09.08.2017 23:04
Bewerten
(1)

MÄRKTE USA/Nordkorea-Krise belastet - aber nur ein wenig

   NEW YORK (Dow Jones)--Die Angst vor einer Eskalation des Streits mit Nordkorea hat am Mittwoch auf der Wall Street gelastet. Bereits im späten Handel am Vortag hatte das Thema die Kurse gedrückt und die neuntägige Rekordjagd des Dow-Jones-Index beendet. Die Anleger zogen in diesem Umfeld "sichere Häfen" wie Gold oder Staatsanleihen vor. Einen kräftigen Rückschlag wie an vielen europäischen oder asiatischen Börsen gab es an der Wall Street aber nicht - im Gegenteil: Im späten Geschäft nutzten einige Käufer die niedrigen Kurse zum Einstieg.

   "Wir sind erstaunt, wie ruhig die Märkte selbst auf die alarmierenden Schlagzeilen reagieren", sagte Marktstratege Ryan Detrick von LPL Financial. Die Börsianer seien sich bewusst, dass Konjunktur und Unternehmen stark sind, dies verhindere größere Verkäufe. Überdies sagten Teilnehmer, ein Ende des langen Rekordlaufs sei ohnehin immer wahrscheinlicher gewesen. "Es war nurmehr eine Frage, welches Ereignis dies stoppen wird und wann", sagte Chefmarktstratege Colin Cieszynski von CMC Markets.

   Der Dow-Jones-Index verlor 0,2 Prozent auf 22.049 Punkte, der S&P-500 gab 1 Punkt nach, der Nasdaq-Composite fiel um 0,3 Prozent. An der NYSE wurden rund 806 (Dienstag: 772) Millionen Aktien gehandelt. Dabei kamen auf 907 (1.081) Kursgewinner 2.064 (1.870) -verlierer, unverändert gingen 116 (127) Titel aus der Sitzung.

   US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea gewarnt, "mit Feuer und Wut" zu reagieren. Trumps Warnung kam kurz nach der Veröffentlichung eines Berichts, demzufolge Nordkorea erhebliche Fortschritte bei seinem Raketenprogramm erzielt hat. Die Staatsmedien in Nordkorea zitierten Diktator Kim Jong Un nach der Reaktion Trumps mit den Worten, er habe die Armee angewiesen, Pläne für einen Raketenangriff auf den US-Militärstützpunkt auf Guam zu prüfen bzw. auszuarbeiten. Ein kleines Entspannungssignal wurde am Mittwoch von Pjöngjang gesendet: ein seit 2015 inhaftierter kanadischer Pastor wurde freigelassen.

Ende der Partnerschaft belastet Disney und Netflix Der Konflikt mit Nordkorea drängte andere Ereignisse wie weitere Quartalsberichte der Unternehmen etwas in den Hintergrund. Walt Disney hatte am Dienstag nach Börsenschluss über den Verlauf des dritten Geschäftsquartals berichtet und teilte dabei mit, dass die Vertriebspartnerschaft mit Netflix aufgekündigt wird. Disney will einen eigenen Streamingdienst aufbauen. Die Disney-Aktie verlor 3,9 Prozent und war mit Abstand schwächster Wert im Dow. Für Netflix ging es um 1,4 Prozent nach unten.

   Priceline verbilligten sich um 6,9 Prozent. Das Online-Reiseportal hat zwar mit dem Quartalsergebnis positiv überrascht, doch verfehlte die Zahl der Buchungen die Erwartungen. Die Aktie des Hotelbewertungsportals TripAdvisor vollzog nach Zahlen eine deutliche Wende nach oben und stieg schließlich um 2,5 Prozent. Zunächst hatte die Aktie über 6 Prozent verloren.

   An Konjunkturdaten wurde nur die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft veröffentlicht. Sie stieg im zweiten Quartal verglichen mit dem ersten um 0,9 Prozent. Volkswirte hatten einen Zuwachs um 0,6 Prozent prognostiziert, nachdem die Produktivität im ersten Quartal stagniert hatte. Die Lohnstückkosten stiegen im selben Zeitraum um 0,6 Prozent und damit nicht so stark wie von Ökonomen erwartet, die den Anstieg auf 1,0 Prozent geschätzt hatten.

Suche nach Sicherheit stützt Gold, Anleihen, Yen und Franken Gold und Anleihen konnten vor dem Hintergrund des Nordkorea-Konflikts ihren Status als vermeintlich sichere Häfen ausspielen. Steigende Kurse drückten die Renditen der zehn jährigen Treasurys um 2 Basispunkte auf 2,25 Prozent. Der Goldpreis rückte um 1,2 Prozent auf 1.276 Dollar je Feinunze vor.

   Am Devisenmarkt waren klassische Fluchtwährungen wie Yen oder Schweizer Franken gesucht. Für einen Dollar wurden nur noch rund 110 Yen gezahlt. Am Dienstag kostete der Dollar in der Spitze etwa 110,80 Yen. Der Euro verharrte zur US-Währung bei 1,1760 Dollar und wertete zum Franken ab auf 1,1330. Am Dienstag notierte der Euro in der Spitze bei 1,15 Franken.

   Für die Akteure am Ölmarkt standen die wöchentlichen Lagerbestandsdaten der US-Regierung im Blick. Der Rückgang der Rohölvorräte war deutlich, allerdings nicht so hoch, wie der Branchenverband American Petroleum Institute (API) am Dienstagabend gemeldet hatte. Zudem legten die Benzinbestände zu. Nach einem volatilen Verlauf stieg der Preis für das Fass WTI um 0,8 Prozent auf 49,56 Dollar.

=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD DJIA 22.048,70 -0,17 -36,64 11,57 S&P-500 2.474,02 -0,04 -0,90 10,51 Nasdaq-Comp. 6.352,33 -0,28 -18,13 18,00 Nasdaq-100 5.919,39 -0,12 -6,96 21,71

US-Anleihen Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD 2 Jahre 1,34 -1,6 1,35 13,7 5 Jahre 1,80 -1,5 1,82 -12,2 7 Jahre 2,06 -1,6 2,08 -18,6 10 Jahre 2,25 -1,6 2,26 -19,8 30 Jahre 2,82 -2,4 2,84 -24,7

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:27 Di, 17.30 Uhr % YTD EUR/USD 1,1758 +0,05% 1,1752 1,1739 +11,8% EUR/JPY 129,37 +0,07% 129,28 129,99 +5,2% EUR/CHF 1,1332 -0,41% 1,1378 1,1458 +5,8% EUR/GBP 0,9042 +0,21% 0,9024 1,1045 +6,1% USD/JPY 110,02 -0,02% 110,04 110,77 -5,9% GBP/USD 1,3002 -0,15% 1,3022 1,2963 +5,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 49,59 49,17 +0,9% 0,42 -13,0% Brent/ICE 52,73 52,14 +1,1% 0,59 -10,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.276,24 1.260,79 +1,2% +15,45 +10,8% Silber (Spot) 16,92 16,45 +2,9% +0,47 +6,2% Platin (Spot) 973,45 971,50 +0,2% +1,95 +7,7% Kupfer-Future 2,93 2,94 -0,5% -0,01 +16,1% === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

   DJG/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   August 09, 2017 16:34 ET (20:34 GMT)

   Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 34 PM EDT 08-09-17

Nachrichten zu Netflix Inc.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Netflix Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
09.08.2017Netflix overweightJP Morgan Chase & Co.
09.08.2017Netflix HoldJefferies & Company Inc.
26.07.2017Netflix BuyBTIG Research
18.07.2017Netflix kaufenMorgan Stanley
18.07.2017Netflix buyGoldman Sachs Group Inc.
09.08.2017Netflix overweightJP Morgan Chase & Co.
26.07.2017Netflix BuyBTIG Research
18.07.2017Netflix kaufenMorgan Stanley
18.07.2017Netflix buyGoldman Sachs Group Inc.
18.07.2017Netflix buyStifel, Nicolaus & Co., Inc.
09.08.2017Netflix HoldJefferies & Company Inc.
18.07.2017Netflix NeutralMacquarie Research
18.07.2017Netflix NeutralRBC Capital Markets
18.07.2017Netflix NeutralCredit Suisse Group
18.07.2017Netflix HoldJefferies & Company Inc.
18.04.2017Netflix UnderperformWedbush Morgan Securities Inc.
19.01.2017Netflix UnderperformWedbush Morgan Securities Inc.
18.10.2016Netflix SellAxiom Capital
10.10.2016Netflix SellDeutsche Bank AG
19.07.2016Netflix UnderperformWedbush Morgan Securities Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Netflix Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit Verlust ins Wochenende -- Dow Jones im Minus -- STADA-Übernahme erfolgreich -- Verhandlungen über Zukunft von Air Berlin -- Calpine, Deutsche Bank im Fokus

Darmstädter Merck-Konzern will vor weiteren Großübernahmen Schulden abbauen. Analyst ermittelt den perfekten Einstiegskurs für Bitcoins. Busch bei Pfeiffer Vacuum mit neuem Etappensieg. Venezuelas Bolivar fällt auf Rekordtief. Unsicherheit beim iPhone 8: Wann kommt das neue Apple Smartphone? UniCredit-Aufnahme im EuroStoxx möglich - Airbus hofft auf Stoxx.

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
Bitcoin & Co.: Die wichtigsten Kryptowährungen
Welche Digitalwährung macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Deutsche Bank wird optimistischer für deutsche Aktien und sieht beim DAX bis Jahresende noch 3 Prozent Luft nach oben. Was glauben Sie, wie sich der DAX bis zum Ende des Jahres entwickeln wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
BMW AG519000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Allianz840400
E.ON SEENAG99
adidas AGA1EWWW
Siemens AG723610
Air Berlin plcAB1000
Coca-Cola Co.850663
TeslaA1CX3T
Amazon906866
Santander S.A. (Banco Santander Central Hispano)858872