14.06.2017 12:30
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Trichet weist auf niedrige Lohnstückkostendynamik in Deutschland hin

   Von Hans Bentzien

   FRANKFURT (Dow Jones)--Die anhaltend niedrige Inflation im Euroraum wird nach Aussage des ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, maßgeblich von der schwachen Dynamik der Lohnstückkosten in Deutschland ausgelöst. Trichet sagte bei einer Konferenz der Deutschen Bundesbank, die schwache Dynamik der Lohnstückkosten sei unverständlich angesichts eines ausgelasteten Arbeitsmarkts, eines hohen Leistungsbilanzüberschusses und hoher Unternehmensgewinne. "Die Bundesbank war mutig genug, das zuzugeben", sagte Trichet.

   Dass die Inflation immer noch zu niedrig sei, bezeichnete Trichet als ein "enormes Problem". "Weil die deutsche Inflation quasi die Obergrenze der Teuerung im Währungsraum darstellt und die Geldpolitik nicht der einzige Akteur sein kann, brauchen wir die Hilfe der Sozialpartner", sagte Trichet.

   Die deutschen Lohnstückkosten sind 2016 um 1,6 Prozent gestiegen, in Frankreich um 0,7 Prozent und in Italien um 0,8 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren erhöhten sich die deutschen Lohnstückkosten um 19 Prozent.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/brb

   (END) Dow Jones Newswires

   June 14, 2017 06:00 ET (10:00 GMT)

   Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 00 AM EDT 06-14-17

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