21.04.2017 06:39
Bewerten
(0)

Trump stellt Stahlimporte auf den Prüfstand

   WASHINGTON (AFP)--US-Präsident Donald Trump lässt überprüfen, ob Stahlimporte etwa aus China und Deutschland gegen die nationalen Sicherheitsinteressen verstoßen. "Stahl ist entscheidend sowohl für unsere Wirtschaft wie auch unser Militär", sagte Trump am Donnerstag in Washington nach der Unterzeichnung eines Memorandums, in dem das Handelsministerium mit einer Überprüfung der Stahlimporte beauftragt wird. Dabei muss sich das Ministerium auch mit dem Pentagon absprechen.

   "Dumping ist ein riesiges Problem in diesem Land", beklagte Trump. Es würden "riesige Mengen Stahl" in die USA exportiert "und sie schaden nicht nur unserem Land, sondern unseren Unternehmen". Die USA könnten es sich "nicht leisten, von anderen Ländern abhängig zu werden", warnte der US-Präsident.

   Die Überprüfung der Stahlimporte stützt sich auf den ansonsten kaum angewendeten Artikel 232 des Trade Expansion Act, der den Schutz der heimischen Produktion wegen nationaler Verteidigungsinteressen vorsieht. Das Gesetz sieht für die Überprüfung 270 Tage vor, laut Trump dürften aber nur 50 Tage notwendig sein. Der US-Präsident hat danach 90 Tage Zeit zu entscheiden, ob und welche der empfohlenen Maßnahmen - etwa höhere Zölle oder Einfuhrquoten - ergriffen werden.

   Trump beteuerte, dass sich die Maßnahme nicht gegen China richte. "Das hat nichts mit China zu tun", sagte er. Dumping sei vielmehr "ein weltweites Problem". Zugleich bekräftigte der US-Präsident sein Motto "Amerika zuerst". "Von jetzt an werden wir für amerikanische Jobs, Arbeiter, ihre Sicherheit und für amerikanische Stahlfirmen und Unternehmen generell aufstehen", sagte Trump.

   Handelsminister Wilbur Ross, der früher für den Stahlgiganten Arcelormittal arbeitete, sagte vor Journalisten, das Überleben von US-Herstellern stehe auf dem Spiel. Allein in den ersten beiden Monaten dieses Jahres seien die Stahlimporte um 19,6 Prozent gestiegen und machten nun mehr als ein Viertel des Stahls auf dem US-Markt aus. Die US-Stahlwerke seien nur zu 71 Prozent ausgelastet, kritisierte Ross.

   China produziert mehr als die Hälfte des Stahls weltweit. Wegen der Abschwächung seiner Konjunktur und sinkender globaler Nachfrage kämpft die chinesische Stahlbranche mit riesigen Produktionsüberschüssen.

   Kritiker werfen der Volksrepublik vor, die Stahlproduktion zu subventionieren und zu Preisen unter dem Marktwert anzubieten. Peking wiederum warf Washington im Februar Protektionismus vor, weil es chinesische Stahlimporte mit Zöllen zwischen 63 und 190 Prozent belegte.

   Auch Deutschland hat sich über die US-Zölle auf Stahlimporte beklagt. Sowohl Deutschland als auch China erwägen Beschwerden bei der Welthandelsorganisation (WTO).

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/mgo

   (END) Dow Jones Newswires

   April 21, 2017 00:09 ET (04:09 GMT)- - 12 09 AM EDT 04-21-17

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX stabil -- Asiens Börsen uneinig -- TAG Immobilien begibt Wandelanleihe -- Bayer-Aktie: Jefferies sieht kurzfristig Luft nach oben -- RWE, E.ON, Uniper, innogy, Air Berlin, Salesforce im Fokus

zooplus-Aktie erholt sich nach Hochstufung durch Oddo. Steinhoff bringt Afrika-Tochter Star bis Ende September an die Börse. Drillisch und Aurubis werden in den Stoxx Europe 600 aufgenommen. K+S steigen nach Spekulationen über Interesse von Elliott.

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
Bitcoin & Co.: Die wichtigsten Kryptowährungen
Welche Digitalwährung macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
BMW AG519000
BASFBASF11
EVOTEC AG566480
Amazon906866
Allianz840400
AlibabaA117ME
Nordex AGA0D655
K+S AGKSAG88