19.08.2017 22:08
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BVB-Aktie & Co.: Können sich Fußball-Aktien für Anleger lohnen?

Milliardenspiel: BVB-Aktie & Co.: Können sich Fußball-Aktien für Anleger lohnen? | Nachricht | finanzen.net
Milliardenspiel
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Wer beim Fußball auf finanzieller Ebene mitspielen möchte, kann sich durchaus mit seinem Kapital an einem der europäischen Top-Clubs beteiligen. Denn einige dieser Profiklubs konnten in den vergangenen Jahren nicht nur die Fans begeistern, sondern auch ihre Aktionäre.
Die Fußball-Bundesliga knackte in der Saison 15/16 zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Umsatzmarke von drei Milliarden Euro. Den 18 Top-Vereinen des Landes gelang es so, den Umsatz zum zwölften Mal in Folge zu steigern. Allein der Umsatzzuwachs gegenüber der Vorsaison betrug laut Zahlen der Deutschen Fußball Bundesliga knapp 24 Prozent. Dank eines neuen Medienvertrages wird für die Saison 16/17 weiteres Wachstum erwartet. Angesichts dieses enormen Potenzials ist es für Fans und Investoren sehr bedauerlich, dass sich in der Bundesliga nur ein einziger Verein an der Börse wiederfindet.

Schwarz-gelbe Anteilsscheine

Zwar spielt der BVB an der Börse noch nicht in der ersten Liga aber durch den Wechsel in den Prime Standard der Deutschen Börse ist mit dem SDAX immerhin die 3. Liga drin. Die Aktie konnte sich unterdessen prächtig entwickeln und erreichte Mitte Juni mit 6,45 Euro ein 15-Jahres-Hoch. Durch Gewinnmitnahmen fielen die Anteilsscheine im Anschluss jedoch wieder um einige Prozent. Nichtsdestotrotz konnte sich der Verein auf Jahressicht in seinem zugehörigen Index mehr als behaupten und über 55 Prozent zulegen. Jedoch kann längst nicht jeder europäische Top-Club mit solch einer Performance glänzen.

Europa Tops

Neben dem BVB konnten aber auch noch andere europäische Top-Clubs überzeugen. So konnte der Langzeit-Penny-Stock des Vize-Champions-League-Siegers Juventus Turin auf Jahressicht rund 140 Prozent zulegen. Kurz vor dem diesjährigen Champions-League Finale erreichte die Aktie sogar ein Kursplus auf Jahressicht von über 300 Prozent. Erfreuliche Kursentwicklungen waren im Verlauf des letzten Jahres auch bei den Vereinen Ajax Amsterdam, Lazio Rom und Benfica Lissabon zu verzeichnen.

Europa Flops

Einige der börsennotierten Fußballclubs konnten das enorme Wachstum der Branche jedoch nicht widerspiegeln. So sorgen die Anteilsscheine des 1927 gegründeten italienischen Top-Vereins AS Rom bei Anlegern für pure Enttäuschung. Der Penny-Stock pendelt seit Jahren zwischen 0,40 und 0,50 Euro. Ähnlich wenig Freude macht die Aktie von Manchester United. Die Performance der Anteilsscheine des wertvollsten Fußballklubs der Welt (Forbes 2017) lässt alle Wünsche offen. Die Red Devils konnten dieses Jahr zwar den Champions League Sieger Real Madrid als wertvollsten Fußballklub der Welt ablösen, der Aktie jedoch keinen Schwung verleihen. Die Performance auf 3-Jahressicht beläuft sich auf enttäuschende fünf Prozent. Eine ähnliche Trendlosigkeit ist bei den Anteilsscheinen von Olympique Lyon festzustellen.

Insel-Gap

Bei der Analyse der verschiedenen Fußball-Aktien fällt auf, dass sich im langfristigen Chartbild häufig Insel-Gap oder Island-Gap ähnliche Chartformationen ausbilden. Dies bedeutet, dass die zugrundliegende Aktie eine rasante Aufwärtsbewegung absolviert, um sich danach auf dem höheren Kursniveau zu konsolidieren, bevor die Abwärtsbewegung auf das ursprüngliche Niveau einsetzt. Dass sich solch eine Formation im Zeitverlauf weniger Wochen ausbilden kann, hängt mit dem Wesen des Fußballs zusammen. Erreicht ein Club überraschenderweise das Finale eines Turniers, greifen die Anleger auch euphorisch bei der Aktie zu. Stellt sich dann nicht der erhoffte Erfolg ein, werfen die Aktionäre die Papiere wieder aus ihren Depots.

Börse und Fußball haben einiges gemeinsam

Verspekulieren sich Anleger mit riskanten Aktien, erheben sie Schadensersatzansprüche gegenüber ihrer Bank oder ihrem Vermögensverwalter. Geht beim Fußball ein Spiel verloren, liegt die Schuld ja schließlich auch beim Trainer oder Schiedsrichter.

Nur was für Fans

Für Fans, die eine starke Bindung zu ihrem persönlichen Lieblingsverein haben, spricht sicher nichts gegen den Kauf der jeweiligen Aktie. Investoren, die jedoch auf kontinuierliche Erfolge und stetig wachsende Gewinne hoffen, sollten sich besser in anderen Branchen umschauen. Wer trotzdem mit Fußball-Spekulationen Geld verdienen möchte, kann sich auch an einem klassischen Sportwetten-Anbieter wie bet-at-home beteiligen.

Pierre Bonnet / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Ohmega1982 / Shutterstock.com, Fingerhut / Shutterstock.com, 360b / Shutterstock.com
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27.05.2010Borussia Dortmund haltenBankhaus Lampe KG
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19.06.2007Borussia Dortmund verkaufenGSC Research
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