09.08.2017 12:29
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Nordkorea-Krise: Japan sucht Schutz der USA

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TOKIO (dpa-AFX) - Mit Besorgnis und dem Wunsch nach einer stärkeren Sicherheitszusammenarbeit mit den USA hat die japanische Regierung auf die Eskalation der Atomkrise mit Nordkorea reagiert. Regierungssprecher Yoshihide Suga sagte nach der Warnung von US-Präsident Donald Trump, auf weitere Drohungen Nordkoreas mit "Feuer, Wut und Macht" zu antworten, Tokio schätze die Position Washingtons.

Danach seien für die Trump-Regierung im Umgang mit Nordkorea alle Optionen - einschließliche militärische - auf dem Tisch, sagte Suga am Mittwoch. Die japanische Regierung wolle die bilaterale Sicherheitszusammenarbeit mit den USA weiter vertiefen, fügte er hinzu.

Die USA und Japan gehen davon aus, dass Nordkorea inzwischen in der Lage ist, Raketen mit Miniatur-Atomsprengköpfen zu bestücken. Die Regierung analysiere diese Informationen mit großer Besorgnis, sagte Suga. Die Bedrohung durch Nordkorea habe ein Niveau erreicht, bei dem Japan sehr wachsam bleiben müsse, sagte Verteidigungsminister Itsunori Onodera. Es gelte zu klären, ob Nordkorea bereits einen solchen Sprengkopf besitze oder bald haben werde, sagte er.

Onodera, der erst seit einer Woche im Amt ist, hatte zuvor gefordert, die Angriffskapazitäten seines Landes zu stärken. Kritiker befürchten, dass Japans pazifistische Verfassung verletzt werden könnte. Artikel 9 verbietet die Anwendung von Gewalt zur Beilegung internationaler Streitigkeiten./tk/DP/tos

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