Der Baustoffkonzern
Heidelberg Cement schuldet weiter um. Innerhalb weniger Monate besorgt sich das Unternehmen zum zweiten Mal Geld am Kapitalmarkt. Dazu emittiert es zwei Euroanleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro.
Die erste Anleihe hat ein Volumen von 650 Millionen Euro. Sie rentiert bei einer Laufzeit von fünf Jahren mit 6,75 Prozent. Die zweite Anleihe ist 750 Millionen Euro schwer und läuft zehn Jahre. Ihre Rendite beträgt 7,75 Prozent.
Mit den neuen Bonds befreit sich HeidelbergCement von einem Teil seiner Bankverbindlichkeiten. Zu diesem Zweck hatte der hoch verschuldete Konzern vor vier Monaten bereits drei Anleihetranchen mit Laufzeiten zwischen fünf und zehn Jahren emittiert. Dies spülte 2,5 Milliarden Euro in die Kasse.
Das Unternehmen strebt nach einer besseren Bewertung seiner Bonität. Derzeit wird HeidelbergCement von den Ratingagenturen noch als nicht verlässlich eingestuft.
Die neue Anleihe veranlasste Standard & Poor’s dazu, das Langfristrating von B+ auf BB– anzuheben. Von einem Investment-Grade-Rating ist das Unternehmen gleichwohl noch mehrere Stufen entfernt.
Die LBBW erkennt eine aufsteigende Tendenz bei der Kreditqualität des Unternehmens: Die erneute Bondemission erhöhe die Flexibilität von HeidelbergCement hinsichtlich der Rückzahlung seiner Schulden und reduziere die Abhängigkeit von den Banken nochmals. (cp)
HeidelbergCement
Die Rendite der Anleihe kann noch als attraktiv bezeichnet werden. Die Umschuldung gibt dem Konzern mehr Spielraum.