13.09.2012 11:55
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Italien kommt deutlich günstiger an frisches Geld

Anleihen-Auktion
Das angeschlagene Euroland Italien hat am Donnerstag von den jüngsten Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) stark profitiert.
Das Land hat sich zu deutlich günstigeren Zinsen insgesamt 6,5 Milliarden Euro am Kapitalmarkt besorgt. Bei einer stark beachteten Versteigerung von Staatsanleihen mit einer Laufzeit von drei Jahren sei der Zuschlag bei einem Zinssatz von 2,75 Prozent erfolgt, teilte die italienische Schuldenagentur in Rom mit. Bei der letzten vergleichbaren Auktion am 13. Juli hatte die Rendite etwa doppelt so hoch bei 4,65 Prozent gelegen.

   In der vergangenen Woche hatte die EZB den unbegrenzten Kauf von Anleihen angeschlagener Euroländer unter bestimmten Bedingungen beschlossen. Am Vortag hatte das Bundesverfassungsgericht zudem grünes Licht für den Euro-Rettungsschirm ESM gegeben. Ein Hilfsantrag beim ESM durch ein notleidendes Euroland ist eine Voraussetzung für die Anleihekäufe durch die Notenbank.

    Die Nachfrage nach den neuen dreijährigen Papieren ging den Angaben zufolge allerdings leicht zurück. So war die Auktion etwa 1,5-fach überzeichnet (13. Juli: 1,7-fach). Mit der Auktion nahm Italien 4,0 Milliarden Euro auf und erreichte damit das anvisierte Maximalziel.

  Eine ähnlich starke Nachfrage zeigte sich auch bei Staatsanleihen mit Laufzeiten bis 2026 und bis 2017. Bei den Papieren bis 2026 fiel der Hammer bei einem Zinssatz von 5,32 Prozent, bei den fünfjährigen Anleihen bei 3,71 Prozent. In beiden Fällen lagen die vorangegangenen Auktionen für einen Vergleichswert zu lange zurück.

    Im freien Handel mit italienischen Staatsanleihen zeigten sich am Donnerstag ähnliche Renditen wie bei der Versteigerung. Bei den Papieren mit einer Laufzeit von zwei Jahren lag die Rendite am sogenannten Sekundärmarkt im späten Vormittagshandel bei 2,23 Prozent und bei den fünfjährigen Titeln lag die Rendite bei 3,84 Prozent.

    ROM (dpa-AFX)

Bildquellen: aldorado / Shutterstock.com

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