Marktteilnehmer enttäuscht sind. Normalerweise bringt Apple neue iPhones noch im September und damit im letzten Monat seines Geschäftsjahrs heraus, was dem Ergebnis des Schlussquartals zusätzlichen Schub verleiht. Dieser Effekt dürfte in diesem Jahr ausbleiben.

Amazon steigen um 0,4 Prozent auf 986 Dollar, nachdem die Analysten von Loop Capital die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 1.200 Dollar aufgenommen haben.

Goldman Sachs hat sich zu mehreren Unternehmen der Halbleiterbranche geäußert. Applied Materials und Micron Technology wurden auf Buy von Neutral hochgestuft, KLA-Tencor und ON Semiconductor dagegen auf Neutral von Buy zurückgestuft. Micron steigen daraufhin um 0,4 Prozent und Applied Materials um 1,3 Prozent, KLA-Tencor büßen 0,5 Prozent ein und ON Semiconductor 0,7 Prozent.

Der Kurs des Einzelhändlers Nordstrom springt um 5,9 Prozent nach oben. Laut einem Bericht von CNBC plant das Unternehmen die Übernahme durch die Private-Equity-Gesellschaft Leonard Green & Partners und den anschließenden Rückzug von der Börse.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 22.108,78 -0,05 -10,08 11,87

S&P-500 2.493,81 -0,11 -2,67 11,39

Nasdaq-Comp. 6.440,74 -0,21 -13,54 19,65

Nasdaq-100 5.980,30 -0,26 -15,34 22,96

US-Anleihen

Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD

2 Jahre 1,36 1,6 1,34 15,3

5 Jahre 1,77 2,0 1,75 -15,9

7 Jahre 2,00 0,9 1,99 -24,7

10 Jahre 2,18 1,3 2,17 -26,3

30 Jahre 2,78 1,0 2,77 -28,6

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:33 Uhr Di, 17.15 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1891 -0,76% 1,1983 1,1956 +13,1%

EUR/JPY 131,53 -0,31% 131,94 131,47 +7,0%

EUR/CHF 1,1468 -0,35% 1,1509 1,1455 +7,1%

EUR/GBP 0,9000 -0,02% 0,9002 1,1098 +5,6%

USD/JPY 110,61 +0,46% 110,11 109,98 -5,4%

GBP/USD 1,3211 -0,76% 1,3312 1,3268 +7,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 49,01 48,23 +1,6% 0,78 -14,1%

Brent/ICE 54,96 54,27 +1,3% 0,69 -6,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.322,46 1.331,94 -0,7% -9,48 +14,9%

Silber (Spot) 17,71 17,90 -1,1% -0,19 +11,2%

Platin (Spot) 980,75 989,00 -0,8% -8,25 +8,5%

Kupfer-Future 2,96 3,02 -1,8% -0,05 +17,5%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/cln

(END) Dow Jones Newswires

September 13, 2017 11:53 ET (15:53 GMT)

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