05.09.2012 17:44
Bewerten
 (13)

EZB plant offenbar unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen

Anleihen-Käufe: EZB plant offenbar unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen | Nachricht | finanzen.net
Anleihen-Käufe
Die Europäische Zentralbank beabsichtigt laut Kreisen, ihre neuen Anleihekäufe dem Volumen nach nicht zu begrenzen.
Dies berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch mit Bezug auf mit den Planungen vertraute Personen. Zurzeit arbeiten mehrere Gremien der Notenbank an dem neuen Programm zum Kauf von Staatsanleihen finanzschwacher Länder, das EZB-Chef Mario Draghi nach der letzten Ratssitzung im August angekündigt hatte. In der Bundesbank stoßen die Pläne auf Widerstand.

Wie schon bei ihren ersten Anleihekäufen, die sie mit der Griechenland-Krise im Frühjahr 2010 aufgenommen hatte, will die Notenbank die Käufe offenbar "sterilisieren". Das bedeutet, dass sie die zusätzliche Liquidität infolge der Käufe an anderer Stelle wieder aus dem Markt nehmen wird. Bereits jetzt führt die EZB wöchentliche Geschäfte mit den Euroraum-Banken durch, um die Liquidität aus den bisherigen Anleihekäufen - zurzeit etwas mehr als 200 Milliarden Euro - wieder einzusammeln. Dieses Vorgehen, mit dem Inflationsrisiken vorgebeugt werden soll, hat bis auf wenige Ausnahmen funktioniert.

EZB WILL OFFENBAR AUF VERÖFFENTLICHUNG VON ZINSOBERGRENZEN VERZICHTEN

Verzichten will die EZB laut den Kreisen aber auf die Veröffentlichung von Zinsobergrenzen, bei deren Überschreiten sie an den jeweiligen Anleihemärkten intervenieren müsste. Bekannt ist bisher, dass die Notenbank nur dann am Anleihemarkt intervenieren will, wenn die entsprechenden Länder den Rettungsfonds EFSF beziehungsweise ESM um Hilfe gebeten haben. Intervenieren wird die EZB jedenfalls nur am Sekundärmarkt, wo bestehende Staatstitel gehandelt werden. Denn ein direkter Kauf von den jeweiligen Staaten am Primärmarkt ist der Notenbank verboten, da dies einer Staatsfinanzierung durch die Notenpresse gleichkäme.

Als möglichen Titel für das Kaufprogramm nennen die Kreise "Monetary Outright Transactions". Wie bereits durchgesickert war, wolle sich die EZB auf den Kauf von Staatsanleihen mit kürzeren Laufzeiten von bis zu drei Jahren beschränken. Die EZB begründet die zweite Runde von Anleihekäufen damit, dass die Wirkung ihrer Geldpolitik wegen des großen Misstrauens in den Euro beschädigt sei. Kritiker halten entgegen, die Käufe seien nicht durch das Mandat der EZB gedeckt und schürten Inflationsrisiken./bgf/jsl

FRANKFURT (dpa-AFX)
Die Optionen der EZB

 

Platz 5: Abwarten

Die EZB könnte auf die Selbstregulierungsmechanismen der Märkte setzen und nicht aktiv eingreifen. Der Druck der Märkte ist in den vergangenen Monaten allerdings zu groß - die Währungshüter sind angesichts des Abgleitens der Eurozone in eine Rezession zum Handeln gezwungen.

Bildquellen: Petronilo G. Dangoy Jr. / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX fester -- Dow im Plus -- Merck-Mittel Avelumab erhält FDA Zulassung zur Behandlung von MCC -- Infineon-Aktie auf 15-Jahreshoch: Ausblick überzeugt -- Aumann, Deutsche Börse im Fokus

Theranos verschenkt Aktien an Investoren - wenn die versprechen, nicht zu klagen. Fondsmanager weiterhin optimistisch für Aktien. Das läuft bei der Deutschen Bank falsch. LEONI-Aktie schließt Gap aus 2015. Russische Notenbank senkt Leitzins. Bundestag beschließt Pkw-Maut.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Welche Risikopräferenz haben Sie beim Kauf eines Wertpapiers? Welcher der drei folgenden Risikoklassen würden Sie sich persönlich zuordnen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
CommerzbankCBK100
Infineon Technologies AG623100
Allianz840400
E.ON SEENAG99
SAP SE716460
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Nordex AGA0D655
Deutsche Telekom AG555750
BayerBAY001
BMW AG519000
Volkswagen St. (VW)766400