17.05.2017 16:27
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MÄRKTE USA/Politisches Unwetter drückt auf die Kurse

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   Von Sara Sjolin, Barbara Kollmeyer und Florian Faust

   NEW YORK (Dow Jones)--Der politische Sturm in Washington erreicht am Mittwoch nun auch spürbar die Wall Street. Am Vortag hatten Sorgen über den schwer unter Druck stehenden US-Präsidenten Donald Trump die Börsen bereits gebremst, nun fallen die Kurse zurück. Der als "Angstbarometer" bekannte Volatilitätsindex VIX springt deutlich nach oben um rund 14 Prozent - das ist der größte Tagessatz seit Anfang November 2016.

   Der Dow-Jones-Index verliert im frühen Geschäft 0,9 Prozent auf 20.797 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite geben um 0,8 bzw. 0,9 Prozent nach.

   Neben dem Vorwurf des Geheimnisverrats an Russland kommen neue Details der politischen Fehltritte Trumps ans Licht. Laut Medienberichten soll Trump den früheren FBI-Chef James Comey zur Einstellung der Ermittlungen in der Russland-Affäre aus dem Wahlkampf gedrängt haben, bevor er diesen entließ.

   Nun fordern sogar republikanische Parteifreunde Trumps zusätzliche Ermittlungen. Der Begriff "Amtsenthebung" macht im politischen Washington immer vernehmbarer die Runde. Der Buchmacher Paddy Power sieht die Wahrscheinlichkeit dafür bereits bei 33 Prozent. Der republikanische Senator John McCain ist der Auffassung, dass Trumps Probleme das Ausmaß des Watergate-Skandals erreicht haben. Dieser kostete Richard Nixon 1974 das Präsidentenamt.

   Händler sehen die politischen Mehrheiten für Trump und seine Steuerpolitik immer stärker schwinden. "Der 'Trump-Effekt' ist einer der Hauptgründe für das Erreichen der jüngsten Rekorde. Es ist nur allzu verständlich, dass der über die Regierung hereinbrechende Skandal einige Zweifel unter Investoren aufkommen lässt", sagt Analyst Connor Campbell von Spreadex. Die Krise dürfte Trump dabei behindern, seine Politik mit den großen Infrastrukturplänen und der großzügigen Steuersenkung umzusetzen. Diese Projekte stünden aber hinter den jüngsten Rekordständen, nun untergrüben die aktuellen Entwicklungen diese Hoffnungen, heißt es weiter.

Sichere Häfen Gold und Renten gesucht Wie schon am Vortag belastet die politische Krise den US-Dollar. Der ICE-Dollarindex fällt auf den niedrigsten Stand seit der Wahl Trumps im November 2016. Der Euro klettert auf 1,1106 Dollar nach Wechselkursen um 1,1064 am Vorabend. Auch das als "Krisenwährung" in unsicheren Zeiten geschätzte Gold ist gefragt. Die Feinunze verteuert sich auch beflügelt von der Dollarschwäche um 1,4 Prozent auf 1.255 Dollar. Dass der Preisanstieg keinen Trend im Rohstoffsektor widerspiegelt, zeigt sich unter anderem an fallenden Kupferpreisen. Diese leiden weiter unter zuletzt schwachen Daten aus China.

   Die steigende Risikoscheu macht sich auch am vermeintlich sicheren Rentenmarkt bemerkbar, wo die Notierungen noch oben schießen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gibt um 6 Basispunkte auf 2,26 Prozent nach.

   Am Erdölmarkt steigen die Preise, nachdem der US-Branchenverband API am Vorabend einen moderaten Lageraufbau in den USA vermeldet hatte. Analysten hatten diesen sehr viel höher gesehen. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 0,8 Prozent auf 49,05 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 0,9 Prozent auf 52,13 Dollar. Auch der schwache Dollar stütze, heißt es im Handel. Allerdings könnten die Karten im Sitzungsverlauf neu gemischt werden, denn es warten die offiziellen Lagerbestandsdaten der US-Regierung auf die Anleger.

AMD unter Abgabedruck Am Aktienmarkt stehen Advanced Micro Devices (AMD) unter Druck, die Titel des Halbleiterkonzerns büßen 5,8 Prozent ein. Das Unternehmen hat sich zu seinen Wachstums- und Expansionsplänen geäußert, um im Wettbewerb mit NVIDIA und Intel bestehen zu können. Loop Capital hat die Aktie zudem abgestuft. Intel geben um 0,2 Prozent nach, Nvidia um 1,9 Prozent.

   Beim US-Autohersteller Ford stehen einschneidende Personalmaßnahmen an: Der Konzern will 10 Prozent der Belegschaft in Nordamerika und Asien abbauen. Die Titel gaben 0,4 Prozent nach. Medien hatten die Pläne bereits zuvor berichtet.

   Target reiht sich nicht in den Reigen zuletzt schwacher Geschäftszahlen aus dem US-Einzelhandel ein. Der zweitgrößte Discounter der USA wartete mit besser als erwartet ausgefallenen Erstquartalszahlen auf. Die Titel, die seit Jahresbeginn um 25 Prozent abgestürzt sind, erholen sich um 3,5 Prozent. Für die Aktie von Urban Outfitters geht es dagegen mit schwachen Quartalsergebnissen um 3,1 Prozent nach unten. Der flächenbereinigte Umsatz des Modekonzerns verzeichnete im ersten Quartal einen deutlicher als befürchtet ausgefallenen Rückgang.

   Die Aktien von Red Robin Gourmet Burgers schießen um 20,3 Prozent empor. Der Rückgang des flächenbereinigten Umsatzes fiel im ersten Quartal geringer aus als von den Analysten befürchtet. Der Nettogewinn der Restaurantkette ging zwar klar zurück, übertraf damit allerdings die Konsensschätzung noch immer deutlich.

=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD DJIA 20.796,54 -0,87 -183,21 5,23 S&P-500 2.382,69 -0,75 -17,98 6,43 Nasdaq-Comp. 6.113,34 -0,92 -56,53 13,57 Nasdaq-100 5.680,22 -0,77 -44,21 16,79

US-Anleihen Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD 2 Jahre 1,26 -3,7 1,30 6,0 5 Jahre 1,78 -6,5 1,85 -14,0 7 Jahre 2,06 -6,7 2,13 -18,5 10 Jahre 2,26 -6,3 2,33 -18,1 30 Jahre 2,94 -5,2 2,99 -12,8

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8.10 Uhr Di, 17.27 Uhr % YTD EUR/USD 1,1105 -0,00% 1,1105 1,1068 +5,6% EUR/JPY 124,09 -0,61% 124,85 125,22 +0,9% EUR/CHF 1,0900 -0,16% 1,0918 1,0941 +1,8% EUR/GBP 0,8572 -0,16% 0,8586 1,1666 +0,6% USD/JPY 111,73 -0,62% 112,43 113,15 -4,4% GBP/USD 1,2954 +0,17% 1,2933 1,2910 +5,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 49,40 49 +0,8% 0,40 -13,0% Brent/ICE 52,15 51,65 +1,0% 0,50 -11,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.254,88 1.237,11 +1,4% +17,77 +9,0% Silber (Spot) 16,98 16,85 +0,8% +0,13 +6,6% Platin (Spot) 943,95 941,50 +0,3% +2,45 +4,5% Kupfer-Future 2,53 2,55 -0,7% -0,02 +0,6% === Kontakt zum Autor: florian.faust@wsj.com

   DJG/DJN/flf/gos

   (END) Dow Jones Newswires

   May 17, 2017 09:54 ET (13:54 GMT)

   Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 54 AM EDT 05-17-17

Nachrichten zu AMD (Advanced Micro Devices) Inc.

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Analysen zu AMD (Advanced Micro Devices) Inc.

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28.07.2017AMD (Advanced Micro Devices) Market PerformBMO Capital Markets
26.07.2017AMD (Advanced Micro Devices) OutperformRobert W. Baird & Co. Incorporated
18.07.2017AMD (Advanced Micro Devices) UnderweightBarclays Capital
21.06.2017AMD (Advanced Micro Devices) BuyCanaccord Adams
17.05.2017AMD (Advanced Micro Devices) HoldLoop Capital
28.07.2017AMD (Advanced Micro Devices) Market PerformBMO Capital Markets
26.07.2017AMD (Advanced Micro Devices) OutperformRobert W. Baird & Co. Incorporated
21.06.2017AMD (Advanced Micro Devices) BuyCanaccord Adams
02.05.2017AMD (Advanced Micro Devices) HoldStifel, Nicolaus & Co., Inc.
09.03.2017AMD BuyCanaccord Adams
17.05.2017AMD (Advanced Micro Devices) HoldLoop Capital
07.10.2016AMD Equal WeightBarclays Capital
22.07.2016AMD NeutralMizuho
22.04.2016AMD HoldTopeka Capital Markets
21.03.2016AMD NeutralMizuho
18.07.2017AMD (Advanced Micro Devices) UnderweightBarclays Capital
07.07.2015AMD SellUBS AG
23.08.2012Advanced Micro Devices (AMD) underperformMacquarie Research
23.07.2012Advanced Micro Devices (AMD) underperformMacquarie Research
11.07.2012Advanced Micro Devices (AMD) sellGoldman Sachs Group Inc.

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