von Klaus Schachinger, €uro am Sonntag
Den Schock, den Standard & Poor’s (S & P) ausgelöst hat, haben die Börsen gut weggesteckt. Der große Kursrutsch blieb aus. In einem beispiellosen Schritt hatte die amerikanische Ratingagentur vergangene Woche allen Euromitgliedsstaaten einen negativen Ausblick verpasst. Innerhalb der nächsten drei Monate könnte es damit Abstufungen in Serie hageln. Deutschland droht der Verlust der Bestnote „AAA“. Europäische Banken müssen ebenfalls mit empfindlichen Bonitätsherabstufungen rechnen.
Als Begründung für den radikalen Schritt nennt S & P-Europa-Chefanalyst Moritz Krämer das Ausufern der Schuldenkrise. Sie betreffe nicht mehr nur die Staatsfinanzierung, sie habe auch das Bankensystem geschwächt: „Wir glauben, dass die bisherige Erfolglosigkeit, die Krise effektiv und nachhaltig in den Griff zu bekommen, die Risiken einer realwirtschaftlichen Bremswirkung nach sich zieht. Die Gefahr einer Rezession im kommenden Jahr ist gestiegen, nicht nur in Europa, sondern weltweit. Eine Exportnation wie Deutschland wird davon stark betroffen sein.“
Erfolglosigkeit? Merkel, Sarkozy und Co tun alles, um ein Auseinanderbrechen der Eurozone zu verhindern. Die Maßnahmen sind so rigoros, dass in Brüssel schon das Wort Eurodiktatur die Runde macht.
Anlegern haben die Beschlüsse der Politiker bei Krisengipfeln indes wenig gebracht. Nach jedem der fünf Gipfel seit Februar 2010 verlor der DAX zwischen zwei und neun Prozent. Meistens mehr, als er im Vorfeld der Treffen zugelegt hatte.
Begehrte Sachwerte
Entsprechend stark sind die Börsianer verunsichert, viele bleiben seit Monaten dem Aktienmarkt fern. Auf lange Sicht könnte das ein Fehler sein. Denn Anteilscheine an Unternehmen sind Sachwerte – ähnlich wie Gold oder Immobilien, zwei Vermögensklassen, die in krisenbehafteten Zeiten begehrt sind. Für Thomas Grüner von der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments wäre es deshalb ein logischer Schritt, das Geld in Aktien von Unternehmen zu investieren, deren Produkte immer gebraucht werden – auch in Krisenzeiten. Die Preissetzungsmacht solcher Firmen biete Inflationsschutz und selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass der Euro kollabiert, noch ein gewisses Maß an Stabilität.
Auch die US-Banken Citigroup und Morgan Stanley haben sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigt – und vielversprechende, oft weltweit bekannte Werte herausgefiltert, darunter auch deutsche Großkonzerne wie Siemens, BASF oder Fresenius.
Die Redaktion von €uro am Sonntag hat die Portfolios der Experten analysiert und eine Favoritenliste aufgestellt. Der Fokus wurde dabei auf Aktien gelegt, die quasi immer gekauft werden können, weil die Unternehmen in Krisenzeiten stabil bleiben und in Boomphasen vom Aufschwung profitieren.
Wichtigste Kriterien waren neben akzeptabler Bewertung eine starke Marktstellung, ein stabiles Geschäftsmodell (am besten unverzichtbare Produkte, die immer gekauft werden, auch in Krisenzeiten) und eine gesunde Bilanz, vorzugsweise ohne Bankschulden. Einige der Unternehmen haben sogar Milliarden an Cash in der Kasse.
Interessant an den Top-Portfolios der US-Banken ist unter anderem, dass ausgerechnet deutsche Aktien eine gewichtige Rolle spielen. Für den konjunkturellen Lichtblick in der Eurozone sorgt derzeit eben die deutsche Industrie. Im Oktober haben die Unternehmen das größte Auftragsplus seit anderthalb Jahren eingefahren. Wegen der starken Auslandsnachfrage zogen die Firmen nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums 5,2 Prozent mehr Bestellungen an Land als im Vormonat. Ein stärkeres Plus hatte es zuletzt im März 2010 mit 5,6 Prozent gegeben. Analysten hatten im Schnitt nur ein Prozent Zuwachs erwartet.

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Zwar ist die Sorge, dass Deutschlands Exportwirtschaft bei einer allgemeinen Konjunkturflaute stark leiden würde, noch ziemlich groß. Doch so schlimm wird es womöglich gar nicht kommen.
„Sollte Deutschland in eine Rezession schlittern, dürfte sie eher mild ausfallen“, glaubt Klaus Baader, Europa-Chefvolkswirt der französischen Bank Société Générale. Von einer Rezession spricht man ab mindestens zwei Quartalen mit schrumpfender Wirtschaftsleistung. „Die Lage in der Industrie ist besser als gedacht“, sagt auch Commerzbank-Aktienstratege Ralph Solveen.
Dennoch ist das nicht der Beginn eines neuerlichen Aufschwungs. Dafür sind die wirtschaftlichen Aussichten bei wichtigen Handelspartnern Deutschlands zu schlecht. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet eine Rezession in der Eurozone. Dorthin gehen etwa 40 Prozent der Exporte deutscher Unternehmen. Auch in China lässt der wirtschaftliche Elan nach. Der Einkaufsmanagerindex für November fiel auf 49 Punkte, Werte unter 50 signalisieren eine Abkühlung.
Das Gros der Deutschen investiert im eigenen Land – und vergibt damit die Chance, von der erfolgreichen Geschäftspolitik internationaler Cashmaschinen zu profitieren. Denn viele US-Unternehmen stehen blendend da, was sich in der Performance von Dow Jones und Nasdaq widerspiegelt. Beide Indizes notieren seit Jahresbeginn im Plus. US-Konzerne mit hohen Barreserven, stabilen Geschäftsmodellen und starker Preismacht können nach Einschätzung von Morgan Stanley und Citigroup auch lange konjunkturelle Schwächephasen durchstehen.
Während der Rally nach der Lehman-Krise haben US-Konzerne ihre Reserven auf zwei Billionen Dollar erhöht. „Das ist doppelt so viel wie im Jahr 2000 und 40 Prozent mehr als 2009“, sagt Citigroup-Aktienstratege Tobias Levkovich. Gleichzeitig warnt der Kapitalmarktexperte vor einer „verlorenen Dekade“, die manchen Ländern bevorstehen könnte. Seiner Meinung nach wird ein schwacher Konsum in den USA, England und Spanien, ausgelöst durch die hohe Verschuldung der Haushalte, das Wirtschaftswachstum über mehrere Jahre bremsen. Doch auch in diesen Phasen sind zum Teil stattliche Kursgewinne drin.
In den USA und Europa nutzen Unternehmen das unsichere Umfeld für Aktienrückkäufe. Seit Jahresbeginn haben US-Konzerne eigene Papiere im Gesamtwert von 200 Milliarden Dollar zurückgekauft. In Europa waren es 40 Milliarden Euro, 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Viele US-Konzerne sitzen auf riesigen Cashbeständen. Das macht sie unabhängig von Banken, über Anleihen können sie sich günstig refinanzieren, um bei guten Gelegenheiten zuzukaufen.
Da Anleihen von Unternehmen mit Top-Bonität (englischer Fachausdruck: Investment Grade) in konjunkturellen Schwächephasen bei Investoren als Risikobegrenzung begehrt sind und damit auch die Kurse der Papiere steigen, sind die entsprechenden Rentenfonds auch für Privatanleger eine lohnende Depotabsicherung. Allerdings: „Im Vergleich zu einzelnen Anleihen von Unternehmen mit guter Bonität wie IBM, Microsoft und Roche sind die Aktien der Unternehmen für Privatanleger die bessere Wahl“, erklärt Kieran Roane, Co-Manager des Investec GSF High Income Bond Fund. Beispiel Roche: Die Aktie bietet 4,5 Prozent Dividendenrendite, bei der Anleihe mit fünfjähriger Laufzeit ist es nur ein Prozent.
Für die ersten sechs Monate des neuen Jahres erwarten Experten eine hohe Volatilität an den Aktienmärkten. Gerald Kichler, Manager des Fonds Aktien Global von Floßbach & von Storch (FvS) hat die Cashquote in seinem Fonds deshalb auf die maximal zulässigen 20 Prozent erhöht. „Als der DAX im September in Richtung 5.000 Punkte fiel, haben wir gekauft“, sagt Kichler. Nach der jüngsten Kurserholung ist der Fondsmanager vorsichtiger geworden und will erst deutliche Korrekturen zum Kauf nutzen. Kichlers Fonds gehört zu den besten in konjunkturell schwierigen Phasen.
Von den 20 größten Positionen im Fonds hat Kichler während der vergangenen sechs Wochen nur bei den Papieren des Minenbetreibers Barrick Gold deutlich aufgestockt. Bei Microsoft und Google wurden die Positionen leicht erhöht, während der SAP-Anteil „deutlich verringert“ wurde, sagt Kichler. „Bei 6.000 Punkten ist die Luft im DAX sehr dünn.“
Lars Slomka, Leiter der Anlagestrategie für inländische Aktien bei der Deutschen Bank, warnt vor einer möglichen „Abwärtsspirale“ im Lauf der kommenden sechs Monate: „Bei den meisten konjunkturellen Frühindikatoren hält der Abwärtstrend an, Volkswirte senken ihre Wachstumsprognosen, Analysten ihre Gewinnschätzungen und Ratingagenturen die Bonitätsnoten.“ Ohne eine Trendwende bei wichtigen Frühindikatoren, etwa dem Ifo-Geschäftsklimaindex, könne der DAX auch „noch mal unter 5.000 Punkte fallen“.
Industrie
Zykliker mit Zukunft
Unternehmen aus der Industrie müssen besonders gut gewappnet sein, um Stürme zu überstehen – schließlich ist die Branche tendenziell konjunkturanfällig. Weniger zyklisch sind indes Firmen, die sich auf den Bereich Infrastruktur spezialisiert haben. Beispiel Siemens: Weltweit rund ein Drittel aller Kraftwerke und rund ein Fünftel aller Krankenhäuser werden von den Bayern ausgestattet. Der Konzern ist mit seinen Hochgeschwindigkeitszügen und Verkehrslösungen, Gebäude- und Logistiktechnologien zudem auf die Bedürfnisse stark wachsender Metropolregionen ausgerichtet. In den vergangenen fünf Jahren hat Siemens wichtige finanzielle Kennziffern wie die operative Gewinnmarge oder die Rendite auf das eingesetzte Kapital stark gesteigert. Die Aktie ist günstig.
Die Globalisierung treibt trotz Eurokrise den weltweiten Bedarf an Transportkapazitäten für Fracht und Passagiere. 2012 soll die Zahl der Passagiere weltweit um knapp fünf Prozent steigen. Davon profitieren Triebwerkhersteller wie die britische Rolls- Royce oder die deutsche MTU. Beide Unternehmen liefern an die führenden Flugzeugbauer Airbus und Boeing. MTU will den Umsatz von rund 2,9 Milliarden in diesem Jahr bis 2020 auf sechs Milliarden Euro steigern. Die Briten haben darüber hinaus eine starke Marktstellung bei Schiffsantrieben. Mehr als die Hälfte des Umsatzes kommt aus dem Militärbereich – hier erwarten Analysten in den kommenden Jahren deutliche Margenzuwächse. Der US-Konzern United Technologies hat sich auf Dienstleistungen rund um die zivile und militärische Luftfahrt spezialisiert. Das Geschäft gilt als vergleichsweise konjunkturresistent. Morgan Stanley erwartet bis 2015 jährlich rund 13 Prozent Gewinnzuwachs.
Chemieunternehmen gehören zwar zu den typischen Zyklikern, doch ein Konzern mit globaler Präsenz wie BASF ist durch regionale Diversifizierung sowie den Fokus auf Emerging Markets langfristig attraktiv. Der globale Marktführer will den Umsatzanteil in den Schwellenländern bis 2020 von einem Drittel auf 45 Prozent steigern und jährlich mindestens sechs Prozent wachsen.
Fünf sattelfeste Favoriten (pdf)
Konsum
Qualität im Korb
Vor allem Unternehmen, die Markenprodukte für den täglichen Bedarf herstellen, haben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Vorteile: Verbraucher bleiben ihren täglich benutzten Lieblingsmarken meist treu – und Rohstoffkosten sinken in der Regel. Der US-Hersteller Colgate-Palmolive hat viele bekannte Konsummarken aus den Bereichen Körperpflege und Haushalt im Portfolio. Weiterer Vorteil: Das Unternehmen ist im Vergleich zu den großen Konkurrenten wie Procter & Gamble mit einem Umsatzanteil von knapp 50 Prozent weitaus stärker in den Emerging Markets engagiert.
Der größte Brauereikonzern der Welt, AB Inbev, dürfte in Krisenzeiten gleichfalls einer robusten Nachfrage entgegensehen – getrunken wird eben immer. Der belgisch-amerikanische Konzern ist Marktführer in den größten globalen Biermärkten, den USA und Lateinamerika. Das Unternehmen profitiert von hohen Skaleneffekten. Das Gewinnwachstum war deshalb in den vergangenen zwei Jahren überdurchschnittlich hoch – Analysten zufolge setzt sich der Trend fort.
Von einer weitgehend krisenfesten Nachfrage profitiert auch der Tabakkonzern Philip Morris. Die Amerikaner erzielen etwa die Hälfte des Umsatzes in rasch wachsenden Märkten wie China. Die Vorzüge des starken Cashflows gibt der Konzern in Form von regelmäßigen Dividendenerhöhungen an die Investoren weiter. Laut Statuten werden rund zwei Drittel des Gewinns ausgeschüttet.
Der weltgrößte Onlinehändler, Amazon, kann sich auf das Wachstum des Internethandels verlassen – immer größere Anteile des Einzelhandelsumsatzes wandern ins Web. Vorstandschef Jeff Bezos setzt kompromisslos auf Marktanteilsgewinne, etwa durch den Ausbau des Premiumdienstes. Das kostet zwar operative Marge, dafür dürfte Amazon Wachstum auch im Abschwung sicher sein.
Eine vielversprechende Marktstellung hat sich Inditex erarbeitet. Der spanische Textilkonzern um die Modekette Zara betreibt 5.200 Filialen in 78 Ländern. Herausragend ist auch hier die Fähigkeit, Cash zu generieren. Vier Milliarden Euro liegen derzeit als Reserve in der Kasse.
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Technologie
Die Geldmaschinen
Mehr als 300 Milliarden Dollar haben die zehn reichsten US-Konzerne auf der hohen Kante – doppelt so viel wie noch vor sechs Jahren. Krösus ist Apple mit Cashreserven von etwa 80 Milliarden Dollar. Und auch fünf weitere Technologieriesen strotzen nur so vor Barvermögen: Microsoft, lange Zeit die Nummer 1 unter den Geldhortern, ist trotz teurer Zukäufe und regelmäßiger Dividendenausschüttungen rund 50 Milliarden Dollar schwer. Und auch die Geschäftsmodelle von Cisco, Google, Oracle und Qualcomm gelten als Geldmaschinen. Anleger haben die Qual der Wahl.
Am aussichtsreichsten erscheinen derzeit Apple und Microsoft, aber auch IBM ist einen Blick wert. Big Blue ist unangefochten die Nummer 1 bei IT-Dienstleistungen und hat eine starke Präsenz in Schwellenländern. Am Donnerstag kaufte der Konzern den Cloud-Softwarespezialisten DemandTec für 440 Millionen Dollar. Dank üppiger Reserven kann sich IBM das leisten. Jüngst stieg auch Warren Buffett bei Big Blue ein und warf damit sein Prinzip, niemals in Tech-Werte zu investieren, über Bord. Auch Microsoft ist eine feste Größe im Cloud-Softwaremarkt. Die Gelddruckmaschine ist weiterhin das Betriebssystem Windows. Mit Nokia soll endlich der Durchbruch bei Software für mobile Endgeräte gelingen. Apple hat nach dem Tod von Firmengründer Steve Jobs an Glanz verloren, Nachfolger Tim Cook genießt jedoch einen guten Ruf bei Analysten und Investoren. Im Weihnachtsgeschäft dürfte Apple abräumen.
ASML, der niederländische Spezialist für Halbleiter-Lithografie, ist mit 70 Prozent des Markts die Nummer 1 für Maschinen, die es Unternehmen wie Intel oder ARM erlauben, durch kleinere Strukturen immer mehr Transistoren auf einem Chip zu platzieren. Der schuldenfreie Konzern profitiert stark vom Smartphone-
und Tablet-Trend.
Kabel Deutschland ist durch neue Software bei schnellen Datenleitungen ein starker Konkurrent der Telekom geworden, der den Marktführer unterbieten kann, ohne die Marge zu gefährden. Für 2011 soll es 1,50 Euro Dividende pro Aktie geben.
Fünf technisch versierte Favoriten (pdf)
Healthcare
Sieger trotz Sorgen
Unternehmen aus dem Gesundheitswesen leben zwischen Extremen: Die steigende Lebenserwartung der Menschen erhöht unabhängig von Konjunkturzyklen die Nachfrage nach Medikamenten, medizinischem Gerät und Dienstleistungen. Dem steht der Sparzwang der öffentlichen Gesundheitssysteme gegenüber. Für die Pharmakonzerne kommt ein weiterer Belastungsfaktor hinzu: Bei wichtigen Medikamenten läuft der Patentschutz aus. Damit gehen Einnahmen verloren, Schätzungen reichen bis 150 Milliarden Dollar.
Für den Schweizer Pharmakonzern Roche erwarten Analysten gegen den Branchentrend zumindest bis zum Jahr 2014 steigende Gewinne und Umsätze, unter anderem wegen der Ertragskraft des Krebsmedikaments Avastin. Der Konzern, der seine Pipeline durch die Übernahme des Biotech-Pioniers Genentech gestärkt hat, dürfte also weiterhin in der Lage sein, eine attraktive Dividende zu zahlen.
Auch UCB aus Belgien, mit etwas mehr drei Milliarden Euro Umsatz ein kleinerer Biopharmawert, sollte Patentverluste relativ gut auffangen können. Drei wichtige Medikamente sind langfristig durch Patentschutz gesichert. Drei weitere Produkte in der dritten, also abschließenden Phase der klinischen Erforschung verleihen der Aktie zusätzlich Kursfantasie.
Amgen, das größte Biotechunternehmen der Welt, hat bereits Medikamente auf den Markt gebracht und ist profitabel. Anders als das Gros der Biotechs zahlt Amgen eine Dividende. Zusätzlich sollen Aktionäre von Aktienrückkäufen profitieren.
Der potenzielle Kundenkreis des dänischen Hörgeräteherstellers William Demant wächst umso stärker, je älter die Menschen werden. Kürzungen bei staatlichen Zuschüssen dürfte das Unternehmen durch Produktinnovationen und Verlagerung der Produktion auffangen.
Fresenius ist als breit diversifiziertes Gesundheitsunternehmen mit Schwerpunkt in der Dialyse und Infusionstherapie attraktiv. Trotz Sparzwang der öffentlichen Haushalte sollte das DAX-Mitglied wegen seiner starken Angebotspalette überproportional wachsen.
Fünf gesunde Favoriten (pdf)
Investor-Info
Sparpläne
Mit Spezialeffekt
Eine häufig unterschätzte Form der Geldanlage sind monatliche Sparpläne auf den DAX. Am besten via ETF. Durch den Durchschnittskosteneffekt erhalten Anleger bei sinkenden Kursen mehr Anteile für ihr Geld – was langfristig die Rendite deutlich erhöht. ETF-Sparpläne werden von diversen Onlinebanken angeboten. Bei unserem Test im Frühjahr schnitt die DAB Bank sehr gut ab. Wichtig dennoch: Gebühren vergleichen und klären, ob bei dem Sparplan der Durchschnittskosteneffekt zum Tragen kommt.
Unternehmensanleihe-Fonds
M & G Corporate Bond Fund
Seit 2004 managt Richard Woolnough den M & G Corporate Bond Fund (ISIN: GB 003 213 786 0). Dies hat sich für den Fonds mit der €uro-Note 2 ausgezahlt, der zu den besten seiner Sparte zählt und 2011 mit einem Plus von rund sieben Prozent in der Spitzengruppe zu finden ist. Woolnough sucht weltweit Anleihen von Unternehmen, die eine hohe Kreditwürdigkeit aufweisen. Zu den Portfolio-Positionen zählen etwa Vodafone und Walmart.
Aktienfonds
FvS Aktien Global
Fondsmanager Gerald Kichler setzt im Flossbach von Storch Aktien Global (ISIN: LU 009 733 370 1) mit der €uro-Note 2 auf etablierte Aktienmärkte weltweit. Kichler sucht vor allem Unternehmen, die in ihren Branchen eine führende Marktstellung haben und denen globale Trends voraussichtlich langfristig Auftrieb verleihen. Derzeit favorisiert Kichler Technologiewerte wie Microsoft und Pharmaunternehmen wie die deutsche Biotest AG.