08.11.2012 13:05
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Bank of England stellt Anleihekäufe ein

Anleihenkäufe
Die britische Notenbank hat ihr unlängst ausgelaufenes Anleihekaufprogramm nicht verlängert.
Die britische Notenbank hat ihr unlängst ausgelaufenes Anleihekaufprogramm nicht verlängert. Der geldpolitische Ausschuss der Bank of England beschloss am Donnerstag, zunächst keine weiteren Anleihekäufe zu tätigen, wie die Notenbank in London mitteilte. Die meisten Volkswirte hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Auch am Leitzins änderte die Notenbank nichts. Er liegt seit mittlerweile dreieinhalb Jahren auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent.

   Die Bank of England hat seit März 2009 Staatsanleihen im Wert von insgesamt 375 Milliarden Pfund erworben. Das entspricht etwa 25 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung Großbritanniens. Das Volumen der jüngsten Aufstockung vom Juli, als die Käufe um 50 Milliarden Pfund ausgeweitet wurden, ist mittlerweile ausgeschöpft. Im Sommer hatte die Notenbank ein Programm aufgelegt, mit dem die Kreditvergabe der Geschäftsbanken angeschoben werden soll. Von diesem Programm (Funding for Lending Scheme) erhofft sich die Bank of England zusehends positive Effekte.

   Die Wirtschaft Großbritanniens war im dritten Quartal erstmals seit Ende 2011 wieder gewachsen. Allerdings wurde die Entwicklung durch die Olympischen Sommerspiele in London begünstigt. Beobachter schließen deshalb nicht aus, dass die britische Wirtschaft im Schlussquartal 2012 in die Rezession zurückfällt. Zumal jüngste Frühindikatoren zumeist schwach ausgefallen waren./bgf/hbr

LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: S.Borinov / Shutterstock.com
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