15.06.2017 08:01
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OTS: Reimer Rechtsanwälte / Insolvenzverfahren Magellan Maritime Services: ...

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Insolvenzverfahren Magellan Maritime Services: 160 Millionen Euro für

Containerverkauf nach Asien

Hamburg (ots) - Buss Global-Gruppe aus Singapur will

Magellan-Container kaufen | Anleger können bereits 100 Millionen Euro

bis Ende 2017 erhalten | Weitere Gewinnbeteiligung von 15 Millionen

US-$ möglich | Kapitalanleger sollen bis 30. Juni schriftlich

abstimmen

Der Insolvenzverwalter von Magellan Maritime Services hat die

Verhandlungen über den Verkauf des Magellan-Containerportfolios

erfolgreich abgeschlossen. Sofern die deutliche Mehrzahl der Anleger

dem Verkauf zustimmt, zahlt die Buss Global-Gruppe aus Singapur einen

Kaufpreis von 160 Millionen Euro - zuzüglich einer möglichen

Erfolgsbeteiligung von 15 Millionen US-$.

"Die ersten 100 Millionen Euro könnte ich bis Jahresende

ausschütten", sagt Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt von

der Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte. Der Verkaufspreis plus

Erfolgsbeteiligung entspricht in etwa der Hälfte des

Gesamtinvestitionsvolumens der Magellan-Anleger von insgesamt rund

350 Millionen Euro.

Die Buss Global-Gruppe ist einer der weltweit größten Investoren

in Seecontainer und verwaltet davon mehr als 360.000 Stück. Die

Gruppe arbeitet bei Containerinvestments eng mit ihrem Hamburger

Schwesterkonzern zusammen, der Buss Capital-Gruppe.

Dem vorliegenden Ergebnis waren monatelange Verhandlungen zwischen

Borchardt und sechs potenziellen Käufern vorausgegangen. Dabei

profitierte der Insolvenzverwalter von weltweit zuletzt deutlich

gestiegenen Preisen für Container sowie höheren

Container-Leasingraten. "Dies hat unsere Verhandlungsposition sehr

verbessert" sagt Borchardt. "Jetzt aber auf ein weiteres Anziehen der

Preise zu spekulieren und den Verkauf mit völlig ungewissem Ergebnis

hinauszuzögern, wäre grob fahrlässig." Am Ende habe Buss nicht nur

ein attraktives Angebot abgegeben, sondern auch als einziger von

allen Interessenten einen soliden Finanzierungsnachweis geliefert.

"Der Gläubigerausschuss steht uneingeschränkt hinter dem

Verhandlungsergebnis und hat die Vereinbarung einstimmig bestätigt",

sagt Rechtsanwalt Jörn Weitzmann, Sprecher des

Magellan-Gläubigerausschusses.

Allerdings setzt die Rechtswirksamkeit des Vertrags noch ein

eindeutig positives schriftliches Abstimmungsergebnis unter den

Kapitalanlegern voraus. Die Befragung läuft mindestens bis zum 30.

Juni 2017. "Buss möchte sicherstellen, dass der Verkauf durch einen

breiten Konsens getragen wird", erläutert Borchardt.

Sollte die Abstimmung hingegen zu keiner eindeutigen Zustimmung

führen, wird der Insolvenzverwalter die Container nicht an Buss

verkaufen, sondern die bestehenden Mietverträge mit den Reedereien

bis zum Ende der Laufzeit fortführen und die Seekisten danach einzeln

verkaufen. Die Erlöse aus diesem Abwicklungsszenario betragen nach

einer unverbindlichen Prognose 128-178 Millionen Euro. Diese

Berechnung hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte

bestätigt.

Für Borchardt würde eine solche Abwicklung in Vergleich zu einem

raschen Verkauf jedoch Nachteile für die Anleger bergen. "So würden

die ersten Abschlagszahlungen erst im Jahr 2019 fließen. Zudem dürfte

sich das Gesamtverfahren noch bis zu neun Jahre hinziehen", so der

Insolvenzverwalter. Hinzu kämen erhebliche finanzielle

Unwägbarkeiten, vor allem in Form von schwankenden Devisenkursen,

unsicheren Containerverkaufspreisen sowie durch Insolvenzen von

Reedereien als Mietvertragspartner. Wie real dieses Risiko ist,

hätten beispielsweise die jüngsten Insolvenzen der Großreedereien

Rickmers sowie von Hanjin aus Südkorea gezeigt. "Wir empfehlen den

Anlegern daher, dem erzielten Verhandlungsergebnis zuzustimmen", rät

Gläubigerausschusssprecher Weitzmann.

OTS: Reimer Rechtsanwälte

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/111905

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Pressekontakt:

Agentur das AMT GmbH & Co. KG

Andreas Jung

E-Mail: jung@das-amt.net

Telefon: +49 (0) 431 55 68 67 90

Internet: www.das-amt.net

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