06.12.2017 16:44
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ProSiebenSat.1-Aktie fester: ProSieben sucht Ausweg mit neuer Strategie

Sinkende Zuschauerzahlen: ProSiebenSat.1-Aktie fester: ProSieben sucht Ausweg mit neuer Strategie | Nachricht | finanzen.net
Sinkende Zuschauerzahlen
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Vor seinem Abgang hat ProSiebenSat.1 -Chef Thomas Ebeling noch einmal einen Umbau des Medienkonzerns angestoßen.
Aus vormals vier Säulen sollen ab nächstem Jahr nur noch drei werden, wobei die TV-Sparte mit den Online-Unterhaltungsplattformen zusammengeführt wird. Von der neuen Struktur verspricht sich das Management über die nächsten drei Jahre Einsparungen von mehr als 50 Millionen Euro. Zugleich sollen die Umsätze bis 2022 um eine Milliarde Euro zulegen.

"Wir sind gut für die Zukunft vorbereitet und gut positioniert", sagte Ebeling beim Kapitalmarkttag in München. Mehr als 50 Prozent erwirtschaftet ProSiebenSat1 Media SE mittlerweile außerhalb seines klassischen TV-Werbegeschäfts, etwa mit Onlineportalen wie Flaconi oder Verivox. Dort generierte Daten nutzt das Unternehmen für seine ersten Gehversuche im Bereich Werbetechnologie, wie dem Adressable TV - also individuell über das Internet ausgespielte Werbeclips. Hier erhofft sich der Konzern enorme Wachstumsraten und hat dazu eine Vielzahl von Adtech-Firmen wie Yieldlab oder Adition Technologies gekauft.

Abschreiben will Ebeling das Kernsegment seines Unternehmens damit aber noch lange nicht. Im Gegenteil, alles was man in der letzten Zeit getan habe, sei nicht nur zur Umsatzsteigerung gewesen, sondern auch, um das Fernsehgeschäft zu stärken. "TV hat eine große Zukunft", betonte der 58-Jährige, der erst im November durch eine abschätzige Bemerkung über seine eigene Zielgruppe in die Kritik geraten war.

Dass viele Zuschauer nach wie vor Sitcoms, wie etwa "The Big Bang Theory" schauen, begründete er nun mit der Vertrautheit der Leute mit den Protagonisten: "Es ist sehr wichtig, dass man beim TV immer wieder die gleichen Gesichter sieht", erklärte Ebeling. Zudem schaffe TV durch seine große Reichweite ein Gefühl der Zugehörigkeit: "Zu wissen, dass man etwas tut, was Millionen andere auch gerade tun, ist für den Zuschauer besser, als sich ein kleines Nischenformat im Internet anzusehen." Nicht nur deshalb sei das lineare Fernsehen - gerade in Deutschland - noch immer das wahre Massenmedium.

Abgesehen von den Sitcoms will sich ProSiebenSat.1 in den kommenden Jahren noch mehr lokalen Inhalten widmen. Bisher erfolgreiche Formate wie die "Höhle der Löwen" oder die "Beste Show der Welt" von Joko und Klaas würden dafür sprechen. Zurückhaltender wolle man dafür bei Produktionen aus den Staaten werden. US-Serien wie "Empire" oder "This is us" kamen zuletzt bei den Zuschauern nicht gut an. Im Sport konzentriert sich die Senderkette zudem immer stärker auf Nischensportarten wie Dart, E-Sports, Wrestling oder auch Drohnen-Rennen.

Bisher spreche alles dafür, dass ProSiebenSat.1 seine zuletzt revidierten Jahresziele erreichen wird, sagte Ebeling. Im November hatte das Unternehmen für 2017 eine Erlössteigerung im mittleren Prozentbereich angepeilt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie der bereinigte Konzernüberschuss sollen das Vorjahresniveau zudem leicht übertreffen.

Mit einem Plus von zuletzt 3,21 Prozent konnte sich die ProSiebenSat.1-Aktie bis zum Nachmittag an der Dax-Spitze halten. Nach Ansicht des JPMorgan-Anaylsten Daniel Kerven dürfte das Management die Bedenken von Investoren um strukturelle Verwerfungen im TV-Markt gemildert haben. Die mittelfristigen Ziele sprächen zudem für ein in der Branche außerordentliches Wachstum - und das bei einer günstigen Aktienbewertung. Tatsächlich hat das Papier seit Anfang des Jahres mehr als 20 Prozent eingebüßt./kro/nas/jha/

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Holger Rauner © ProSiebenSat.1 Media AG, Jan Pitman/Getty Images
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13.12.2017ProSiebenSat1 Media SE buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
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