Die Münchener planen dabei Laufzeiten von bis zu 30 Jahren und wollen sich so offenbar die derzeit niedrigen Refinanzierungskosten sichern.
In Euro will Siemens zwei Anleihen auflegen - mit zwei bzw siebeneinhalb Jahren Laufzeit. Bei den Sterling-Bonds sind die angestrebten Fälligkeiten mit 13 und 30 Jahren deutlich später.
Zum angestrebten Emissionsvolumen wollte sich Siemens auf Nachfrage nicht äußern.
Zuletzt war Siemens im Februar 2009 mit Eurobonds auf den Markt gekommen. Damals musste für eine achtjährige Emission ein Kupon von 5,425 Prozent geboten werden. Bei der neuen 7,5-Jährigen wird nach Angaben einer der beteiligten Banken ein Aufschlag von 20 Basispunkten auf die MidSwaps angesetzt. Die liegen derzeit im Bereich von 1,40 Prozent. Bei den Zweijährigen soll der Kupon auf 0,10 Punkte unter MidSwaps (derzeit bei etwa 0,52 Prozent) lauten.
Die 13-jährige Sterling-Tranche soll den Angaben zufolge mit 95 Basispunkten über den entsprechenden britischen Staatsanleihen, kurz Gilts, verzinst werden, der 30-jährige Langläufer mit 0,90 Punkten Aufschlag ausgehend von einer aktuellen Rendite von derzeit 2,94 Prozent. Zehnjährige rentieren derzeit mit 1,51 Prozent, die 15-Jährige mit 2,17 Prozent.
Konsortialführer für die Euro-Tranche sind Barclays, Bank of America Merrill Lynch, Deutsche Bank, Goldman Sachs und Société Générale. Für die beiden Sterling-Bonds sind Barclays, BNP Paribas, Deutsche Bank und UBS mandatiert.
Zuletzt hatte sich der Münchener Konzern frisches Geld in den USA besorgt und im Februar dieses Jahres Optionsschuldverschreibungen über 3 Milliarden US-Dollar begeben. Als Begründung waren auch damals die attraktiven Marktbedingungen genannt worden. Der Erlös diente zur Refinanzierung von fälligen Anleihen über insgesamt rund 3,5 Milliarden Dollar.
Von Serena Ruffoni und Hans-Joachim Koch Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/smh/sha Dow Jones Newswires
Bildquellen: Siemens AG