Adhoc Mitteilung gemäß § 48d Abs. 1 BörseG
Klagenfurt (pta/28.02.2011/09:00) - * Markt: - 11 % Umsatzsteigerung: + 12 %
* Marktposition in Ungarn und Rumänien weiter ausgebaut
* Erfolgreicher Markteintritt in Bulgarien und Moldawien
* Positiver Ausblick für EU geförderte Infrastrukturprojekte
Das börsennotierte Familienunternehmen SW Umwelttechnik erreichte 2010, mit
einem Umsatz von 73,8 Mio. EUR, eine Umsatzsteigerung von 12 % gegenüber dem
Vorjahr. Gleichzeitig hat sich die Bauleistung in den Hauptmärkten Österreich,
Ungarn und Rumänien, auf Grund der anhaltenden Rezession, um durchschnittlich 11
% reduziert (AT: - 4 %; HU: -8 %; RO: -22 %) . Aus dieser Erhöhung der
Marktanteile wird, bei der für 2011 erwarteten Verbesserung des Marktumfeldes
mit Stabilisierung der Preissituation, eine deutliche Ertragsverbesserung
resultieren. Zudem konnten die ersten großen Exportaufträge in die Länder
Bulgarien und Moldawien erfolgreich abgewickelt werden.
Nach einem witterungsbedingt schwachen ersten Quartal, konnte der Umsatz im
zweiten und dritten Quartal um nahezu 20 % über dem Vorjahr gesteigert werden,
während für das vierte Quartal wiederum witterungsbedingt nur eine Steigerung 2
% ausgewiesen werden konnte. Für das Gesamtjahr wird nun ein vorläufiger Umsatz
von 73,8 Mio. EUR ausgewiesen, dies entspricht gegenüber dem Vorjahresumsatz mit
66,2 Mio. EUR einer 12 %igen Steigerung.
"Das vergangene Geschäftsjahr war für uns vor allem in Ungarn und Rumänien eines
der härtesten in unserer Unternehmensgeschichte. Die konjunkturelle Erholung hat
sich noch nicht in Investitionen bei unseren Kunden im Bereich Industrie und
Gewerbe gezeigt, während andererseits die Co-Finanzierung der EU geförderten
Infrastrukturprojekte auf Grund der Budgetstabilisierungsmaßnahmen in Ungarn und
Rumänien verzögert wurde. Doch dank der rechtzeitig eingeleiteten Maßnahmen -
wie der Fixkosteneinsparung und Konzentration auf den Bereich Wasserschutz,
konnten wir uns entgegen dem Markttrend relativ gut entwickeln. Für das laufende
Jahr sehen wir eine deutliche Entspannung in allen Märkten", so Vorstand Dr.
Bernd Wolschner zu den vorgelegten Zahlen.
Österreich entwickelte sich nach dem schwierigen Start im Jahresverlauf positiv,
die Umsätze lagen von April bis Dezember nur knapp unter dem guten Geschäftsjahr
2009. Die Rückgänge des ersten Quartals konnten jedoch nicht aufgeholt werden,
der Umsatz des Gesamtjahres liegt mit 15,6 Mio. EUR (VJ: 18,7 Mio. EUR) um 16 %
unter dem Vorjahr. Ungarn verzeichnete trotz der geringen Auftragsvergaben des
öffentlichen Sektors ein positives zweites und drittes Quartal. Die
Ausschreibung der kommunalen Projekte hat sich nach den Kommunalwahlen im
Oktober 2010 deutlich erhöht und wir erwarten daraus bereits im ersten Quartal
2011 einen verstärkten Auftragseingang. Der Umsatz liegt mit 36,7 Mio. EUR um 18
% über dem Vorjahreswert von 31,0 Mio. EUR. In Rumänien konnte, trotz der
schwierigen Budgetsituation des Staates, der Umsatz vor allem im Bereich der EU
geförderte Infrastrukturprojekte stark um 33 % auf 18,1 Mio. EUR (VJ 13,6 Mio.
EUR) gesteigert werden.
Der Wasserschutzsektor bleibt mit 31,6 Mio. EUR (VJ 33,7 Mio. EUR) der größte
Bereich, die Umsätze aus dem Industrie- und Gewerbebereich erholen sich langsam
und liegen mit 27,8 Mio. EUR bereits um 23 % über dem Vorjahresbetrag von 22,6
Mio. EUR. Die Umsätze des Projektgeschäftes wurden sehr stark um 44 %, auf 14,4
Mio. EUR (VJ 10,0 Mio. EUR) gesteigert.
Trotz der aus dem Marktrückgang in allen Märkten resultierenden Verschlechterung
der Verkaufspreise, konnte das EBITDA mit + 6,6 Mio. EUR (VJ + 7,3 Mio. EUR) und
das EBIT mit + 1,2 Mio. EUR (VJ + 1,4 Mio. EUR) auf Vorjahresniveau gehalten
werden. Das Ergebnis aus der Fair Value Bewertung, der als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien lag mit 1,9 Mio. EUR (VJ 2,9 Mio. EUR) unter dem
Vorjahreswert. Die Wechselkursverluste aus Abwertung der ungarischen und der
rumänischen Währung wirken sich mit - 0,7 Mio. EUR (VJ - 1,5 Mio. EUR) im
Finanzergebnis aus. Damit hat sich das EGT mit - 2,3 Mio. EUR (VJ - 2,9 Mio.
EUR) gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert.
Ertragsentwicklung im 4. Quartal
Der Umsatz im 4. Quartal entwickelte sich mit einer Steigerung von +2 % auf 19,6
Mio. EUR (VJ 19,2 Mio. EUR) vor allem in Ungarn schlechter als erwartet, da die
von der ungarischen Regierung ausgeschriebenen Abwasserprojekte erst Ende 2010
in die Vergabe kamen; diese für SW positiven Effekte werden damit erst im 1.
Halbjahr 2011 wirksam. Zusätzlich ist es durch den frühen Wintereinbruch zu
einer Verschiebung von laufenden Projekten gekommen. Dadurch liegt das operative
Ergebnis (ohne Fair Value Bewertung Immobilien) für das EBITDA mit 1,3 Mio. EUR
(VJ 2,4 Mio. EUR) und das EBIT mit 0,3 Mio. EUR (VJ 0,9 Mio. EUR) unter dem
Vorjahresniveau.
Auftragsstand
Der Auftragsstand liegt mit 27,7 Mio. EUR (VJ 32,8 Mio. EUR) um 15 % unter dem
Vorjahr, was einerseits auf die verzögerten Vergaben der Abwasserprojekte in
Ungarn und andererseits auf den erwarteten weiteren Rückgang von Aufträgen aus
dem Bereich der Industrie- und Gewerbekunden in Rumänien resultiert. Bereits
seit Dezember ist ein verstärkter Auftragseingang bemerkbar - dieser Trend wird
sich auch 2011 fortsetzen und die Prognosen des Unternehmens bestätigen.
Mitarbeiter
Die Personalkosten (inkl. Leiharbeiter) konnten, bei gleichzeitiger Steigerung
der Betriebsleistung im Vergleich zum Vorjahr um weitere 4 % gesenkt werden. Der
durchschnittliche Mitarbeiterstand konnte mit 628 Mitarbeitern (VJ 735
Mitarbeiter) überproportional um 15 % reduziert werden.
Investitionen
Die Investitionen 2010 mit 2,2 Mio. EUR dienten vor allem der Anpassung der
Produktpalette an die geänderten Marktbedingungen. Die weiteren
Expansionsinvestitionen wurden vorläufig zu Gunsten der Liquiditätsverbesserung
verschoben.
Ausblick
Die Erwartung für die Marktentwicklung unterscheidet sich in den Hauptmärkten
erkennbar und ist nach wie vor geprägt von einer limitierten Visibilität.
In Österreich ist eine leichte Abschwächung im Bereich Wasserschutz, auf Grund
der Finanzierungsschwäche der Gemeinden zu erwarten. Gegenläufig ist die
Investitionsneigung unserer Industrie- und Gewerbekunden angestiegen. Durch die
Einführung neuer Produkte erwarten wir zusätzlich eine erkennbare
Umsatzsteigerung im Unternehmen.
In Ungarn wird basierend auf den verstärkten Ausschreibungen von EU geförderten
Projekten eine deutliche Steigerung der Umsätze für Wasserschutz und
Projektgeschäft zu erwarten sein. Die Lieferungen an Industrie- und
Gewerbekunden werden nur eine leichte Steigerung erfahren; hier erwarten wir ab
2012 schrittweise eine Rückkehr zu normalen Marktbedingungen.
In Rumänien ist bereits erkennbar, dass durch die Stabilisierung der
Staatsfinanzen die EU geförderten Projekte für den Bereich Wasserschutz und
Projektgeschäft verstärkt vergeben und realisiert werden. Diese Entwicklung
bestätigt die in 2010 durchgeführte Ausrichtung der Produktionsanlagen auf
diesen Geschäftsbereich. Die Investitionen aus Industrie und Gewerbe werden
dagegen voraussichtlich 2011 noch weiter zurückgehen und erst ab 2012/2013
wieder ansteigen.
Durch den erreichten Ausbau unserer Marktposition und der bereits erkennbaren
Erholung in unseren wichtigen Marktsegmenten erwarten wir für 2011 eine leichte
Umsatzsteigerung und vor allem eine deutlichen Ertragsverbesserung. Die
langfristige Strategie mit einer Top 3 Position in den bearbeiteten Märkten die
nachhaltigen Wachstumschancen in den CEE Ländern zu nutzen, hat sich auch in
diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt und durch die durchgeführten
Investitionen in moderne Anlagen wird SW Umwelttechnik überproportional vom
Konjunkturaufschwung profitieren können.
Vorläufige nicht geprüfte Zahlen:
In 2010 2009
Mio.
Eur
Umsatz 73,8 66,2
EBIT 1,2 1,4
EBITDA 6,6 7,3
EGT -2,3 -2,9
Das 1910 gegründete Familienunternehmen SW Umwelttechnik - seit 1997 an der
Wiener Börse notiert steht für nachhaltiges Wirtschaften und konsequentes
Wachstum in Ost- und Südosteuropa. Mit innovativer Umweltschutztechnologie
leistet das Unternehmen seinen Beitrag zum Aufbau der notwendigen Infrastruktur
in den CEE Ländern.
Rückfragehinweis:
DI Dr. Bernd Wolschner
Vorstand
Tel. +43 463 32 109 202
Fax +43 463 32 109 296
MMag. Michaela Werbitsch
Investor Relations
Tel. +43 664 811 76 62
Fax +43 463 32 109 296
E-Mail: michaela.werbitsch@sw-umwelttechnik.com
Web: www.sw-umwelttechnik.com
(Ende)
Aussender: SW Umwelttechnik
Adresse: Bahnstraße 87-93, 9021 Klagenfurt
Land: Österreich
Ansprechpartner: MMag. Michaela Werbitsch
E-Mail: michaela.werbitsch@sw-umwelttechnik.com
ISIN(s): AT0000808209 (Aktie)
Börsen: Amtlicher Handel in Wien
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February 28, 2011 03:00 ET (08:00 GMT)- - 03 00 AM EST 02-28-11