10.08.2017 18:17
Bewerten
(0)

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax auf Talfahrt - Index testet 12 000 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Belastet von der Nordkorea-Krise und teils negativ gewerteten Unternehmensbilanzen hat der Dax (DAX 30) am Donnerstag die Marke von 12 000 Punkten getestet. Hinzu kam am Nachmittag eine schwächere Wall Street. Der deutsche Leitindex rutschte zwischenzeitlich bis auf 11 993,73 Punkte ab und erreichte so den tiefsten Stand seit April. Letztlich konnte er die psychologisch wichtige Schwelle aber knapp behaupten. Das Minus betrug am Ende 1,15 Prozent auf 12 014,30 Punkte.

"Das Säbelrasseln um Nordkorea wird lauter", sagte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Die Unsicherheit angesichts der politischen Spannungen mit den USA, die den Markt am Vortag schon belastet habe, zerstöre bei den Anlegern gerade jegliche Risikolust. Einige Marktteilnehmer bereiteten sich offenbar auf eine größere Korrektur vor, fügte er hinzu.

Ähnlich trüb wie beim Dax ging es auch in der zweiten Börsenreihe zu. Der Index der mittelgroßen Werte MDAX sank um 1,05 Prozent auf 24 623,20 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 1,10 Prozent abwärts auf 2233,34 Zähler.

BERICHTSSAISON UNTER VOLLDAMPF

Die Berichtssaison lief am vorletzten Handelstag der Woche nochmals auf Hochtouren. Für die Aktien des Konsumgüterherstellers Henkel (Henkel vz) ging es als Dax-Schlusslicht um rund 4 Prozent bergab. Ein Analyst bemängelte das schwache Umsatzwachstum aus eigener Kraft. Die Jahresziele habe der Konzern zwar bestätigt, aber mit einem vorsichtigen Unterton. Insgesamt bereitet der harte Wettbewerb den Henkel-Anlegern Sorgen.

Die Titel des Stahl- und Industriekonzerns thyssenkrupp dagegen waren auf der Sonnenseite des Dax. Am Ende eines schwankenden Tages rückten sie an der Index-Spitze um 0,82 Prozent vor. Bei den Anlegern stießen die Resultate für das dritte Geschäftsquartal auf mehrheitlich positive Resonanz. Ein früher Anstieg um mehr als 4 Prozent verblasste aber - auch deshalb, weil der Markt weiter vergeblich auf eine Lösung für das europäische Stahlgeschäft wartet.

ZAHLENFLUT AUCH IN MDAX UND TECDAX

Schwächster MDax-Wert mit einem Abschlag von 6 Prozent waren nach Quartalszahlen die Aktien des Kupferherstellers Aurubis (Aurubis (ex Norddeutsche Affinerie)). Ähnlich trübe ging es nach der Zahlenvorlage bei den Papieren des Versicherers Hannover Rück und des Spezialchemie-Konzerns LANXESS zu: sie verloren fast 5 Prozent respektive 3,3 Prozent. Ströer (Ströer SECo) dagegen schafften es am Ende mit 4,7 Prozent Plus an die MDax-Spitze.

Im TecDax brachen die Anteile von SLM Solutions nach der Zahlenvorlage um fast 14 Prozent ein. "Der 3D-Drucker-Hersteller hat im ersten Halbjahr erneut enttäuscht. Es wird nun ganz schwer, die Jahresziele noch zu erreichen", sagte ein Börsianer.

MEDIGENE AUF TALFAHRT

Aktien von MediGene entwickelten sich im TecDax mit einem Abschlag von knapp 10 Prozent kaum besser. Im Zuge eines plötzlichen Kursrutsches am Nachmittag erreichten mit 8,79 Euro ihren tiefsten Stand seit Dezember. Händler vermuteten, dass sich einige US-Investoren von dem Titel getrennt haben könnten.

Ganz anders jedoch die Kursentwicklung bei einem anderen Biotech-Wert im TecDax, wo der Börsenliebling EVOTEC seinen Aktionären an der Indexspitze mit starken Halbjahreszahlen weiter Freude machte. Das Kursplus belief sich am Ende auf 8,64 Prozent.

EURO KAUM VERÄNDERT

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) ging es um 1,01 Prozent auf 3433,54 Punkte nach unten. Der französische CAC-40 (CAC 40) gab etwas weniger deutlich um 0,6 Prozent nach, während der britische FTSE 100 stärker um fast 1,5 Prozent fiel. In New York stand der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) zum Handelsschluss in Europa mit rund einem halben Prozent im Minus.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) rückte um 0,01 Prozent auf 141,30 Punkte vor. Der Bund Future legte um 0,21 Prozent auf 164,07 Punkte zu. Der Euro hielt sich zuletzt mit 1,1747 US-Dollar auf seinem Niveau vom Xetra-Schluss vom Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1732 (Mittwoch: 1,1731) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8523 (0,8524) Euro./tih/mis

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit Verlust ins Wochenende -- Dow Jones im Minus -- STADA-Übernahme erfolgreich -- Verhandlungen über Zukunft von Air Berlin -- Calpine, Deutsche Bank im Fokus

Darmstädter Merck-Konzern will vor weiteren Großübernahmen Schulden abbauen. Analyst ermittelt den perfekten Einstiegskurs für Bitcoins. Busch bei Pfeiffer Vacuum mit neuem Etappensieg. Venezuelas Bolivar fällt auf Rekordtief. Unsicherheit beim iPhone 8: Wann kommt das neue Apple Smartphone? UniCredit-Aufnahme im EuroStoxx möglich - Airbus hofft auf Stoxx.

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
Bitcoin & Co.: Die wichtigsten Kryptowährungen
Welche Digitalwährung macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Deutsche Bank wird optimistischer für deutsche Aktien und sieht beim DAX bis Jahresende noch 3 Prozent Luft nach oben. Was glauben Sie, wie sich der DAX bis zum Ende des Jahres entwickeln wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
BMW AG519000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Allianz840400
E.ON SEENAG99
adidas AGA1EWWW
Siemens AG723610
Air Berlin plcAB1000
Coca-Cola Co.850663
TeslaA1CX3T
Amazon906866
Santander S.A. (Banco Santander Central Hispano)858872